FIGHTING BACKACHE
TOGETHER

slider default

Neu: AGR TV - Wir stärken Ihnen den Rücken

Jetzt den YouTube Kanal von Aktion Gesunder Rücken e. V. abonnieren

Aktion Gesunder Rücken startet mit AGR TV eine neue Serie. Jede Folge bietet Ihnen Informationen und Tipps für Ihre Rückengesundheit. In den ersten Teilen begrüßen wir regelmäßig Spezialisten zum rückengerechten Umfeld.

Sie möchten keine Folge verpassen? Dann abonnieren Sie jetzt unseren YouTube Kanal.

 

Im ersten Video stellen wir Ihnen das Übungs- und Trainingskonzept Valedo vor. Valedo verspricht effektives Rückentraining mit Spaßfaktor.



Rund 80 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen. Selten liegen ernsthafte Erkrankungen vor. Deshalb können Betroffene sehr viel selbst tun, damit die Beschwerden bald wieder verschwinden.

Das Valedo Therapiekonzept ist eine intelligente Lösung, die Patienten durch gezieltes Erlernen von Bewegungen und einer gesteigerten Motivation zum Erreichen ihrer Trainingsziele unterstützt. Der ValedoShape, ValedoMotion und Valedo sind aufeinander abgestimmte Produkte für die Rückengesundheit und bieten ein übergreifendes Konzept von der Wirbelsäulenbefundung über die Rückentherapie in der Klinik bis hin zur mobilen Lösung zu Hause.

Das Hauptproblem beim herkömmlichen Rückentraining ist oft: Vielen Menschen fehlt die Motivation, den meist eintönigen und anstrengenden Übungen im Alltag konsequent nachzugehen. Für die Entwickler stand fest: Die Rückenübungen mussten mit einem spielerischen Aspekt verknüpft werden, um das Gefühl einer lästigen Pflichterfüllung zu vermeiden und stattdessen die Motivation und Freude am Training zu wecken. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist Valedo!

Da regelmäßiges Training und Bewegungsbewusstsein die wichtigsten Ziele, aber auch gleichzeitig die größte Herausforderung für einen Rückschmerzpatienten darstellen, ist das gesamtheitliche Valedo Therapiekonzept eine ganz neue Herangehensweise mit großem Potenzial. Das Wiedererlernen von korrekten Bewegungsabläufen und Schulung des Bewusstseins für den eigenen Körper macht nicht nur die Rückentherapie zum Erfolg, sondern schafft auch eine Brücke zur richtigen Bewegung im Alltag.

Die innovativen Lösungen kommen in der Rehabilitation von Patienten mit neurologisch bedingten Bewegungsstörungen sowie bei der Therapie von Rückenschmerzen sowohl in der Klinik als auch zu Hause zum Einsatz. Alle Valedo-Produkte werden in enger Zusammenarbeit mit namhaften Rehabilitationskliniken und Forschungszentren entwickelt und tragen seit 2014 das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V.

Weitere Infos unter: www.agr-ev.de/rueckentherapiegeraete und www.valedotherapy.com

COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

Gesundheitspolitische Traumtänzer

dgvp BIG180Bürger Initiative Gesundheit e.V. - Berlin / Augsburg, 02.04.2015
Vier Meldungen springen in der vorösterlichen Zeit ins Auge, die sich in ihrer Kernaussage kontroverser nicht gegenüber stehen könnten:

Zum einen die Aussagen der Ökonomen beim "Gesundheitskongress des Westens 2015": Durch die Aufgabe von 210 Kliniken könne man jährlich fast 600 Mio. Euro sparen. Zum anderen die bereits sattsam bekannten Forderungen des GKV-Spitzenverbandes, hier in seinem Geschäftsbericht 2014: "Qualität - Verbessern, sichern, veröffentlichen".

