Gut für den Nacken: Bildschirm tiefer aufstellen

blog nackenBild: thinkstock.deVBG gibt Tipps zum Aufstellen des PC-Bildschirms

Hamburg. Nackenverspannung ade: Wer auf Dauer gesund am PC arbeiten möchte, sollte seinen Bildschirm so niedrig wie möglich aufstellen. Darauf weist die gesetzliche Unfallversicherung VBG in Hamburg hin. Die häufig geäußerte Empfehlung, die oberste Zeile solle sich in Augenhöhe befinden, ist ein Relikt aus der Zeit als Bildschirme noch spiegelnde Oberflächen besaßen und hat mit Ergonomie wenig zu tun. Diese Bildschirmeinstellung wurde verwendet, da es die einzige Möglichkeit war, Reflexionen auf dem Bildschirm zu vermeiden.

Wer bei der Arbeit überwiegend am Schreibtisch sitzt, kann durch die ergonomische Einrichtung des Arbeitsplatzes gesundheitsschädliche Rückenbelastungen vermeiden. Die Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken" liefert praktische Tipps zur Erhaltung der Rückengesundheit. Mehr Informationen sind unter www.vbg.de/deinruecken zu finden.

Fünf Tipps zur richtigen Einstellung des Bildschirms:
  • Der Abstand der Bildschirmunterkante zur Tischoberfläche sollte so gering wie möglich sein.
  • Für optimales Sehen sollte der Bildschirm so weit nach hinten geneigt sein, dass der Blick senkrecht auf den Bildschirm trifft.
  • Der Abstand der Augen zum Bildschirm sollte mindestens 50 cm betragen.
  • Schrift sollte auf dem Bildschirm ohne Anstrengung gut lesbar sein. Das bedeutet für einen Sehabstand von 50 cm eine Zeichenhöhe für Großbuchstaben von mindestens 3 mm, für einen Sehabstand von 60 cm mindestens 4 mm.
  • Die Helligkeit des Bildschirms ist richtig eingestellt, wenn die dargestellten Informationen gut zu sehen sind, ohne dass der Bildschirm blendet.

Noch mehr Tipps und Tricks für die ergonomische Büroarbeit enthält die Fachinformation „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze – Leitfaden für die Gestaltung" (BGI 650). Sie steht unter www.vbg.de (Suchwort „BGI 650") zum Download bereit.

Die VBG ist eine gesetzliche Unfallversicherung mit rund 34 Millionen Versicherungsverhältnissen in Deutschland. Versicherte der VBG sind Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, freiwillig versicherte Unternehmerinnen und Unternehmer, bürgerschaftlich Engagierte und viele mehr. Zur VBG zählen über eine Million Unternehmen aus mehr als 100 Branchen – vom Architekturbüro bis zum Zeitarbeitsunternehmen.

Weitere Informationen: www.vbg.de


COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

Dabei stehen ist alles!

peb-LogoDie FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien steht vor der Tür. Mit ein paar Tricks lässt es sich verhindern, dabei zum Couch Potato zu werden.

Berlin, 11. Juni 2014 – Morgen startet die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Sicherlich werden wieder Groß und Klein im Fußballfieber sein und die Spiele im TV verfolgen. Egal, ob im Stadion, beim Public Viewing, auf der Fanmeile oder Zuhause mit der Familie. Es muss nicht immer im Sitzen sein: Denn stehend jubelt es sich besser! Um sich in den nächsten vier Wochen nicht in ein Couch Potato zu verwandeln, braucht man nur ein paar Kleinigkeiten zu berücksichtigen.

Wer sitzt, steht auf – mindestens bei jedem Tor!
Wer die Spiele auf dem Sofa verfolgen will, sollte an regelmäßige Sitzunterbrechungen denken! Einfach alle 20 Minuten aufstehen, z.B. bei jedem Tor (besser nimmt man noch Eckbälle und Freistöße hinzu) und sich in der Halbzeit ein wenig bewegen. Dann tut man bereits etwas gegen den WM-typischen Sitzenden Lebensstil. Besser noch – man schaut einfach im Stehen oder bleibt auf andere Art in Bewegung. Wer mehr dazu wissen will, kann sich unter dem Stichwort Sitzender Lebensstil auf www.pebonline.de informieren oder kann hier gleich den Sitz-Check machen.

