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Lang leben die Bandscheiben!

„Bandscheibenvorfall? Ich hab‘ doch gar nichts gemacht! Daher rührt also der fiese Rückenschmerz, der mich seit Wochen plagt.“ Zigtausend Deutsche trifft es jährlich. Einige von uns auch, ohne dass wir es überhaupt bemerken. Denn die Krux ist, nicht jeder Bandscheibenvorfall löst Beschwerden aus, aber auch nicht jeder Rückenschmerz ist gleich ein Bandscheibenvorfall. Damit es gar nicht erst zum Rückenschmerz kommt, haben wir einige Tipps für euch vorbereitet.

Viele denken, dass Bandscheibenbeschwerden ihre Ursache immer in schwerer körperlicher Arbeit haben. Doch dem ist nicht zwingend so. Selbst wenn wir unseren Körper zu einseitig belasten – zum Beispiel bei überwiegend sitzenden Tätigkeiten mit zu wenig Bewegung – kann die Folge sein, dass es zwickt und zwackt. Nicht umsonst predigen uns Rücken-Experten schon seit Jahren, dass Sitzen das neue Rauchen ist.

Das Kreuz mit dem Kreuz

Aber was genau zwickt denn da vom Rumsitzen? Martin Vierl ist nicht nur Experte des AGR-Prüfungsgremiums sondern auch Chefarzt und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie der Rehaklinik Sonnhalde in Donaueschingen. Also ein ausgewiesener Experte, der uns das Ganze mal erklärt: „Die Bandscheibe ist eine knorpelige Verbindung zwischen zwei Wirbeln, die Stöße und Druck auf unsere Wirbelsäule abpuffert wie ein Stoßdämpfer. Ihr Kern ist eine gallertartige Masse, die von einem faserigen Ring aus festem Bindegewebe umschlossen wird. Diese Gallertmasse nimmt Wasser auf, welches unser Körpergewicht im Laufe des Tages auspresst - quasi wie ein Schwamm. Leider können unsere Schwämme mit zunehmendem Lebensalter das Wasser nicht mehr ganz so gut binden, ihre Elastizität nimmt ab und damit auch die Pufferfunktion.“ Und damit gehen die Beschwerden los. Doch natürlich können wir dafür sorgen, dass es gar nicht erst soweit kommt.

Wer rastet, der rostet

Diese Lebensweisheit gilt ganz besonders auch für unsere Bandscheiben. Sie lieben es, in Bewegung zu bleiben! Ob bei schwerer oder einseitiger Belastung – eine Ausgleichsbewegung kann wahre Wunder bewirken. Mit einfachen Dehnübungen kannst du deine Muskulatur und Faszien wieder auf Vordermann bringen. Das regelmäßiges Training der Rückenmuskulatur hält nicht nur fit, sondern entlastet zudem deine Bandscheiben. Aber apropos einseitige Belastung: Um die Rückenmuskulatur zu stärken, darf das Training der Bauchmuskulatur nicht fehlen! Wie beim Sport, ist für unsere Bandscheiben Wasser der Zaubertrank. Also immer schön genügend trinken.
Daneben sorgt aber auch eine bewusste Ernährung für das Wohlbefinden unserer Stoßdämpfer. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sichern eine optimale Versorgung deines Körpers!

Was du für die Erhaltung gesunder Bandscheiben tun kannst?

Hier kommen einfache Tipps, die deinen Bandscheiben guttun:

  • Bewegung im Alltag: Für kurze Strecken brauchst du kein Auto. Nimm das Rad oder gehe zu Fuß. Wenn du körperlich dazu in der Lage bist, nimm die Treppe – der Aufzug ist dann nur etwas für Faule. Wachse im Büro nicht mit dem Schreibtischstuhl zusammen, sondern gehe mal ein paar Schritte. Deine Kollegen freuen sich auch über Interaktion im Büro.
  • Stets Haltung bewahren: Vermeide Zwangshaltungen und vorgebeugte Tätigkeiten, stehe möglichst aufrecht, fordere deine Rückenmuskulatur und nimm immer wieder einen Haltungswechsel vor. Das geht auch bei der Arbeit am PC. Die nächste Position ist immer die beste Position. Also immer schön in Bewegung bleiben und auch im Sitzen oft die Position verändern.
  • Die richtige Ausstattung wirkt wahre Wunder: Nutze möglichst Equipment, das die Rückengesundheit fördert. In jedem Lebensbereich gibt es Möbel und Lösungen, welche dein persönliches Umfeld ergonomischer machen können und dir den Tag erleichtern. Eine von unseren medizinischen AGR-Experten geprüfte und empfohlene Übersicht findest du unter www.agr-ev.de/produkte. Du wirst schnell sehen, dass eben doch nicht jeder Bürostuhl, jedes Bett oder jedes Sportgerät gleich ist.
  • Auch mal runterkommen: Es gibt zahlreiche Entspannungstechniken – finde die richtige für dich, um unbewusste Anspannungen zu lösen. Wie wäre es mit autogenem Training, ASMR oder bewussten Atemtechniken? Probiere es einfach mal aus!
  • Freunde verschönern das Leben: Wer Kontakte und Freundschaften pflegt, pflegt auch sein Wohlbefinden. Gemeinsame Aktivitäten und schöne Momente sind Balsam für die Seele.
  • Immer schön sportlich bleiben: Treibe Sport, idealerweise auch an der frischen Luft. Trainiere, aber ohne dich und deinen Körper zu überlasten. Vielfältige Rückenübungen für den Alltag findest du hier: www.agr-ev.de/uebungen. Aber auch regelmäßige Spaziergänge, gern in der Natur, oder Radtouren wirken entspannend und fördern deine Rückengesundheit.
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