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TdR2016 flyer ex260Auftaktveranstaltung zum Tag der Rückengesundheit 2016

Am 5. März 2016 findet die Auftaktveranstaltung für Experten zum Tag der Rückengesundheit im Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg in Recklinghausen statt. Die Initiatoren des Tages der Rückengesundheit, der Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. und die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. sind kreativ und haben ein interessantes Motto aufgestellt. Es lautet „Ergodynamik – bringen Sie Ihren Alltag in Bewegung!“

Die Auftaktveranstaltung gliedert sich in zwei Schwerpunkte:
1. Expertenvorträge
2. Workshops

 

Programm-Flyer downloaden.

Hier geht es zur Online-Anmeldung.

 

 

tdr experten2016 kuhnt100Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Ergodynamik“ und dem Motto für 2016?Erläuterungen zum Thema und dem Tag der Rückengesundheit von Ulrich Kuhnt, Mitglied des BdR-Direktoriums.

Der Begriff verbindet Ergonomie und Dynamik.

Die Ergonomie erarbeitet und verarbeitet humanwissenschaftliches Wissen mit dem Ziel, eine Anpassung von Arbeit, Arbeitssystem und Umgebungen an die physischen und psychischen Fähigkeiten des Menschen herbeizuführen. Wichtige Aspekte sind dabei die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze, wie Bildschirmarbeitsplätze, Produktionsarbeitsplätze, Handwerk, Handel, Transport, Pflege etc. und die Gestaltung der Arbeitsorganisation (Job Rotation).

bewegung 200Der Begriff Dynamik umschreibt folgende Aspekte: Wechsel der Körperhaltungen und Körperbewegungen, Wechsel zwischen Be- und Entlastung, Vermeidung von Monotonie und Zwangshaltungen. Außerdem gehört die Förderung der körperlichen Aktivität dazu, ebenso wie Haltungs- und Bewegungswechsel im privaten Bereich. Dynamik bzw. Bewegung ist für das Bewegungssystem eine notwendige Voraussetzung für langfristiges, schmerzfreies Funktionieren, denn Muskeln, Gelenke, Knochen, Nerven (Gehirn) und Bindegewebe benötigen den fortlaufenden Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Damit sich biologische Systeme bewegen können, benötigen sie nicht nur die richtige Haltung, sondern auch Bewegungsreize in ausreichendem Maße. Für den Bauplan des menschlichen Bewegungssystems gibt es eine Art Bedienungsanleitung und darin steht: „Mensch, beweg dich!“.

Alle Experten sind sich darüber einig, dass die Entstehung von Rückenschmerzen verschiedene Ursachen hat. Körperliche, psychische und soziale Aspekte spielen beim Schmerzgeschehen grundsätzlich eine wichtige Rolle. Zum Tag der Rückengesundheit wird der Fokus auf einen ausgewählten Schwerpunkt der Rückenprävention gelegt. Zur besseren Übersicht werden Präventionsmaßnahmen eingeteilt in

  1. Verhaltensprävention
    Die Verhaltensprävention konzentriert sich auf das individuelle Verhalten von Personen. Dynamisches Sitzen im Büro, Durchführen von gymnastischen Ausgleichs- und Entspannungsübungen, aktive Bewältigung von Rückenschmerzen sowie regelmäßige körperliche Aktivitäten sind Beispiele für individuelle Verhaltensweisen, die nachhaltig die Rückengesundheit stärken können.
  2. Verhältnisprävention
    Die Verhältnisprävention beleuchtet das ergonomische und organisatorische Umfeld in Lebenswelten, wie Betrieben, Kitas oder Schulen. Ergonomische Bildschirmarbeitsplätze, Hebe- und Tragehilfen, rückenfreundliche Autositze oder Bettsysteme zählen zu den materiellen Bedingungen, die unsere Rückengesundheit fördern können. Ziel ist es, unsere Umgebung mit rückenfreundlichen Produkten auszustatten und darüber hinaus auch für positive Arbeits- und Freizeitbedingungen zu sorgen.

buero bewegung1260Das Motto für das Jahr 2016 ist schwerpunktmäßig der Verhältnisprävention zuzuordnen.

Zentrale Ziele des Mottos sind:

  • Fördern der regelmäßigen, körperlichen Aktivität in Beruf und Freizeit
  • Vermeiden von monotonen Körperhaltungen und Bewegungsabläufen
  • Fördern der individuellen Kompetenz zur Führung eines rückenfreundlichen Lebensstils auf der Basis des biopsychosozialen Gesundheitsverständnisses
  • Fördern der individuellen Kompetenz zur Gestaltung eines bewegten Umfelds

Es geht bei den ergonomischen Aspekten nicht um Schonung oder Entlastung des Muskel-Skelett-Systems, sondern um eine regelmäßige, funktionsgerechte Belastung. Zum Beispiel soll der Rücken nicht dauerhaft abgestützt, Bück- und Hebevorgänge nicht grundsätzlich vermieden und die Haltungen und Bewegungsabläufe nicht immer korrekt ausgeführt werden.

Welche Chancen ergeben sich aus diesem Motto?

buero bewegung2 200Das Motto passt zu den Inhalten der Neuen Rückenschule und bietet eine gute Einstiegsmöglichkeit in die Themenfelder Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), insbesondere vor dem Hintergrund des neuen Präventionsgesetztes. Es ist besonders für Rückenschullehrer interessant, da dieser Inhalt mit den Bereichen Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz verknüpft werden kann. Außerdem können die Aspekte Ergonomie und körperliches Training verbunden und unterschiedliche Zielgruppen in unterschiedlichen Settings angesprochen werden (Kinder, Erwachsene, Ältere, Betriebe, Schulen etc.).