Sportliche Knabbereien vor dem Fernseher
Für viele Menschen gehören Grillen und Bier oder andere kleine Snacks einfach dazu. Mit ein bisschen Vorbereitung schafft man pünktlich zum Anstoß auch den passenden kulinarischen Rahmen: Neben dem klassischen Grillgut gibt es auch jede Menge Alternativen und Ergänzungen wie Grillgemüse oder frischen Gartensalat. Wer Lust hat, kann auch seine Gäste mit selbstgemixten Früchtecocktails aus tropische Früchten wie Ananas, Banane oder Melone oder Kokosnuss überraschen und seiner Familie oder seinen Gästen das Gefühl geben, direkt in Brasilien dabei zu sein.

Dabei stehen ist alles!
Und jeder kann mitmachen! Wer seine Bilder vom bewegten „Privat Viewing" und leckeren Snackideen an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. schickt, wird mit ein bisschen Glück unter www.blogmitpeb.de veröffentlicht und erhält als kleines Dankeschön für die Familie eine DVD von Peb & Pebber.

Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
peb ist ein Zusammenschluss von Vertretern aus öffentlicher Hand, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Über 100 Mitglieder setzen sich bei peb aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein. Weitere Infos unter: www.pebonline.de und www.blogmitpeb.de

Quelle: peb-Themendienst

COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

Kiddy evolution pro2 erreicht "Sehr gut" beim Frontalaufprall

blog kiddy evolution260Bild: kiddyAuch in diesem Jahr haben Stiftung Warentest, ADAC und ÖAMTC zahlreiche Kindersitze auf Herz und Nieren geprüft. Die Babyschale „kiddy evolution pro2" (Anmerkung AGR - ausgezeichnet mit dem AGR-Gütesiegel) erreichte dabei das Ergebnis „Gut" (Note 1,9), sowohl mit Isofix-Basis als auch in der gegurteten Version. Der Touring Club Schweiz bewertete den evolution pro2 mit vier von fünf Sternen und dem Gesamturteil „sehr empfehlenswert".

In der Einzelbewertung gab es dabei ein „Sehr gut" für die Unfallsicherheit im Frontalaufprall, mit 45,1% die deutlich häufigste Unfallart mit Kindern im Auto (Quelle: Studie der Verkehrsunfallforschung der TU Dresden, Stand Juli 2013).

Die Stiftung Warentest lobte darüber hinaus den guten Gurtverlauf, das einfache Anschnallen des Kindes und den einfachen Einbau. „Der Kindersitz steht stabil im Fahrzeug. Sitzeinbau sehr einfach und schnell. Gute Sicht für das Kind nach außen", so das Urteil der Verbraucherschützer.

Aus der Reihe der insgesamt 16 getesteten Babyschalen hebt sich der „kiddy evolution pro2" jedoch durch eine ganz besondere Produkteigenschaft ab: Dank KLF-Technology verfügt die Babyschale von kiddy über eine besonders flache, ergonomisch wertvolle Liegefunktion. Denn sowohl Hebammen als auch Kinderärzte raten: Eltern sollten ihr Kleinkind nicht zu lange in einer Babyschale transportieren. Die gekrümmte Haltung stellt eine starke Belastung für die noch weichen Knochen und die Wirbelsäule. Die angewinkelten Beine können auf Magen und Lunge drücken, die Atmung wird erschwert. „Diese gekrümmte Sitzhaltung kann im Einzelfall lebensbedrohlich sein", sagte Dr. Jörg Schriever, Beauftragter für Kinderunfälle vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in der ÖKO-Test-Ausgabe „Spezial Baby 2014".

Ein Komfort-Lattenrost im Inneren der Babyschale „evolution pro2" sorgt für maximale Körperstützung und Atmungsaktivität. Dank dieses besonders flachen Liegewinkels kann das Kind bei Verwendung der Babyschale außerhalb des Autos gesund und entspannt durchschlafen. Eine unabhängige Prüfkommission mit Experten aus Medizin und Wissenschaft hat diesen ergonomisch wertvollen Vorteil für das Kleinkind geprüft und bestätigt. Und dem „kiddy evolution pro2" bereits das AGR-Gütesiegel (Aktion Gesunder Rücken e.V.) verliehen.

