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Wie zu viele Pfunde dem Rücken schaden

Die Zahl der übergewichtigen Menschen hat sich in den letzten 18 Monaten deutlich erhöht. Laut einer Umfrage der Technischen Universität haben 40 Prozent der Befragten seit Beginn der Pandemie zugenommen. Besonders häufig betroffen sind Menschen zwischen dem 30- und 44. Lebensjahr. „Dadurch steigt nicht nur das Risiko an Diabetes oder Gefäßleiden zu erkranken“, sagt Dr. Reinhard Schneiderhan vom Medizinischen Versorgungszentrum München-Taufkirchen. „Auch der Rücken und vor allem die Bandscheiben leiden unter dem zu viel an Pfunden.“

Das hat auch eine große Studie mit 2599 weiblichen und männlichen Teilnehmern der Universität Hongkong gezeigt: Übergewichtige leiden doppelt so häufig unter Rückenschmerzen und Bandscheibenproblemen, wie Normalgewichtige. Bei 73 Prozent der Teilnehmer konnten die Wissenschaftler Bandscheibenschäden nachweisen, die über kurz oder lang weitere Probleme bereiten können. „Übergewicht verändert die Statik der Wirbelsäule“, sagt Rückenexperte Dr. Schneiderhan. „Das kann zu einer gefährlichen einseitigen Belastung der Wirbelsäule führen und damit zu frühzeitigen Abnutzungserscheinungen.“

Die überschüssigen Pfunde wieder loswerden

Leider gibt es noch keine Wunderpille, die den Weg zum Wunschgewicht ebnet. Die beiden besten Maßnahmen sind eine ausgewogene Ernährung und ein deutliches Plus an körperlicher und sportlicher Betätigung. „Durch den langen Lockdown und die meist sitzende Tätigkeit im Homeoffice haben sich die Bewegungsbudgets von Millionen von Menschen deutlich reduziert“, sagt Dr. Schneiderhan. „Diese Menschen sollten jetzt unbedingt wieder in Bewegung kommen, um der Rückenschmerzfalle zu entkommen. Ideal ist eine Kombination aus regelmäßigem Krafttraining und Ausdauersport.“

Das Bewegungsprogramm langsam steigern

Wer lange Zeit keinen Sport getrieben hat und zugenommen hat, sollte sich einmal vom Arzt durchchecken lassen und diesen auch fragen, wie intensiv man sich körperlich belasten darf. In den allermeisten Fällen dürften sich die Mediziner über das Vorhaben ihrer Patienten freuen. Wichtig ist es dann aber langsam zu starten. Jetzt im Sommer ist Radfahren eine tolle Bewegungsform. Allerdings sollte das auf die Körpergröße des Benutzers abgestimmt sein, um vernünftig darauf sitzen zu können. Auch die Schwimmbäder sind wieder geöffnet . Schwimmen und Aqua-Fitness gehören für stark Übergewichtige zu den besten Trainingsmethoden. „Wenn der Arzt grünes Licht gibt, ist auch Joggen sehr empfehlenswert“, sagt Dr. Schneiderhan. „Wichtig für den Rücken sind dann allerdings auch gute Laufschuhe.“ Beim Krafttraining reichen schon 3 x 20 bis 30 Minuten in der Woche. Auf YouTube gibt es viele gute Fitnessvideos für Anfänger und Übergewichtige. Insgesamt wäre es gut auf 150 Minuten sportliche Bewegung pro Woche zu kommen.

Auch die Ernährung muss stimmen

Wer darüber hinaus noch ein wenig auf die Ernährung achtet, kann die Pfunde purzeln lassen. Viele Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukte sollten auf dem täglichen Speiseplan stehen. Wer regelmäßig Krafttraining macht, sollte zudem auf eine ausreichende Eiweißzufuhr achten. Um den Jo-Jo-Effekt und damit erneuten Rückenschmerzen vorzubeugen, ist es zudem ratsam die Essgewohnheiten langfristig umzustellen. Auf Zucker, fettreiche Speisen und Fertiggerichte sollte man weitestgehend verzichten. Auch Alkohol enthält viele Kalorien.

Weitere Informationen finden Sie unter www.orthopaede.com

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