Weiterhin ergeben sich gute Kooperationsmöglichkeiten mit Produktherstellern oder dem regionalen Handel, wie z. B. Bettengeschäften, Autohäusern, Möbel- oder Schuhgeschäften.

Ausgewählte Arbeitsfelder für Rückenschullehrer:

  1. Bewegungsförderung in der Schule: Die Gestaltung und Organisation von Schulen soll die Bewegung der Schüler und Lehrer fördern. Dazu zählen: Ergonomie der Stühle und Tische, hohe Flexibilität der Schulmöbel, Bewegungsangebote im Klassenraum, auf dem Flur, in der Aula, in der Sporthalle, auf dem Außengelände.
  2. Bewegungsförderung im Büro: Die Gestaltung und Organisation in Büros soll die Bewegung der Mitarbeiter fördern. Dazu zählen: Ergonomie der Stühle, Tische, Stehpulte, Stehtische, Stehhilfen, Konferenztische. Diese Möbel unterstützen den Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen. Zusätzlich können kleine Sportgeräte die Bewegung fördern, wie z. B. Theraband, Turnstab, Sitzkissen, Sitzball, Flexi-Bar, Gymstick, Brasil, Balance-Pad, Tubes, Gymnastikmatte. Ebenso sind Treppen ein wichtiger Ort für Bewegung.
  3. Bewegungsförderung in der Produktion: Die Gestaltung und Organisation von Produktionsarbeitsplätzen soll die Bewegung der Mitarbeiter fördern. Monotone Körperhaltungen und Bewegungsabläufe sollen vermieden werden. Folgende Arbeitsmittel können das Erreichen dieser Ziele unterstützen: ergonomische Arbeitsstühle, Arbeitstische, Stehhilfen, Hebe-Trage-Hilfen. Besonders wichtig ist der möglichst häufige Wechsel der Tätigkeit. Die ergonomischen Verhältnisse sollen diesen Wechsel unterstützen, d. h. die Arbeitsplätze lassen sich für unterschiedliche Personen individuell gestalten.
  4. Bewegungsförderung im privaten Umfeld: Hier können Produkte vielfältige Bewegung in der Freizeit fördern. Überzeugende Beispiele sind: Ergonomische Fahrräder und E-Bikes. Muskelverspannungen im Rücken oder Nacken oder Beschwerden in den Knien, Hüften, Handgelenken, Ellenbogen und Schultern können durch individuell angepasste Räder verringert oder vermieden werden. Auch Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Knie- und Hüftbeschwerden) können diese Fortbewegungsart beibehalten. Ergonomische Gartengeräte fördern die körperliche Aktivität in der Freizeit. Wichtiges Kriterium dafür ist ein möglichst geringes Gewicht der Geräte, beispielsweise bei Rasenmähern oder Heckenscheren, damit auch gesundheitlich eingeschränkte oder ältere Personen die Gartenarbeit relativ beschwerdefrei durchführen können. Außerdem helfen individuell einstellbare Stiele oder Holme, die Gefahr von Zwangshaltungen zu reduzieren, denn Zwangshaltungen können Muskel- und Gelenkbeschwerden auslösen. Ergonomische Sportgeräte können das Ausüben von Gesundheits- und Fitnesssport unterstützen. Dazu gehören Nordic-Walking-Stöcke, Inliner, Skateboards, Kletterwände, Trampoline, Ergometer, Laufbänder, Flexi-Bar, Gymstick oder Mini-Tischtennisplatten.

Als Zusammenfassung für die Ziele des Mottos zum Tag der Rückengesundheit, soll an dieser Stelle ein Zitat von Dieter Breithecker herangezogen werden:

„Nach heutigen Erkenntnissen ist für den Erhalt und die Wiedererlangung der Gesundheit insbesondere die regelmäßige, in den Alltag integrierte Bewegung von Bedeutung. Lern-, Arbeits- und Lebensräume der Menschen können dahingehend (um-)gestaltet und organisiert werden, dass Bewegung spontan und ‚ganz nebenbei’ entstehen kann.
Stets wurde und wird auf die Wechselwirkung Mensch und Raum verwiesen. Räume „können heilen, erleben, befrieden, stimulieren oder krank machen und verderben“ (Wolfgang Mahlke). Körperliche, geistige und soziale Gesundheit sind sehr stark daran geknüpft, inwieweit Räume zu einer inneren und äußeren Bewegung stimulieren oder nicht.
Bereits beim Betreten des Raums reflektiert dieser, welche Verhaltensweisen hier ausgelebt werden können. In diesem Kontext entwickeln sich neben Schulräumen auch Büro- und Konferenzräume immer mehr von reinen ‚Sitzarbeitsplätzen’ zu ‚Menschen bewegende’ Räumlichkeiten, in denen Arbeit und auch gesundes, produktives Leben ganzheitlich aufeinander bezogen sind.“ (Dieter Breithecker, 2015)

Im Moment laufen die Vorbereitungen für den Expertenworkshop auf Hochtouren. Die rund 200 Teilnehmer erwartet eine spannende Veranstaltung mit Vorträgen und zahlreichen Workshops. Die Auftaktveranstaltung gliedert sich in zwei Schwerpunkte

  1. Expertenvorträge und
  2. Praxis-Workshops.

Eine besondere Neuigkeit stellt das große AGR-Ergonomiezelt dar. Hier wird rückengerechte Verhältnisprävention erlebbar gemacht.