Mit diesem Testergebnis zeigt kiddy erneut, dass Sicherheit und technische Innovation bei dem Familienunternehmen aus Hof an erster Stelle stehen. Seit jeher setzen Autokindersitze von kiddy Maßstäbe in puncto mobiler Sicherheit mit dem Kind und werden dafür regelmäßig mit Bestnoten belohnt. So zum Beispiel im Frühjahrstest 2013: Der Kindersitz „kiddy phoenixfix pro 2" wurde vom ADAC mit der nur selten vergebenen Bestnote „Sehr gut" ausgezeichnet. Mit dem ADAC‐Urteil 1,4 erreicht der „phoenixfix pro 2" die beste Bewertung aller Kindersitze im Test.

Jährlich kommen in Deutschland rund 680.000 Kinder zur Welt. Die meisten davon im Krankenhaus. Deshalb steht schon nach wenigen Tagen die erste Autofahrt für das Neugeborene an. Mütter und Väter sind plötzlich mit einer Vielzahl an neuen Aufgaben konfrontiert, unter anderem die optimale Sicherung des Babys im Auto.

Nicht oder unzureichend gesicherte Säuglinge und Kinder sind im Falle eines Unfalles in ernsthafter Lebensgefahr. Schon eine Notbremsung kann zu schlimmen Verletzungen führen. Kleinkinder sind hier besonderen Gefahren ausgesetzt: Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h entspricht der Aufprall einem Sturz aus dem 3. Stock. Bei einem frontalen Aufprall mit dieser Geschwindigkeit wiegt das Kind das Zwanzigfache seines eigenen Körpergewichtes und kann nicht festgehalten werden, wenn es sich nur im Arm seiner Eltern befindet.

Der korrekte Einbau der Babyschale im Fahrzeug ist entscheidend für die Sicherheit. Allgemein gilt: Die Babyschale muss rückwärtsgerichtet eingebaut und mit dem Dreipunktgurt des Fahrzeug gesichert werden. Je weniger Spielraum – umso sicherer. Die Gurte mit denen das Baby in der Schale befestigt wird, müssen straff angezogen werden. Die Höhe der Schultergurte muss sorgfältig auf die Größe des Kindes eingestellt und regelmäßig angepasst werden.

Quelle Text: Pressemitteilung Kiddy

Siggi mit Wirbels png130

AGR-Tipp:

Lesen Sie HIER worauf es bei einer rückengerechten Babyschale bzw. einem Autokindersitz für Kind und Erwachsene ankommt.






COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

Schmerzmedizinische Versorgung stärken!

blog dgss logo kopieBeschluss des 117. Ärztetages setzt wichtige Signale für die weitere Ausgestaltung der Schmerzmedizin in Deutschland

Berlin, 3. Juni 2014. Die Deutsche Schmerzgesellschaft begrüßt den Beschluss des 117. Deutschen Ärztetags zur Verbesserung der schmerzmedizinischen Versorgung. In einem Entschließungsantrag (Download Beschluss Deutscher Ärztetag Top IV Schmerz) hat der 117. Deutsche Ärztetag festgestellt, dass derzeit für viele Patienten kein niedrigschwelliger Zugang zu den erforderlichen schmerzmedizinischen Versorgungsebenen existiert und dies dringend verbessert werden muss.
Zu den Entschließungsanträgen des Ärztetages gehört einerseits die Verbesserung der Akutschmerztherapie in den Krankenhäusern, aber auch die Ausgestaltung und Koordination der ambulanten strukturierten Versorgung chronischer Schmerzen, die Sicherstellung der Erreichbarkeit von qualifizierten Schmerztherapeuten u.a. durch eine Neuausrichtung der Bedarfsplanung sowie die Stärkung der Aus-/Fort- und Weiterbildung. Als besonders wichtiger Punkt der Entschließungen muss die konsequente Berücksichtigung schmerztherapeutischer Einrichtungen in der Bedarfsplanung der vertragsärztlichen Versorgung betrachtet werden. Die Deutsche Schmerzgesellschaft fordert daher, die gesetzlichen Grundlagen der vertragsärztlichen Bedarfsplanung und ihre Ausgestaltung in der Bedarfsplanungsrichtlinie zu reformieren, um zukünftig im Hinblick auf eine bessere und nachhaltigere Versorgung von Schmerzpatienten die notwendigen Sicherheiten zu schaffen.