Demgegenüber zwei Berichte über dramatische Betten-Situationen an der Medizinischen Hochschule Hannover ("Niedersachsens größter Klinik droht der Infarkt", NDR) und des Klinikums Plauen ("Helios-Klinikum Plauen platzt aus allen Nähten", Freie Presse), Situationen wie sie derzeit in vielen großen Kliniken bundesweit an der Tagesordnung sind.



Die letztgenannten Reporte lassen erahnen, wie sich für die Bürger/Versicherten/ Patienten die Situation an bundesdeutschen Krankenhäusern entwickeln dürfte, wenn die Weisheiten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsförderung (RWI) umgesetzt würden. Nach Stilllegung von 210 Kliniken bundesweit müssen die ja weiterhin existierenden kranken Menschen auf die verbliebenen Krankenhäuser verteilt werden, also auf Häuser, die bereits heute bei einer eher unspektakulären Grippewelle ganz schnell an die Grenzen ihrer Kapazitäten gelangen.
Was macht es da schon, wenn Zweibett-Zimmer mit drei Patienten belegt werden oder die weiteren Kranken dann notgedrungen auf dem Flur stehen: Hauptsache Billig! Hauptsache Sparen! Das Statement des RWI gipfelt dann in dem Vorschlag, die durch die angedachte Schließung der Kliniken anfallenden weiten Transportwege durch einen Ausbau des Hubschrauber-Netzes zu kompensieren. Patienten als Stückgut, so kann man "Wirtschaftsförderung" auch verstehen.

Dass der GKV-Spitzenverband in dem 112 Seiten umfassenden Geschäftsbericht 2014 bei seinen fast schon gebetsmühlenartigen Forderungen nach Qualität natürlich nicht die Versorgung der Patienten in überfüllten Kliniken im Auge hat, versteht sich von selbst. Auch er möchte die Zahl der Klinikbetten drastisch reduzieren und die Vergütungen möglichst noch von Heilerfolgen abhängig machen. Was bei derartigen Forderungen in der Öffentlichkeit leider nicht realisiert wird, ist zum einen die Tatsache, dass bereits heute an der großen Mehrzahl bundesdeutscher Krankenhäuser eine hervorragende Behandlungsqualität die Regel ist. Dies ist insbesondere auch im Vergleich mit vielen europäischen Ländern so. Zum anderen wird aber ein weiterer Abbau von Klinikbetten zu einer nochmals ansteigenden Arbeitsverdichtung in den verbliebenen Häusern führen, eine höchst bedenkliche Situation, die mit den Forderungen der Kassen nach "mehr Qualität" schon aus Kapazitätsgründen nicht zu vereinbaren ist.

Die Bürger Initiative Gesundheit e.V. hat sich zu diesen Thematiken gerade in jüngster Vergangenheit mehrfach besorgt geäußert: Die Interessen der Bürger/Versicherten/ Patienten, die von manchen "Playern" im Gesundheitswesen immer vorgeschoben werden, bleiben ganz klar bei den Vorschlägen des RWI und des GKV-Spitzenverbandes auf der Strecke. Deren abstrusen Sparplänen wird sowohl eine wohnortnahe Patientenversorgung geopfert, als auch ein systematisches Burn-out aller Beschäftigten im Gesundheitswesen billigend in Kauf genommen.

Die Bürger Initiative Gesundheit e.V. stellt fest:

Es wird Zeit, dass sich die mündigen Bürger und die Gesundheitsberufe zusammenfinden, um dem höchst gefährlichen Einfluss der Ökonomen im Gesundheitswesen und dem nicht minder gefährlichen Lobbyismus der Krankenkassen Einhalt zu gebieten. Weder ein Ökonom noch ein Kassenvertreter hat je einen Patienten von seinen Leiden kuriert, die Beschäftigten im ambulanten und stationären Gesundheitssektor aber millionenfach! Die Präferenzen sind ganz klar erkennbar, Handeln ist angesagt!

Dr. med. Helmut Müller
Vorstandsmitglied
Bürger Initiative Gesundheit e.V.


Quelle: Bürger Initiative Gesundheit e.V.

COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

Gartenarbeit ohne Rückenschmerzen

PM Garten rasen 260Bild: AGR/BoschDie besten Tipps für Hobbygärtner

Die ersten warmen Tage im Frühling sind für Gartenfreunde die beste Gelegenheit, den eigenen Garten nach der Winterpause fit für den Sommer zu machen. Der Rasen will gemäht und getrimmt, die Hecke gestutzt, die Beete wollen geharkt und Blumen neu gepflanzt werden. Nicht selten folgt am Morgen nach einem Tag ausgiebiger Gartenarbeit jedoch das böse Erwachen, wenn sich die Folgen der ungewohnten Bewegungen schmerzhaft bemerkbar machen. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. erklärt, worauf man achten muss, damit Gartenarbeit nicht zu Rückenschmerzen führt.



Gartenarbeit ist für viele Hobbygärtner weit mehr als das Mittel zum Zweck. Es ist nicht nur die Vorfreude auf einen gepflegten Garten, die zum Gärtnern motiviert, sondern darüber hinaus auch die perfekte Gelegenheit, draußen aktiv zu sein und Sonne zu tanken. Außerdem bedeutet Gartenarbeit für viele einen willkommenen Ausgleich vom (beruflichen) Alltag. Doch sie hat auch ihre Schattenseiten: Meist will man am ersten Gartentag zu viel auf einmal erreichen, innerhalb weniger Stunden den im Winter vernachlässigten Rasen, die Beete und Hecke pflegen und überfordert sich damit. Denn die Bewegungen beim Mähen, Trimmen, Harken oder Schneiden sind alles andere als alltäglich und können zur Belastung für Rücken, Muskeln und Gelenke werden. Um zu verhindern, dass die Gartenarbeit eine schmerzhafte Erfahrung wird, hilft eine Kombination aus rückenschonendem Verhalten und dem richtigen Equipment.

Drei goldene Ratschläge für Hobbygärtner

  1. Heben und tragen Sie nicht zu schwer. Wenn möglich, verteilen Sie das Gewicht – nehmen Sie lieber zwei kleine Säcke Erde als einen großen und verwenden Sie, wenn möglich, Hilfsmittel (etwa eine Schubkarre).
  2. Bücken Sie sich nicht bzw. nicht ständig. Gehen Sie besser in die Knie, wenn Sie etwas aufheben möchten und tragen Sie schwere Gegenstände nah am Körper – Ihr Rücken wird es Ihnen danken.
  3. Achten Sie bei allen Arbeiten darauf, dass der Rücken überwiegend gerade bleibt. Die gekrümmte Haltung der Wirbelsäule und zu schwere Lasten sind nämlich häufig der Grund für Rückenschmerzen am nächsten Tag.

 

Die richtige Ausrüstung – darauf kommt es an
Egal ob Mähen, Trimmen oder Heckenschneiden: Das Equipment ist der Schlüssel zu schmerzfreier Gartenarbeit. Hier gilt es, einige wichtige Aspekte zu beachten, die ein durchschnittliches Gartengerät von einem hochwertigen und rückengerechten Gartengerät unterscheiden. Das wichtigste Kriterium: Das Gerät muss sich dem Nutzer, seiner Körpergröße und seiner Arbeitsweise anpassen – und nicht umgekehrt.

Rasenmäher
Der häufigste Fehler beim Rasenmähen ist eine nach vorne gekrümmte Haltung. Rückenschmerzen sind dabei vorprogrammiert – selbst dann, wenn der Rasen gar nicht so großflächig ist. Außerdem machen starre Griffe und schwergängiges Manövrieren das Rasenmähen oft zur Belastung für den Rücken. Um dies zu vermeiden, muss ein rückengerechter, von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. zertifizierter Rasenmäher unter anderem die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Die Holme müssen in der Höhe verstellbar sein, um eine gebückte Haltung zu verhindern.
  • Ergonomisch geformte Griffe fördern eine rückengerechte, gelenkentlastende Handhabung. Hierbei bleiben die Handgelenke gerade und werden nicht abgeknickt. Die Positionierung der Hände am Mäher kann zudem beliebig variiert werden.
  • Eine leichte Manövrierfähigkeit des Mähers muss gegeben sein.
  • Alle Bedienelemente müssen gut erreichbar und leicht zu handhaben sein.
  • Der Rasenmäher muss leicht zu tragen sein, möglichst vor dem Körper mit beiden Händen.
  • Eine leichte Verstaubarkeit muss möglich sein.