Die Veranstalter und Kooperationspartner des Expertenworkshops am 5. März 2016 freuen sich auf Ihre Teilnahme. Gemeinsam mit Ihnen soll das Thema „Ergodynamik“ inhaltlich weiter entwickelt und dieser Ansatz in Kitas, Schulen, Betriebe sowie in die breite Öffentlichkeit getragen werden.

Ulrich Kuhnt
Mitglied im Direktorium des Bundesverbandes deutscher Rückenschulen (BdR) e. V.
Rückenschule Hannover
Forbacher Str. 14
30559 Hannover
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.ulrich-kuhnt.de

 

Programm

Freitag, 4. März 2016

18.00 Uhr - Mitgliederversammlung des BdR e. V.

im Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg, Recklinghausen

ab 20.00 Uhr - Get-together

im Suberg’s bei Boente in Recklinghausen
Nutzen Sie die Gelegenheit für erste Gespräche.

 Samstag, 5. März 2016

ab 8.30 Uhr - Registrierung der Teilnehmer

im Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg, Recklinghausen

Teilnehmer wählen ihre Wunsch-Workshops aus

9.15 Uhr - Begrüßung durch die Veranstalter

tdr2016 pruemel100 kopie9.45 Uhr - Fachvortrag: „Das Präventionsgesetz – mehr Mittel, mehr Koordination, mehr Qualität?“Dr. Uwe Prümel-Philippsen
Geschäftsführer der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V. (BVPG), Bonn

Weitere Informationen folgen.

10.15 Uhr - Moderierte Fragerunde

10.30 Uhr - Bewegungspause

tdr2016 breithecker10010.40 Uhr - Fachvortrag: "Ergodynamik – gesundes Verhalten braucht Raum für Bewegung"Dr. Dieter Breithecker
Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e. V. (BAG) und Vorstandsmitglied des Forum Gesunder Rücken, Wiesbaden

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Nach heutigen Erkenntnissen ist für den Erhalt und die Wiedererlangung der Gesundheit insbesondere die regelmäßige, in den Alltag integrierte Bewegung von Bedeutung.

Lern-, Arbeits- und Lebensräume der Menschen können dahingehend (um-) gestaltet und organisiert werden, dass Bewegung spontan und „ganz nebenbei“ entstehen kann. Stets wurde und wird auf die Wechselwirkung Mensch und Raum verwiesen. Räume „können heilen, erleben, befrieden, stimulieren oder krank machen und verderben“ (Wolfgang Mahlke). Körperliche, geistige und soziale Gesundheit sind sehr stark daran geknüpft, inwieweit Räume zu einer inneren und äußeren Bewegung stimulieren oder nicht. Bereits beim Betreten des Raums reflektiert dieser, welche Verhaltensweisen hier ausgelebt werden können.

In diesem Kontext entwickeln sich neben Schulräumen auch Büro- und Konferenzräume immer mehr von reinen „Sitzarbeitsplätzen“ zu „Menschen bewegende“ Räumlichkeiten, in denen Arbeit und auch gesundes, produktives Leben ganzheitlich aufeinander bezogen sind.

11.10 Uhr - Moderierte Fragerunde

11.25 Uhr - Kaffeepause

11.45 Uhr - 10 Workshops zur Wahl

tdr2016 spreber100tdr2016 lehmann100Workshop 1 - Ergodynamik in der Praxis – Ergonomieparcour der Aktion Gesunder Rücken e. V.Ergonomieparcour der Aktion Gesunder Rücken e. V. im großen AGR-Ergonomiezelt

Andreas Sperber, Baiersbronn-Klosterreichenbach
Günter Lehmann, Edertal-Bergheim

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Andreas Sperber ist Physiotherapeut mit eigener Praxis, Rückenschullehrer und AGR - Referent für rückengerechte Verhältnisprävention aus Baiersbronn-Klosterreichenbach

Günter Lehmann ist Physiotherapeut mit eigener Praxis, ErgoPhysConsultant und Rückenschullehrer aus Edertal-Bergheim

Zum Workshop:

Ergodynamik in der Praxis im großen AGR-Ergonomiezelt

Dauer 120 Minuten:
11.45 – 14.50 Uhr ( dazwischen 12.45 – 13.50 Uhr Mittagspause)
15.00 – 17.30 Uhr ( dazwischen 16.00 – 16.30 Uhr Kaffeepause)

Die Aussagen zum Thema Ergodynamik basieren auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Alle Experten sind sich darüber einig, dass die Entstehung von Rückenschmerzen verschiedene Ursachen hat. Körperliche, psychische und soziale Aspekte spielen beim Schmerzgeschehen grundsätzlich eine wichtige Rolle.

Zum Tag der Rückengesundheit wird der Fokus auf einen ausgewählten Schwerpunkt der Rückenprävention gelegt. Zur besseren Übersicht werden Präventionsmaßnahmen eingeteilt in verhaltenspräventive und verhältnispräventive Maßnahmen. Die Verhaltensprävention konzentriert sich auf das individuelle Verhalten von Personen. Die Verhältnisprävention beleuchtet das ergonomische und organisatorische Umfeld in Lebenswelten, wie Betrieben, Kitas oder Schulen.