Ganz in diesem Sinne hat zeitgleich auch der Marburger Bund in seiner 125. Hauptversammlung am 24.5.2014 im Beschluss Nr. 10 festgehalten, dass trotz deutlicher Ausweitung der Behandlungskapazitäten für Patienten mit chronischen Schmerzen immer noch Lücken in der Versorgung sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor bestehen. Die Hauptversammlung des Marburger Bundes fordert daher den Gemeinsamen Bundesausschuss auf, die Versorgungslücken in der sektorenübergreifenden schmerztherapeutischen Versorgung zu schließen und eine Integration der bestehenden Einzelmaßnahmen in multimodale interdisziplinäre Therapiekonzepte zu fördern.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft sieht die aktuelle Entwicklung und das dezidierte Bekenntnis zur Notwendigkeit der Verbesserung der schmerzmedizinischen Versorgung sowohl vom Deutschen Ärztetag als auch der Hauptversammlung des Marburger Bundes als echte Chance an. „Der Zugang zu einer wirksamen, oftmals professionsübergreifenden Schmerztherapie ist ein Menschenrecht und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", so Prof. Dr. Dr. Thomas R. Tölle. Alle Akteure des Gesundheitswesens und der Politik müssen verstärkt zusammenarbeiten, um bestmögliche und frühzeitige Schmerzlinderung zu gewährleisten", fordert der Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, der mit rund 3.400 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Fachgesellschaft in Europa im Bereich der Schmerzmedizin.

Einzelschritte, wie etwa die aktuelle Diskussion über strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Kranke zur Behandlung von Rückenschmerzen stimmen hoffnungsvoll, müssen aber an einem nötigen nationalen Gesundheitsziel „Schmerzen vermindern" gemessen werden. Diesbezüglich erneuert die Deutsche Schmerzgesellschaft ihre Forderung , die vielfältigen Einzelmaßnahmen offiziell seitens der Gesundheitspolitik in einem umfassenderen Nationalen Aktionsplan gegen den Schmerz zu bündeln und diesbezüglich beispielsweise auch auf Fachebene des Bundes und der Länder eine spezifische Arbeitsgruppe einzurichten.

Ebenfalls mit dem Ziel einer Gemeinschaftsaktion führt die Deutsche Schmerzgesellschaft in Kooperation mit anderen Verbänden und Fachgesellschaften das 1. Nationale Schmerzforums am 17. September 2014 in Berlin durch. Zusammen mit dem Aktionstag gegen den Schmerz am 3. Juni 2014 sollen so bei Patienten, Behandlern und politischen Meinungsbildern mehr Bewusstsein geschaffen und alle Kräfte für eine Verbesserung der Situation und Versorgung der Schmerzpatienten mobilisiert werden.

Weitere Informationen zum Themenfeld entnehmen Sie bitte der Homepage der Deutschen Schmerzgesellschaft www.dgss.org. Lesen Sie gerne auch die Antwort der Bundesregierung vom Herbst 2013 (BT-Drucksache 17/14631) auf die kleine Anfrage zum Thema „Versorgungslage chronisch schmerzkranker Menschen" und bezüglich der Defizite der Akutschmerzversorgung in Krankenhäusern den offiziellen HAT-Bericht 126 des DIMDI im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums. Den Beschluss des 117. Deutschen Ärztetags finden Sie über diesen Link.