Die Rotak-Rasenmäher (Elektro und mit Akku) der Firma Bosch erfüllen alle Kriterien und wurden mit dem AGR-Gütesiegel ausgezeichnet.

PM Garten rand230Rasentrimmer
Auch der effektivste Rasenmäher erreicht nicht das Gras in jedem Winkel des Gartens. Die ideale Ergänzung ist deswegen ein rückenfreundlicher Rasentrimmer. Damit gehört das Stutzen von Rasen in gebückter oder sogar kniender Haltung der Vergangenheit an, denn die ausgezeichneten Rasentrimmer verfügen über eine ausziehbare Teleskopstange, die jederzeit aufrechtes Arbeiten ermöglicht. Zusätzlich erfüllen sie natürlich alle gängigen Sicherheitsstandards, verfügen über gut erreichbare Bedienelemente, ergonomische Handgriffe, optionale Stützräder und ein geringes Eigengewicht. Daher haben die Bosch Rasentrimmer ART 23-18 LI, ART 23-18 LI+, ART 26-18 LI und ART 26-18 LI+ ebenfalls das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken erhalten.

PM Garten hecke260Heckenschere
Eine Hecke ist der wohl schönste Sichtschutz für Gartenfreunde und will wie jeder Teil des Gartens sorgfältig gepflegt werden. Leider ist das Schneiden der Hecke jedoch oft auch Auslöser für schmerzhafte Verspannungen in Schultern und Nacken. Der Grund: Das Arbeiten über Kopfhöhe strengt unsere Muskulatur an und lässt sie verkrampfen; eine schwere Heckenschere mit unflexibler Handhabung verstärkt diese Problematik. Dass dies nicht sein muss, beweisen die Bosch Heckenscheren AHS 65-34 und AHS 70-34. Sie sind AGR-zertifiziert, wiegen weniger als vier Kilogramm bei dennoch starker Leistung und ermöglichen verschiedene Haltepositionen. Durch die Abwechslung bei der Handhabung werden einseitige Überbelastungen vermieden, die Griffe aus rutschfestem Material sind ergonomisch geformt und in einem natürlichen Abstand zueinander angebracht. Die Bedienelemente der zertifizierten Heckenscheren sind in jeder Halteposition gut zu erreichen. Wichtig ist auch, dass die Heckenschere beim Halten am vorderen Handgriff waagerecht ausbalanciert ist.

Über die AGR
Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. arbeitet seit 20 Jahren daran, ein Bewusstsein für die Bedeutung rückengerechter Verhältnisse zu schaffen. Eine wichtige Entscheidungshilfe für Verbraucher stellt das AGR-Gütesiegel „Geprüft & empfohlen" dar. Von unabhängigen medizinischen Gremien als besonders rückenfreundlich eingestufte Alltagsgegenstände können mit dem Gütesiegel ausgezeichnet werden.

Weiterführendes Informationsmaterial und einen Überblick über aktuelle Broschüren und Bücher finden Sie unter www.agr-ev.de/patientenmedien.

