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Stillsitzen war gestern

AGR moll 260Schreibtische für Kinder sollten vielfältig verstellbar sein. Bild: AGR/mollWarum bewegtes Sitzen für den Kinderrücken so wichtig ist

Fast alle Kinder erwarten den ersten Schultag voller Vorfreude und Ungeduld – schließlich ist die Einschulung ein ganz besonderer Tag für sie, an dem sie sich groß und stolz fühlen können. Am meisten freuen sich die Schulanfänger darauf, in der Schule endlich lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Doch es gibt noch etwas, das sie lernen müssen, obwohl es auf keinem Stundenplan steht: das viele Sitzen. Keine leichte Aufgabe für die ABC-Schützen. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. zeigt, wie Schulkinder richtig sitzen – und warum ein Ausgleich dazu wichtig ist.

Schulunterricht findet bereits in den ersten Klassen die meiste Zeit im Sitzen statt. Dabei ist Sitzen, und das ist mittlerweile hinlänglich bekannt, auf Dauer eine Belastung für den Körper – insbesondere für den Rücken. Bei Kindern trifft dies umso mehr zu, denn die kindliche Wirbelsäule muss sich erst noch entwickeln und wird beim Sitzen oft in eine unnatürliche Haltung gezwungen. Dazu kommt: Kinder sind gar nicht in der Lage, für längere Zeit still zu sitzen und konzentriert zu sein: Je jünger das AGR VS 260Tisch und Stuhl bilden eine ergonomische Einheit. (Bild: AGR / VS)Kind desto größer ist sein natürlicher Bewegungsdrang. Dies bestätigt auch Dr. Dieter Breithecker, Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung: „Fünf- bis neunjährige Kinder können höchstens fünf Minuten lang konzentriert still sitzen und selbst bei 13- bis 18-Jährigen sind es nur rund 15 bis 20 Minuten.“ Die Realität sieht allerdings häufig anders aus: Nachmittagsunterricht gehört bereits in der Grundschule zum ganz normalen Alltag. Umso wichtiger ist es, dass die Sitzmöbel kindgerecht sind – und das bedeutet vor allem eines: Dass Bewegung und Sitzen sich nicht ausschließen.

Bewegtes Sitzen stärkt den Rücken
Dies gelingt vor allem durch bewegliche Elemente in Sitzfläche und Rückenlehne. Was das sogenannte „aktive“ oder „bewegte“ Sitzen bewirkt, ist beachtlich: „Muskeln und Gehirn werden besser durchblutet, der Rücken wird dynamisch be- und entlastet, das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit steigen merklich“, so Breithecker.

Moizi Kindermöbel 260Nicht nur in der Schule, auch bei den Hausaufgaben ist das Konzept des bewegten Sitzens wichtig. Wenn Eltern zum Schulstart einen neuen Schreibtisch und passenden Stuhl kaufen, sollten sie deswegen auf das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken achten. Das renommierte Siegel wird nur an ausgewählte Produkte verliehen, die von einem unabhängigen Expertengremium als besonders rückengerecht bewertet werden. Um mit dem Siegel ausgezeichnet zu werden, müssen Kindermöbel wie Stühle und Schreibtische zahlreiche Kriterien erfüllen. Am wichtigsten sind vielseitige Verstellmöglichkeiten, damit die Möbel mit dem Kind „mitwachsen“ und individuell angepasst werden können. Außerdem können Stuhl und Schreibtisch so eine voll verstellbare Einheit bilden. Folgende Konzepte sind ergonomisch und kindgerecht:

  • Bei den Sitzarbeitsplätzen der Firma VS – Vereinigte Spezialmöbelfabriken (www.vs.de) sind die AGR-zertifizierten Stühle mit patentierter dreidimensionaler Wippmechanik, Seitwärtsneigung und Federung ausgestattet und ermöglichen so bewegtes Sitzen. Die Tische des AGR aeris 210Bewegung und Sitzen sind kein Widerspruch (Bild: AGR / aeris)Herstellers sind in der Höhe und in der Neigung der Arbeitsplatte einstellbar und wurden deswegen ebenfalls mit dem Gütesiegel der AGR ausgezeichnet.

  • Die stabilen Kinderdrehstühle des Herstellers moll Funktionsmöbel (www.moll-funktion.com) verfügen über einen Stoßdämpfer und sind in Sitztiefe, -höhe und in der Lehnenhöhe verstellbar. Schreibtische mit vielen Verstell- und Anpassungsmöglichkeiten vervollständigen den Kindgerechten-Arbeitsplatz mit AGR-Gütesiegel.