Quelle Text: Pressemitteilung Deutsche Schmerzgesellschaft


COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

Preis für mehr Rückengesundheit bei Jugend forscht

blog jugendforscht260Unfallversicherung zeichnet Schüler bei Jugend forscht aus. Bild: Stiftung Jugend forscht e. V. Auch gesetzliche Unfallversicherung zeichnet Schüler für ihre Erfindung aus

DGUV 04.06.2014 Mit Ihrem Forschungsprojekt werden die Schüler Christoph Linz und Christoph Lieberth in Zukunft vielen Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft den Arbeitsalltag erleichtern. Darüber hinaus leisten sie mit ihrer neuen Hilfe für die Ankupplung von Anhängern einen effektiven Beitrag zur Vorbeugung von Rückenerkrankungen. Die beiden Schüler werden für ihre Entwicklung von Jugend forscht mit dem dritten Preis im Bereich Arbeitswelt und von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mit dem Preis für Prävention und Rehabilitation ausgezeichnet.

Linz und Lieberths Neuerung betrifft eine in der Land- und Forstwirtschaft täglich ausgeführte Tätigkeit: Möchten Beschäftigte einen Anhänger an ihre Zugmaschine ankuppeln, stellen sie oft zu spät fest, dass die Höhe der Kupplung nicht passend eingestellt ist – nämlich dann, wenn der Anhänger bereits direkt am Traktor steht. Die Folge: Sie können die mehr als 30 Kilo wiegende Kupplung ("Zugmaul") nur noch sehr schwer erreichen und müssen sich stark verrenken, um sie zu verstellen. Die beiden Nachwuchsforscher entwickelten eine spezielle Vorrichtung, die diese Justierung per Handrad oder Hydraulik ermöglicht. Alle Zugmaschinen können damit nachgerüstet werden, bei den Herstellerbetrieben stieß die Entwicklung bereits auf großes Interesse.

Die gesetzliche Unfallversicherung hat diese Arbeit ausgezeichnet, weil sie Beschäftigten in der Forst- und Landwirtschaft ein einfaches Hilfsmittel zur Verfügung stellt, um Rückenbeschwerden vorzubeugen. Dies ist ganz im Sinne der noch bis Ende 2015 laufenden Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken". Darin arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen bei der Arbeit zu verringern.

Weiter Informationen unter: www.jugend-forscht.de

Quelle Text: Pressemitteilung Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)


COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

Bilder vom Ergotherapie-Kongress in Erfurt

blog ergokongressNeu in der Galerie: Bilder vom Ergotherapie-Kongress in Erfurt! Der Deutsche Verband der Ergotherapeuten blickt auf einen erfolgreichen Kongress mit zahlreichen Teilnehmern zurück. Dieses Jahr stand neben Vorträgen und Workshops das 60jährige Bestehen des DVE im Mittelpunkt.
Als Aussteller vor Ort boten wir von der AGR viele Informationen rund um das AGR-Gütesiegel, den AGR-Fernlehrgang und unsere Arbeit im Allgemeinen. Neben konstruktiven Gesprächen und der Präsentation einer kleinen Auswahl zertifizierter Produkte wie beispielweise Artikel von Togu und Flexi-Sports, bellicon Minitrampolin, dem 3dee von aeris oder Produkten von Airex kam bei den Besuchern besonders gut unser Angebot der bewegten Pause an. Magnus Liepins aktivierte mit dem Flexi-Bar und dem Togu Jumper während der Vortragspausen die Teilnehmer und sorgte für eine Menge Spaß!

Hier geht es zur Galerie!
COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

Große Last für kleine Patienten: Immer mehr Kinder leiden unter Rückenschmerzen

blog kinderpmKinder brauchen Bewegung - weil Stillsitzen krank macht. Bild: AGR/aerisDass Rückengesundheit schon bei Kindern und Jugendlichen ein wichtiges Thema ist, lässt sich beim Blick in die Wartezimmer von Orthopäden erahnen: Hier findet man unter den Patienten gehäuft auch immer mehr junge Menschen, was daran liegt, dass viele Heranwachsende schon unter Rückenschmerzen leiden. Wir haben mit Dr. Dieter Breithecker, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung (BAG) e. V., über Hintergründe und Präventionsmöglichkeiten gesprochen.