 

COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

FIBO 2015: Global Fitness – Die Fitness-Welt zu Gast in Köln

fibo2014 0304 24Quelle: FIBO (Behrendt und Rausch)Die Augen der Fachwelt sind auf die FIBO gerichtet, die am 9. April mit einem neuen Flächenrekord an den Start geht. Über 700 Aussteller aus der ganzen Welt machen das Messegelände in Köln dann zur Business-Plattform und Zukunftswerkstatt der Branche. Weit über 100.000 Fach- und Privatbesucher werden erwartet. Nicht nur Business steht dann im Vordergrund – gefeiert wird auch das 30jährige Jubiläum der Leitmesse. Darüber hinaus erwartet Sie in 2015 auch ein umfangreiches Kongress- und Seminarprogramm.

Am 9. und 10. April öffnet die Messe für Fachbesucher Ihre Tore. An den beiden darauffolgenden Tagen haben neben den Fachbesuchern auch Privatbesucher die Gelegenheit über Fitness– und Trainingsgeräte, Wellness & Beauty, Gesundheitsförderung, Ausstattung & Dienstleistung, Sporternährung, Functional Training & Group Fitness, Consulting, Corporate Fitness sowie Music, Fashion und Fun & Action zu erfahren.

Das die Rückengesundheit hier nicht zu kurz kommen darf, ist selbstverständlich. So sind einige Aussteller auf der FIBO vertreten, deren Produkte mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken ausgezeichnet wurden.

 Weitere Informationen unter www.fibo.de

 

COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

Bericht Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit - interaktive Fassung im Netz

Unfallverhütungsbericht bauaBild: BAuAEntwicklungen in der deutschen Arbeitswelt 2010 bis 2013

Dortmund - Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeichnet im Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" (SuGA, früher Unfallverhütungsbericht Arbeit) ein präzises Bild der deutschen Arbeitswelt. Jetzt ist die interaktive Fassung des SuGA 2013 im Netz. Diese PDF-Datei erlaubt es, direkt mit dem umfangreichen Datenmaterial des SuGA zu arbeiten. Mit einem Klick auf die zahlreichen Tabellen und Grafiken öffnet sich jeweils eine Excel-Tabelle, die die jeweiligen Daten enthält.



So wurden 2013 fast 960.000 Arbeitsunfälle in Deutschland gemeldet. Damit erreichte die Unfallquote mit 24 je 1.000 Vollarbeiter den niedrigsten Stand seit Bestehen der Bundesrepublik. Auch die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle hat im Berichtszeitraum weiter abgenommen. Mit 606 Todesfällen in 2013 sank die Zahl um rund 10 Prozent seit 2010. Durch Arbeitsunfähigkeit fielen nach Schätzungen der BAuA in 2013 rund 1,6 Millionen Erwerbsjahre aus. Dies führte zu einem Produktionsausfall anhand der Lohnkosten von etwa 59 Milliarden Euro. Durch Verlust an Arbeitsproduktivität gingen damit der deutschen Volkswirtschaft rund 103 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung verloren.

Der SuGA wird jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erstellt und erscheint alle vier Jahre in einer ausführlichen Fassung. Der Bericht ist ein wichtiger Gradmesser für die Qualität von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, denn er zeigt die Unfallentwicklung und die Anzahl der Berufserkrankungen auf. Der SuGA 2013 zeichnet ein präzises Bild der Entwicklungen des Arbeitslebens in Deutschland und Europa im Zeitraum 2010 bis 2013.

Die aktuelle Fassung enthält daher neben den statistischen Kennzahlen zu Arbeitsunfällen, zu Berufskrankheiten, zum Arbeitsunfähigkeitsgeschehen und zu Arbeitsbedingungen einen Überblick über Entwicklungen hinsichtlich der Rahmenbedingungen von Arbeit und Gesundheit im Zeitraum 2010 bis 2013.

Für den Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit - Unfallverhütungsbericht Arbeit" (SuGA) wertet die BAuA Informationen über das Arbeits- und Wegeunfallgeschehen sowie über Berufskrankheiten von allen Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung aus. Ebenfalls nutzt die BAuA Informationen des Statistischen Bundesamtes, der Krankenkassen, der Gewerbeaufsicht und der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung, um zum Beispiel die Belastungen und Arbeitsunfähigkeit darzustellen.

Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2013 - Unfallverhütungsbericht Arbeit; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2014; ISBN 978-3-88261-039-0; 339 Seiten. Eine Version im PDF-Format zu Herunterladen steht unter www.baua.de/publikationen. Hier kann auch die gedruckte Fassung bestellt werden.

Direkter Link: www.baua.de/dok/5746626

Weitere Informationen unter www.baua.de/suga.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.
www.baua.de

 

COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

"Embodiment" - Wie der Körper die Psyche und die Psyche den Körper beeinflusst

Embodiment KörperhaltungHaltung kann Freude machenWer kennt es nicht - Man(n) steckt in einer akuten Stresssituation und der Körper reagiert. Aber auch die andere Richtung ist möglich: Haltung macht Stimmung. Genau diese Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche wird durch das Wort "Embodiment" umschrieben. Einerseits werden psychische Zustände in Form körperlicher Ausdrucksformen sichtbar wie z.B. Gestik, Mimik, Körperhaltung, aber auch andersherum beeinflussen interessanterweise Körperzustände und im speziellen Körperhaltungen unser Denken (Urteile, Einstellungen) und Fühlen.


Diese Wechselwirkung wird sowohl auf sportmedizinisch-physiologischer als auch auf psychologischer Ebene im letzten Jahrzehnt zunehmend wissenschaftlich bestätigt.

Unser Körper ist nicht nur "..."Spiegel der Seele"..., sondern "...auch der umgekehrte Fall ist möglich: die Seele dient gewissermaßen als Spiegel des Körpers. Psychische Vorgänge finden stets in einer körperlichen Einbettung statt und können daher nur unzureichend als reine Informations- oder Symbolverarbeitungsprozesse angesehen werden (W.Tschacher/M. Storch im Forschungsbericht Nr. 09-1).


Übliche traditionelle psychotherapeutische Sichtweisen definieren das Krankheitsbild "Depression" als das Resultat beispielsweise kognitiver "Denkfehler" oder Verlustängste. Der körperliche Gefühlsausdruck und die körperlichen Verhaltensweisen sind demnach immer die Reaktion psychischer Prozesse.

Neuere Sichtweisen stellen diese Abfolge als einzigen Erklärungsansatz in Frage und betrachten psychosomatische Krankheitsbilder auch unter dem Gesichtspunkt des "Embodiments" so, dass es möglicherweise zu einem umgekehrten Ablauf kommt: Entsprechende Körperhaltungen, Gesten und auch Gesichtsausdrücke sind der Auslöser und nicht das Resultat depressiver Denkstrukturen. Vorangegangenen "Denkfehler" oder Verlusterfahrungen hat es also möglicherweise vorher gar nicht gegeben. Diese Anschauung und die Erkenntnis, das Thema "Embodiment" bei psychosomatischen Krankheitsbildern mehr einbeziehen zu müssen, wird inzwischen durch etliche Studien (u.a. Niedenthal et al., 2005) gestützt.

Beispiel Körperhaltung
Erstaunlich sind die Übertragungseffekte einer Körperhaltung auf das psychische System. Körperhaltung scheint die Emotionslage direkt - auch ohne dazwischengeschaltete Überlegungen - zu beeinflussen. So ermöglicht eine bestimmte Körperhaltung nicht nur die dazu passende Emotion, sondern umgekehrt wird durch die Körperhaltung auch eine "unpassende" Emotion verunmöglicht:

Spannende neue Erkenntnisse
Ganz neue Studien aus der Faszienforschung zeigen, dass psychische Krankheiten wie Depression und Angststörungen gegebenenfalls mit Störungen der Interozeption, d.h. der "inneren Körperwahrnehmung" erklärt werden können. Dafür verantwortlich sind neurophysiologische Signale aus den Faszien (Schleip et al.,2014). Hier also wirkt der Körper über die Sensoren unseres Bindegewebes auf die Psyche.