Das Motto für das Jahr 2016 „Ergodynamik – bringen Sie Ihren Alltag in Bewegung!“ ist schwerpunktmäßig der Verhältnisprävention zuzuordnen. Es verbindet Ergonomie und Dynamik. Die Ergonomie sucht nach arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen, aus denen sich Regeln zur Gestaltung von Arbeitsbedingungen ableiten lassen. Oberstes Ziel ist eine Anpassung von Arbeit, Arbeitssystem und Umgebungen an die physischen und psychischen Fähigkeiten des Menschen herbeizuführen. Die Gestaltung von z. B. Bildschirmarbeitsplätzen oder Produktionsarbeitsplätzen basiert auf ergonomischen Prinzipien. Der Begriff Dynamik umschreibt folgende Aspekte: Wechsel der Körperhaltung und Körperbewegung, Wechsel zwischen Be- und Entlastung, Vermeiden von Monotonie oder Zwangshaltungen und die Förderung der allgemeinen, körperlichen Aktivität.

Ergodynamik erlebbar machen, darum geht es in dem Workshop "Ergonomie in der Praxis". Damit sich diesem Ziel ausführlich gewidmet werden kann, haben wir hierfür ausreichend Zeit eingeplant (ca. 2 Std.). Unter der Moderation von Andreas Sperber und Günter Lehmann erfahren die Teilnehmer an sechs Stationen, welche Anforderungen rückengerechte Produkte wie Bürostühle, Schuhe, Werkzeuge etc. erfüllen müssen, um als "besonders rückengerecht " bezeichnet zu werden und wie sie mehr Bewegung in den Arbeitsalltag bringen können.

Die Teilnehmer erhalten fundierte Kenntnisse über die spezifischen Anforderungen an rückengerechte Produkte, können ausprobieren, Fragen stellen und diskutieren. Sie sammeln wertvolle Informationen für die berufliche Praxis in der betrieblichen Gesundheitsförderung mit dem Schwerpunkt der Arbeitsplatzberatung.

Für diesen Workshop erhalten die Teilnehmer zusätzlich zwei Fortbildungspunkte zur Verlängerung einer Rückenschullizenz.

Die Themenfelder im großen Ergonomiezelt sind:

  1. Aktives Sitzen/ Haltungswechsel im Büro und in der Freizeit
    Produkte: Aktivsitzmöbel, Aktiv-Bürostühle, Steh-Sitzmöbel
    Themenpartner: aeris GmbH, Haar bei München
  2. Sitz-/ Stehdynamik im Büro und in der Freizeit
    Produkte: Höhenverstellbare Tische, Stehpulte
    Themenpartner: officeplus GmbH, Rottweil
  3. Sitz-/Stehdynamik in Meetings- und Konferenzen
    Produkte: Höhenverstellbare Konferenztische mit Konferenzstühlen, Konferenz-Hochtische in Kombination mit höhenverstellbaren Hochstühlen
    Themenpartner: Sedus Stoll AG, Waldshut
  4. Ergonomie erleben im Büro- und Industriebereich
    Produkte: Bürostuhl, Industriestuhl
    Themenpartner: Dauphin HumanDesign Group, Offenhausen
  5. Fußgerechtes Schuhwerk fördert Bewegung
    Produkte: Arbeits- und Sicherheitsschuhe
    Themenpartner: Louis Steitz Secura GmbH + Co. KG, Kirchheimbolanden
    Produkte: Aktiv- und Freizeitschuhe
    Themenpartner: Joya International AG, Roggwil
  6. Von ergonomischen Werkzeugen zur Rückengesundheit
    Produkte: Schraubendreher, Zangen
    Themenpartner: Wiha Werkzeuge GmbH, Schonach

tdr2016 hschmidt100Workshop 2 - Ergonomieberatung für RückenschullehrerSo hängen Zollstock und Turnstab zusammen!

Hildegard Schmidt
ErgonomieCampus, Diekholzen

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Hildegard Schmitd ist seit 1994 Leiterin des Ergonomiecampus. Sie ist Redakteurin im AGR-Fernlehrgang "Von der Verhaltens- zur Verhältnisprävention", Dipl.-Verwaltungswirtin, Arbeitswissenschaft im Weiterbildungsstudium sowie TQM-Auditorin.

Zum Workshop:

Ergonomieberatung für Rückenschullehrer - So hängen Zollstock und Turnstab zusammen!

Menschengerechte Arbeitsplatzgestaltung orientiert sich an anerkannten Regeln der Technik und gesicherten arbeitswissenschaftlichen sowie medizinischen Erkenntnissen. Außer dieser Basis, die häufig mit Zollstock und anderen Messmitteln erfasst wird, gibt es noch mehr: die individuelle Betrachtung.

Die Workshopteilnehmenden nehmen als Handwerkszeug Arbeitsschutz-Wissen mit, um zu verstehen, was Mindestanforderungen sind. Was man tun kann, um individuelle Bedürfnisse für eine Leistungsbereitschaft für die jeweilige Arbeitsaufgabe zu ermitteln und zu bedienen. Die Teilnehmenden lernen die grundsätzlichen Voraussetzungen ergonomischer Arbeitsplatzberatung kennen. Beispiel ist ein Bildschirmarbeitsplatz und ein Produktionsarbeitsplatz mit "Heben und Tragen" von Lasten.