Aber warum leiden schon so viele Kinder an Rückenschmerzen?
Dr. Breithecker: Das hat multifaktorielle Gründe. Die gegenwärtigen Forschungsergebnisse zeigen, dass bei Kindern und Jugendlichen ein komplexes Zusammenspiel von körperlichen, psychologischen und sozialen Faktoren das  Rückenschmerzgeschehen bestimmt. Man muss auch immer wieder hervorheben, dass Kinder Heranwachsende sind. Das heißt, ihr Körper durchläuft wichtige und vor allem kritische biologische Reifungsprozesse. Dadurch weisen sie eine geringere Belastungsverträglichkeit auf, was aber nicht heißt, dass sie grundsätzlich geschont werden müssen. Aber: Einseitige Belastungen, Fehlbelastungen wie stundenlanges Sitzen auf schlechten und schlecht angepassten Schulmöbeln, Haltungsschwächen infolge einer mangelhaft ausgebildeten Muskulatur bzw. mangelhaften Körperwahrnehmung und zunehmende psychische Belastungen sind schlechte Garanten für eine gesunde Entwicklung des Rückens.

blog breitheckerDr. Dieter Breithecker, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung (BAG) e. V.Inwiefern spielt die moderne Entwicklung der Gesellschaft eine Rolle?
Dr. Breithecker: Der Mensch steht immer in einem Wechselbezug zu seiner Umwelt. Diese verlangt uns heute im Gegensatz zu früher immer weniger körperliche Aktivität ab. Die Sekundärmobilität wie z. B. durch Autos und Rolltreppen löst
die Primärmobilität, also das Fahrradfahren oder zu Fuß gehen, immer mehr ab. Kinder gehen heutzutage selten noch zu Fuß zur Schule. Ihre Umwelt und Lebenserfahrungen sammeln sie heute mehr und mehr sitzend aus zweiter Hand (über Fernseher, Computer etc.). Klassische und durch die Vielfalt einer natürlichen Umwelt ermöglichte Bewegungsherausforderungen wie beispielsweise auf Bäume klettern, bleiben Kindern weitestgehend verschlossen. An diese Stelle treten immer mehr durchorganisierte und eingeschränkte Bewegungsangebote in Vereinen, auf Schulhöfen und Spielplätzen. Diese erreichen Kinder nicht in ihrem spielerischen Erkundungsbedürfnis, sind meistens übergesichert und damit
wenig herausfordernd und langweilig. Die Folge: Kinder verbringen täglich im Schnitt neun Stunden sitzend und bewegen sich nur rund eine Stunde. Damit fehlen ihnen wichtige Impulse für die körperliche, geistige und psychische Entwicklung.

Viel Bewegung im Kindesalter ist also wichtig für einen gesunden Rücken. Aber muss es denn immer gleich Sport sein?
Dr. Breithecker: Viel Bewegung – und das bedeutet ca. drei Stunden täglich - ist elementar für die Entwicklung von Körper, Geist und Psyche und damit auch für den Rücken. Die Betonung liegt hier zuerst einmal auf Bewegung nicht auf Sport. Je jünger Kinder sind, umso mehr steht die spielerische und selbstorganisierte Bewegung im Vordergrund. Das heißt, dass insbesondere im Vor- und Grundschulalter die Vielseitigkeit vor der Spezialisierung stehen sollte. Gerade
komplexe körperliche Aktivitäten wie Klettern, Balancieren, Hangeln, Springen, Rennen, Fahrrad fahren und mit Bällen spielen, geben wichtige Entwicklungsimpulse für alle biologischen Funktionen. Sportliches Interesse und Handeln kann mit zunehmendem Grundschulalter parallel dazu Berücksichtigung finden.
Und da die Kinder in ihrer Freizeit heute mehr Zeit vor Fernseher, Computer und Co. sitzend verbringen, sollte dies möglichst auf kindgerechtem Mobiliar erfolgen.

blog kindermoiziWas bedeutet denn „kindgerechtes Mobiliar"? Und warum ist besonders das lange Sitzen in der Schule und zu Hause so schädlich?
Dr. Breithecker: Langes Sitzen ist für alle Generationen eine sehr unnatürliche Verhaltensweise. Das gilt insbesondere für Kinder, da gerade sie im Zuge ihrer Reifungsprozesse viele Entwicklungsreize in Form von vielseitiger Bewegung benötigen. Und diese Bewegungsreize fordert ein gesundes Kind auch permanent ein. Ein Grund, warum Kinder selten still sitzen können und auf dem Stuhl beginnen unruhig hin und her zu rutschen oder zu kippeln. Das ist eine natürliche und gesunde „Strategie" des heranwachsenden Organismus, sich gegen diese ungesunden Bedingungen zur Wehr zu setzen. Langes Sitzen und vor allem Stillsitzen bedeutet dagegen „Stress" für Rücken, Geist und Seele. Kinder im Grundschulalter können maximal fünf Minuten still sitzen. Sie benötigen einen Stuhl, der ihre gesunde Bewegungsunruhe aufnimmt und nicht blockiert und sie sollten häufiger an einem Stehpult arbeiten.