Buch-Tipp:
Mommert-Jauch,P.: Körperwahrnehmung und Schmerzbewältigung im Alltag. Berlin, Heidelberg, New York: Springer-Verlag 2000.

Tipp zur Weiterbildung:
1. Depression und Sport : Am 24.4.2015 in Bad Dürrheim
2. ZRM-Das Züricher Ressourcenmodell – Mit individueller Ressourcenentwicklung zu mehr Stressresilienz: am 24.-25.4.2014 in Bad Dürrheim

Mehr Infos unter www.walking.de


Autor: Dr. Petra Mommert-Jauch

COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS

15. März - Tag der Rückengesundheit

TdR 2015 Grafik260 Sie haben es in der Hand – Rückenschmerzen bieten Chancen

Das Motto des heutigen Tages der Rückengesundheit „Sie haben es in der Hand – Rückenschmerzen bieten Chancen" greift den mittlerweile gängigen Resilienz-Begriff auf. Resilienz beschreibt die Fähigkeit von Menschen, persönliche Rückschläge oder Krisen nicht nur zu überstehen, sondern sogar gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Krisen werden durch Nutzung persönlicher und sozial vermittelter Ressourcen gemeistert.

Das Motto des Tages der Rückengesundheit 2015 versucht, dieses förderliche Prinzip der Resilienz für die Volkskrankheit Rückenschmerz wirksam werden zu lassen. Die Fähigkeit, aus Krisen Energien und Stärke zu entwickeln ist erlernbar und hilft Rückenbeschwerden gestärkt entgegenzutreten. Die Einstellungen und Bewertungen zum Schmerz kann verändert werden und das Auftreten von Schmerzen als Anlass genommen werden, langfristig einen rückenfreundlichen Lebensstil zu führen. Somit können Rückenschmerzen durchaus eine Chance bieten, gestärkt aus der Erfahrung „Ich habe Rücken" zu gehen.

 

Dazu Prof. Dipl.-Psych. Dr. Michael Pfingsten, Leitender Psychologe, Schmerztagesklinik und -ambulanz in Göttingen:
"Resilienz ist eine eher globale Beschreibung der Widerstandskraft einer Person trotz ungünstiger Voraussetzungen dennoch psychisch gesund zu bleiben. Resilienz ist quasi ein Sammelbegriff für dieses Phänomen. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, der wichtigste ist das sog. Selbstwirksamkeitserleben, d.h., der Glaube an die Wirksamkeit der eigenen Handlungen. Menschen mit dieser Eigenschaft sind erfolgreich und können Krisen besser bewältigen, dazu gehört auch der Umgang mit Rückenschmerz. Sie können leichter Neues lernen und dann im Alltag umsetzen. Zur Resilienz gehört dann auch die Erkenntnis, dass man kontinuierlich etwas für sich bzw. seine Gesundheit tun muss, i.d.R. gilt es, eine ausgewogene Balance zu finden zwischen Belastung/Leistung einerseits und Entlastung/Regeneration andererseits. Bei der Förderung dieser Eigenschaften kann die Rückenschule direkt mitwirken. Wenn den Trainern diese Zusammenhänge bewußt sind, können sie direkt in ihr Vorgehen eingebaut werden, z.B. dadurch, dass an den Fähigkeiten der Betroffenen angesetzt wird und nicht nur an den Schäden bzw. Funktionsdefiziten. Dieses Vorgehen ist auch unter dem Begriff der Salutogenese bekannt: Das vorhandene „Können" und die gegebenen Kompetenzen zu fördern, lenkt den ungünstigen Blick vom Defizit/Schaden hin zum Positiven und macht dadurch Veränderung möglich."

 

Hier geht es zur Tag der Rückengesundheit-Seite

 

Lesetipp:

Beiträge dazu in der Presse:

Wir wünschen allen Akteuren und Veranstaltungsbesuchern einen gelungenen Tag der Rückengesundheit 2015!

 

COM_RSBLOG_READ_MORE
COM_RSBLOG_TAGS