Wir erarbeiten, wie ermittelt wird, ob die Verhältnisse in Ordnung sind (Zollstock). Wir lernen gemeinsam, welche verhaltensbezogenen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um sicher und rückengesund zu arbeiten (Turnstab).

Beratungsauftrag Ergonomie:

Die Teilnehmer werden befähigt, mit klugen, kurzweiligen Methoden ein Angebot für Betriebe und für ihre Rückenschulseminare zu entwickeln.

Schumacher HenrichWorkshop 3 - „Beweg dich Schule!“Gehirngerechtes Lernen durch Bewegung nach Dorothea Beigel® (Klasse 1-13)

Frank Schumacher-Henrich
Kassel

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Frank Schumacher-Henrich ist Grundschullehrer und Dozent für das Hessische Kultusministerium

Zum Workshop:

„Beweg dich Schule!“ Gehirngerechtes Lernen durch Bewegung nach Dorothea Beigel® (Klasse 1-13)

Zunehmend mehr Kinder und Jugendliche fallen durch Entwicklungsdefizite und Lernschwierigkeiten, trotz guter Intelligenz auf.

Die angemessene Anregung des Wahrnehmungs- und Bewegungsbereiches spielt in der menschlichen Entwicklung eine entscheidende Rolle, sie bildet die Grundlage für alle emotionalen, sozialen, sprachlichen und kognitiven Prozesse.

Praktische und umsetzbare Möglichkeiten, Bewegung lernunterstützend in den täglichen Unterricht aller Fächer einzubeziehen, um das Lernen von Schülerinnen/Schüler zu unterstützen, werden erprobt.

Inhalte des Angebots

  • Praxisangebote für die Bewegung im täglichen Unterricht (Mathematik, Deutsch ...)
  • Umsetzbare und erprobte Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler durch und mit Bewegung zu fördern und zu fordern.
  • Bewegungsimpulse als Möglichkeit der Gehirnaktivierung.
  • Bewegung und Entspannung in der Schule.

Das Projekt "Beweg Dich, Schule!" - bereits 2012 Preisträger im Wettbewerb '365 Orte im Land der Ideen' - wird von der AOK in mehreren Bundesländern als eine Weiterbildung für Lehrerinnen/Lehrer aller Schulformen angeboten. Ziel ist, das Thema Bewegung stärker in den täglichen Lernstoff aller Unterrichtsfächer zu integrieren. Die erprobten und praxisnahen Bewegungsanregungen sind ohne zusätzlichen Raum- oder Materialbedarf sofort in den Klassen umsetzbar.

Literatur: Beweg dich, Schule! Eine Prise Bewegung im täglichen Unterricht der Klassen 1 bis 13 (Dorothea Beigel, Borgmann Verlag Dortmund).

Mirelle HerpelWorkshop 4 - ErgodynamikBewegt und Rückenfit am PC-Arbeitsplatz

Mirelle Herpel
Concept Fitness Viereth

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Mirelle Herpel ist Diplom Sportökonomin, EMSc. Ferner ist sie Rückenschullehrerin und Referentin für rückengerechte Verhältnisprävention.

Zum Workshop:

Ergodynamik – Bewegt und Rückenfit am PC-Arbeitsplatz

Problem:
Einmal die Woche eine Stunde körperliche Aktivierung kann nichts ausrichten gegen 40 Stunden Monotonie des Sitzens. Einseitige Bewegungsabläufe an schlecht eingestellten Arbeitsplätzen und Dauersitzen machen langfristig krank. "Sitzen ist das neue Rauchen" titelte kürzlich die "Welt".

Idee:
Ergonomie auf der einen Seite und Dynamik auf der anderen bilden zwei wichtige Stützpfeiler für die Gesunderhaltung eines jeden Mitarbeiters am Arbeitsplatz.

Tanja KuehnelWorkshop 5 - Wirbelsäulen- und Faszienübungen für den Arbeitsplatz: Entspannung-PurDr. Tanja Kühne
Dorsten

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Dr. Tanja Kühne ist Sportwissenschaftlerin, Referentin für Grönemeyer Medical Service sowie Wirbelwind - Entwicklungszentrum für Prävention & Sportrehabilitation. Sie ist die Erfinderin und Mitentwicklerin der "BALLance Dr. Tanja Kühne®" Methode. Mehr über Dr. Tanja Kühne: www.tanjakuehne.de/vita.html

Zum Workshop:

Wirbelsäulen- und Faszienübungen für den Arbeitsplatz: Entspannung-Pur

Problem:
80% der Deutschen haben Rückenschmerzen, akut oder schon mal gehabt.

Idee:
Es war einmal eine Vision, die Wirbelsäule zum Schmunzeln zu bringen, wenn sie ein Gesicht hätte - das ist mit der "BALLance"-Methode gelungen. Die "BALLance Dr. Tanja Kühne®" Methode ist als Hilfe zur Selbsthilfe bei Rückenschmerzen entstanden und hat sich seit Jahren bewährt.

„BALLance“- Classic
Bei diesem Workshop kommt es vor allem auf die Dosierung und Variationen der BALLance Übungen an. Hier lernst du die faszinierende Wirkung der Kyphosereduktion bzw. BWS-Aufrichtung mit sofortiger Reduktion der Lordosierung in Hals- und Lendenbereich kennen. Dabei wirst du sehen, testen und spüren, wie die muskulären Verspannungen bis hin zu Schmerzen sofort abgebaut werden. Ein wahres Erlebnis von Entspannung, Leichtigkeit und Loslassen, wie du es noch nicht kennst. Bekomme zuerst selber mehr, um mehr geben zu können.