Welche Anforderungen stellen Sie an einen idealen ergonomischen Arbeitsplatz für Kinder? Was zeichnet Ihrer Meinung nach gute Tische und Stühle aus?
Dr. Breithecker: Wenn Kinder über einen längeren Zeitraum sitzen müssen, dann sollten sie als allererstes einen Stuhl und einen Tisch haben, der sich ihren konstanten, wachstumsbedingten Körperproportionsveränderungen
stufenlos anpassen lässt. Darüber hinaus brauchen sie einen Stuhl mit einer dreidimensional beweglichen Sitzfläche. Diese nimmt die gesunde Bewegungsunruhe auf, anstatt sie zu blockieren. Dadurch wird auch während des Sitzens eine
natürliche und intuitive Selbstorganisation von Sitzvariationen ermöglicht, die wir heute als dynamisches Sitzen bezeichnen. Darüber hinaus sollte häufig das Sitzen unterbrochen werden und z. B. an einem Stehpult weiter gelernt werden.
Die Aktion Gesunder Rücken zeichnet besonders rückenfreundliche (Schreibtisch-) Stühle und Tische mit dem AGR-Gütesiegel aus. Zertifizierte Produkte gibt es beispielsweise von den Firmen aeris, moll, MOIZI und VS-Möbel. Weitere Informationen gibt es auf der AGR-Homepage unter www.agr-ev.de/produkte/guetesiegel in der Kategorie „Aktion Gesunder Kinderrücken".

Abschließende Frage: Was tun Sie selbst für einen gesunden Rücken?
Dr. Breithecker: Grundsätzlich keine spezielle Rückengymnastik. Ich versuche so viel Bewegung wie möglich in meinen Alltag zu integrieren. Mein Bürostuhl und meine Freizeitstühle haben eine dreidimensional bewegliche Sitzfläche,
mein Arbeitstisch kann ich zum Stehpult verändern, was ich auch regelmäßig nutze. Das Telefonieren erledige ich im Stehen oder laufe währenddessen hin und her. Ich ziehe grundsätzlich die Treppe Aufzügen und Rolltreppen vor. Darüber hinaus gilt für mich das bekannte Lebensmotto „Der Weg ist das Ziel!" und ich versuche so viele Schritte wie möglich in meinen Alltag zu integrieren, ohne mich an der Maxime von 10.000 Schritten pro Tag zu orientieren. Ab und zu führt mich
dann auch mal der Weg ins Fitnessstudio, aber nur, wenn es draußen kalt und regnerisch ist.


Weiterführende Informationen zu rückengerechten Kinderprodukten mit dem AGR-Gütesiegel und einem Verzeichnis geschulter und zertifizierter Fachgeschäfte sind auf Anforderung als Infopaket mit dem „Ergonomie-Ratgeber" und dem Ratgeber „AGRMAGAZIN" zum Preis von 12,95 Euro bei der AGR (Tel. 04284/926 99 90 oder www.agr-ev.de/patientenmedien) erhältlich.


Siggi daumen hoch links180Kindern den Rücken stärken: Aktion Gesunder Kinderrücken
Die Initiative „Aktion Gesunder Kinderrücken" der AGR und BAG fördert die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und erweitert das Bewusstsein von Eltern, Lehrern und Kindern für ein rückengerechtes Umfeld sowie ausreichend Bewegung. Neben den bereits erwähnten Sitzmöbeln und Schreibtischen werden auch andere rückengerechte Kinderprodukte ausgezeichnet wie z.B. Autokindersitze. Bei langen Autofahrten schmerzt nicht nur bei Erwachsenen irgendwann das Kreuz, auch der
COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS


Information
           |