Alternativangebot: „BALLance“- Special: Faszien und Wirbelsäule
Hier erlernst du, welche Bedeutung Faszien, vor allem Lumbalfaszien, auf die Beweglichkeit und Aufrichtung der Wirbelsäule haben und wie durch den Einsatz der „BALLance“-Methode Rückenverspannungen/-schmerzen sofort und langfristig reduziert werden können. Nach diesem Workshop hast du eine klare Hilfe in deinen Händen, die du in deinem Kurs, auf der Fläche oder einem 1:1 - Training weitergeben kannst.

Weitere Infos unter: www.ballance-concepts.de

Rothe Jana100Workshop 6 - Körper, Atem, Geist im EinklangYoga in der Neuen Rückenschule

Jana Rothe
Braunschweig

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Jana Rothe ist staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin, Yogalehrerin (BDY/EYU) und Rückenschullehrerin (BdR/KddR). Sie ist selbstständig tätig als Gymnastik-, Rückenschul- und Yogalehrerin in der individuellen und betrieblichen Gesundheitsförderung in Firmen, Betrieben und privaten Institutionen.

Zum Workshop:

Körper, Atem, Geist im Einklang - Yoga in der Neuen Rückenschule

"Yoga ist mehr als Gymnastik und/oder Entspannung!" Es ist ein ganzheitlicher, praktischer und individueller Übungsweg, welcher die Elemente Körper, Atem und Geist miteinander verbindet. Yoga ist nicht nur ein Weg, welcher unsere physische Gesundheit (z. B. die Rückengesundheit) fördern kann, sondern es ist vielmehr ein Weg, welcher nicht auf der Matte endet, sondern auch in den beruflichen Alltag integriert und ihn positiv verändern kann.

Yoga kann einen Beitrag dazu leisten, Ressourcen aufzudecken, welche Stress verhindern bzw. reduzieren können und hilft bei der Entwicklung von persönlichen Stressbewältigungkompetenzen. Dies geschieht u.a. durch die nicht- bewertende, achtsame und intensive Beschäftigung mit uns selbst während verschiedener Körper-, Atem- und Meditationsübungen. Dadurch können wir Körper-, Verhaltens- und Gedankenmuster erkennen, die unser Leben beeinflussen, sie reflektieren und gegebenenfalls unser Verhalten ändern, was uns u.a. selbstwirksamer werden lässt. Außerdem gibt Yoga den Übenden eine Reihe von Möglichkeiten an die Hand, berufs- und arbeitsplatzbedingte körperliche Verspannungen und Beschwerden zu reduzieren, indem spezielle, berufsgruppengruppenorientierte Übungen und Bewegungen in Verbindung mit dem Atem durchgeführt werden. Die Variationsvielfalt der Yogaübungen ermöglicht sowohl ein Yogaüben in der Freizeit, als auch am Arbeitsplatz - ganz im Sinne von "Ergodynamik".

In diesem Workshop wird eine kurze theoretische Einführung in das Thema "Yoga" gegeben. Was ist Yoga? Welche Ziel(e) verfolgt Yoga? Wie wirkt es? Welche Aspekte und Inhalte des Yoga lassen sich in den Rückenschulunterricht übertragen?

Da Yoga eine Erfahrungswissenschaft ist, sollen die Teilnehmer/innen anhand einer Übungseinheit selbst praktisch erleben, was Yoga üben bedeuten kann! Wie werden bekannte Rückenschulübungen dabei zu Yogaübungen?

Angelika Fiedler100Workshop 7 - Verhaltensveränderung auf die Sprünge helfenEinführung in die Motivierende Gesprächsführung

Angelika Fiedler
Ginko-Stiftung für Prävention, Mülheim an der Ruhr

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Angelika Fiedler ist Erzieherin, Dipl.-Sozialwissenschaftlerin, seit 1998 Referentin in der ginko-Stiftung für Prävention (Landeskoordination Suchtvorbeugung NRW), MOVE-Entwicklerin (Gesprächsführungsfortbildung auf der Basis der Motivierenden Gesprächsführung [MI] nach W. Miller und St. Rollnick) sowie Gesprächsführungscoach.

Zum Workshop:

Verhaltensveränderung auf die Sprünge helfen - Einführung in die Motivierende Gesprächsführung

Nicht alle Menschen sind in gleicher Weise resilient. Die mit Resilienz Gesegneten bedürfen der Hilfestellung von außen ohnehin in deutlich geringerem Maße als die weniger Widerstandsfähigen. Gerade diese stemmen sich oft gegen Veränderungen, auch wenn sie Verbesserungen versprechen.

Wie kann ich erkennen, wie veränderungsbereit ein Patient ist und was sind die jeweils passenden Interventionen? Bei dem einen (Resilienten) reichen ein paar Hinweise, welche Übung, welche Arbeitsplatzgestaltung hilfreich sein könnte, um die Rückengesundheit zu erhalten oder wieder zu erlangen. Andere Patienten hören sich alles an, "kommen aber nicht in die Puschen". Wieder andere wehren ab und lassen sich gar nicht auf Veränderungen im Alltag ein. Mit Motivierender Gesprächsführung kann ich jeden Patienten in der für ihn/sie passenden Weise ansprechen, auch die weniger oder kaum Resilienten. Wo es bei dem einen nur noch um das "Wie" der Veränderung geht, gilt es, bei dem anderen zunächst ein Problembewusstsein zu wecken. Wie das gehen kann, werden wir im Workshop erarbeiten. Dazu gibt es theoretische Inputs (u. a. das extrem hilfreiche Transtheoretisches Modell [TTM] nach Prochaska - danach ist Verhaltensänderung ein Prozess der über bestimmte Phasen hinweg zu Fortschritten führt), vor allem aber viele Simulationen und Übungen.

Ulrich HerbeckWorkshop 8 - SpiraldynamikBasis für die Bewegungsschulung und das funktionelle Training in der Rückenschule

Ulrich Herbeck
Köln

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Ulrich Herbeck ist Diplom-Sportlehrer mit Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation, für 10 Jahre Leiter eines ambulanten Therapiezentrums in Leverkusen, seit 2001 hauptberufliche Lehrkraft für Physiotherapie und freiberuflicher Dozent. Zudem ist er Spiraldynamik Fachkraft level advanced.

Zum Workshop:

Spiraldynamik - Basis für die Bewegungsschulung und das funktionelle Training in der Rückenschule

Das spiraldynamische Konzept beleuchtet die Gesetzmäßigkeiten koordinierter Bewegung. Die anatomische Form der Knochen, Bänder und Muskeln zeigt das grundlegende Konstruktionsprinzip - die Spirale. Dies bestimmt den koordinierten Gebrauch. Bewegungskoordination lässt sich genau definieren.

Spiraldynamik® ist ein dreidimensionales sowie dynamisch und systematisch anatomisch begründetes Bewegungs- und Therapiekonzept. Sie stellt sozusagen eine Gebrauchsanweisung für den eigenen Körper dar. Durch die Anwendung der Spiraldynamik® wird gesunde Bewegung verständlich und lernbar. Die nachhaltige Entwicklung eines neuen intelligenten Körperbewusstseins kann zur persönlichen Gesundheitsförderung, zur Verletzungsprophylaxe sowie zur Leistungssteigerung führen.

Die Spiraldynamik® wurde von mehreren Experten aus den Gebieten der Medizin, Physiotherapie, Sport, Tanz und Yoga entwickelt. Blickdiagnostische Kriterien führen in der Spiraldynamik® zum treffsicheren Erkennen individueller Stärken und Schwächen der Haltungs- und Bewegungskoordination. Mit Hilfe der Spiraldynamik® wird die Lücke zwischen anatomischem Wissen und praktischer Anwendung geschlossen.

Im Vordergrund des Workshops steht die praktische Arbeit, die Theorie wird knapp und prägnant gehalten. Am Beispiel ausgewählter Übungen für die Füße und die Brustwirbelsäule wird das Grundprinzip der Spiraldynamik aufgezeigt.

Sandra GruenerWorkshop 9 - ErgotrainDas 5 Stufen Programm von Motio

Sandra Grüner
Motio Stuttgart/Würzburg

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Sandra Grüner ist Gesundheitsmanagerin (B.A.) und Sportwissenschaftlerin (M.A.) und seit 3 Jahren für die Firma Motio als Trainerin und Beraterin im Betrieblichen Gesundheitsmanagement tätig. Neben der Organisation und Planung von Gesundheitstagen ist die Durchführung von Gesundheitsmaßnahmen in Unternehmen ein Schwerpunkt ihrer Aufgaben. Sie gibt zudem Kurse und Seminare als Rückenschullehrerin nach KddR und als Entspannungstrainerin.

Zum Workshop:

Ergotrain - das 5 Stufen Programm von Motio

Inhaltlich wird das Ergotrain 5 - Stufen Programm von Motio vorgestellt und anhand von Beispielen aus der Praxis erklärt. Es wird dargestellt, wie die Mitarbeiter direkt in ihrem Arbeitsumfeld angesprochen und erreicht werden und wie mit ihnen konkrete Ziele vereinbart werden. Dabei geht es immer um einen verhältnis- sowie verhaltensbezogenen Ansatz, was die Idee der Ergodynamik am Arbeitsplatz unterstützt. Mit den Teilnehmern werden gemeinsam praktische Übungen zu einem Beispielarbeitsplatz erarbeitet und durchgeführt.

Die Teilnehmer erhalten inhaltliche Informationen zum Ablauf und Umsetzung der 5 Stufen anhand konkreter Beispiele und dürfen dann auch selbst Übungen erarbeiten, welche in der Gesamtgruppe ausprobiert werden. Im Anschluss daran soll auch noch Zeit für den gemeinsamen Austausch im Plenum sein.

Die Idee von Egodynamik wird durch das 5 Stufen Ergotrain Programm im Alltag umgesetzt und gelebt, da hier sowohl der Arbeitsplatz an sich, als auch das Verhalten der Mitarbeiter am Arbeitsplatz betrachtet wird. Ziel ist es immer durch gezielte Übungen, die zum Teil mit den Teilnehmern gemeinsam erarbeitet werden, den Arbeitsalltag dynamischer und bewegter zu gestalten.

Die Workshopteilnehmer erhalten einen detailierten Einblick in die Praxis des Ergotrain Programms und können sich daraus Ideen, Übungen und Anregungen für ihren Arbeitsalltag mitnehmen. Durch den Dialog und die Diskussion am Ende erhalten sie nützliche Informationen und können sich mit Kollegen austauschen.

tdr2016 hallmannWorkshop 10 - So sind Rückenschullehrer erfolgreich:30-minütige Fitnesseinheiten am Arbeitsplatz

Jasmin Hallmann
Rückenschule Hannover

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Jasmin Hallmann ist staatl. gepr. Gymnastiklehrerin und Rückenschullehrerin (BdR/KddR). Sie ist selbstständig tätig als Gymnastik-, Rückenschul- und Zumbalehrerin in der individuellen und betrieblichen Gesundheitsförderung in Firmen, Betrieben und privaten Institutionen. Seit 15 Jahren ist sie Referentin der Rückenschule Hannover.

Zum Workshop:

So sind Rückenschullehrer erfolgreich - 30-minütige Fitnesseinheiten am Arbeitsplatz

Einleitung

Aufgrund der positiven Ergebnisse mit arbeitsplatzbezogenen Bewegungseinheiten in Betrieben seit über zehn Jahren werden in diesem Workshop konkrete Praxistipps für Rückenschullehrer dargestellt. Die Aussagen beruhen auf den langjährigen Erfahrungen der 25 Bewegungsfachkräfte der Rückenschule Hannover.

Die Bewegungsprogramme werden direkt am Arbeitsplatz, das heißt in den einzelnen Büros oder in einer Abteilung des Betriebes, mindestens einmal wöchentlich von einer Bewegungsfachkraft durchgeführt. Nach einem genauen Zeitplan verläuft eine 15 bis 30-minütige Bewegungseinheit. Falls möglich, werden kleine Sportgeräte und Musik eingesetzt. Bei ausreichend großer Mitarbeiterzahl und vorhandenem Interesse können mehrere Einheiten hintereinander angeboten werden.

Übergeordnete Ziele der Fitnesseinheiten

Die Bewegungseinheiten zielen zusätzlich zur Förderung der physiologischen Gesundheitsressourcen, wie etwa Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination, vor allem auch auf die Förderung der psycho-sozialen Gesundheitsressourcen. Selbstverständlich ist es das zentrale Anliegen, mehr Bewegung in den Arbeitsalltag zu bringen. Hierzu zählen die intuitiven, spontanen Haltungswechsel, das dynamische Sitzen, der Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen. Grundsätzlich wird jede Unterbrechung der Bewegungsmonotonie positiv bewertet. Eng verknüpft ist die Steigerung der allgemeinen körperlichen Aktivität am Arbeitsplatz mit der Förderung der Körperwahrnehmung, Entspannung und Stressbewältigungskompetenz. Darüber hinaus geht es bei diesem Ansatz auch um die Förderung der positiven Emotionen und der Stärkung der sozialen Beziehungen unter den Arbeitskollegen.

Symbiose von Ergonomie und Bewegung

Das Bewegungsangebot "Fitnesseinheiten am Arbeitsplatz" ist erfahrungsgemäß sehr gut geeignet, rückenfreundliche Verhaltensweisen in Betrieben zu fördern. Das Konzept zielt auf die individuelle Verhaltensprävention und gleichzeitig auch auf die Verhältnisprävention. Es stellt somit eine ideale Ergänzung zu der Forderung nach ergonomischen, systemischen Arbeitsplatzkonzepten (vgl. Beitrag von Dieter Breithecker). Aus der Symbiose von bewegungsfördernder Ergonomie und der Anleitung von Bewegungsprogrammen durch besonders qualifizierte Rückenschullehrer erwächst ein wirksames Gesundheitsförderungsangebot im Betrieb.

Inhalte des Workshops

  • Praktische Beispiele für Fitnesseinheiten am Arbeitsplatz
  • Methodische und pädagogische Hinweise für Rückenschullehrer
  • Konzeptionelle und organisatorische Aspekte

12.45 Uhr - Mittagspause

13.50 Uhr - 10 Workshops zur Wahl

15.00 Uhr - 10 Workshops zur Wahl

16.00 Uhr - Kaffeepause

16.30 Uhr - 10 Workshops zur Wahl

17.45 Uhr - Abschluss

Resümee und Ausblick im Vortragssaal.

Ende der Veranstaltung ca. um 18.15 Uhr.

 

 

Veranstaltungsort Mitgliederversammlung und Expertenworkshop:
Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg
Werkstättenstraße 16-18
45659 Recklinghausen

Veranstaltungsort Get-together:
Suberg’s bei Boente
Augustinessenstraße 4
45657 Recklinghausen

 

Wir haben für Sie bis 31.Januar 2016 unter dem Stichwort „BdR“ ein begrenztes Übernachtungskontingent reserviert.

BEST WESTERN Parkhotel Engelsburg
Augustinessenstraße 10
45657 Recklinghausen
Tel.: 02361/2010
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.parkhotel-engelsburg.de
90 € EZ / 120 € DZ
inklusive Frühstück, W-Lan, Sauna, 1 Fl. Mineralwasser
Parken 7 €

HOTEL AM QUELLBERG
Holunderweg 3-9
45665 Recklinghausen
Tel. 02361/48050
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.hotel-am-quellberg.de
55 € EZ inklusive Frühstück
Kostenfreie Parkplätze sind vor Ort.


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