  • Die Firma Moizi (www.moizi.de) begünstigt „beschwingtes“ Sitzen durch Schreibtischstühle, die mit leicht geschwungenen Kufen ausgestattet sind. Ein Dämpfungssystem ermöglicht auch seitliche Bewegungen – die Rückenmuskulatur wird dadurch kontinuierlich gefordert. Ein Schreibtisch, der durch seine Erweiterungsmöglichkeiten und Höhenverstellung bis zum Erwachsenenalter mitwächst, rundet den AGR-zertifizierten Kinder-Arbeitsplatz ab.

  • Beweglich nach vorne und hinten, nach oben und unten und zu allen Seiten: Das ermöglicht der Aktiv-Kinderdrehstuhl swoppster von aeris (www.aeris.de), der für sein 3D-Sitzkonzept mit dem AGR-Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Stillsitzen gehört mit diesem Sitzmöbel der Vergangenheit an – was sich sowohl auf die Wirbelsäule als auch auf die die Konzentrationsfähigkeit der Kinder positiv auswirkt.

Bewegtes Sitzen und aktiver Alltag
Genauso wichtig wie die richtigen Sitzmöbel ist ein aktiver Ausgleich zum Sitzen. Das betont auch Dr. Breithecker: „Viele Kinder sitzen leider nicht nur in der Schule und bei den Hausaufgaben, sondern auch in der Freizeit, etwa vor dem Fernseher, der Spielkonsole oder dem Computer. Dabei ist regelmäßige, in den Alltag integrierte Bewegung für eine gesunde Entwicklung der Wirbelsäule unverzichtbar.“ Egal, ob beim Spielen mit Freunden oder beim Sport; wenn Kinder sich gerne bewegen, sollten Eltern das auch unbedingt fördern. Denn durch Bewegung wird der Rücken gekräftigt und die Wirbelsäule von Kindern kann sich gut entwickeln.
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Étiquettes: Kinder, Schule

Aufstehen! Weniger Sitzen – mehr Bewegung im Schulalltag!

blog aufstehen schuleDie Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) und BildungsCent schreiben gemeinsam einen Wettbewerb an Grundschulen aus

Berlin, 16.12.2013 – Die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) und BildungsCent suchen die besten Ideen zum Thema: „Aufstehen! Weniger Sitzen – mehr Bewegung im Schulalltag". Im Rahmen des Wettbewerbs haben alle Grundschulen bis zum 15.02.2014 die Möglichkeit, ihre Vorschläge für einen bewegten Schulalltag einzubringen.

Gesucht werden Ideen und konkrete Umsetzungsbeispiele wie der Sitzende Lern- und Lebensstil in der Schule nachhaltig verändert werden kann. Der Form des Beitrags sind dabei keine Grenzen gesetzt: Ob Text, Foto-Story, Bild, Modell oder Film – alles ist möglich. Ausdrücklich sind auch Verknüpfungen mit neuen Lehr- und Lernkulturen eingeschlossen. Eine Fachjury, bestehend aus Experten in den Bereichen Wissenschaft und Schule sowie von peb und BildungsCent zeichnet die besten Ideen aus und lädt die Erstplatzierten des Wettbewerbs am 26. Februar 2014 zur peb-Fachtagung „Aufstehen! Mehr Bewegung und weniger
Sitzen im Alltag von Kindern!" nach Frankfurt am Main ein. Zudem warten verschiedene Sachpreise auf die Gewinner.

Die Beiträge können bis einschließlich 15.02.2014 per Post oder E-Mail in den Kategorien „Ideen" oder „gute Praxis" an folgende Adresse gesendet werden:

Cette adresse e-mail est protégée contre les robots spammeurs. Vous devez activer le JavaScript pour la visualiser.

BildungsCent e.V.
Oranienstraße 183
10999 Berlin

Bei der Einreichung per E-Mail oder per Post muss zusätzlich das Onlineformular auf http://www.bildungscent.de/ideenwettbewerb/ ausgefüllt werden.

Hintergrund des Wettbewerbs bildet die Identifikation des Sitzenden Lebensstils als Risikofaktor für die Gesundheits- und Gewichtsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die Folgen des Sitzenden Lebensstils sind schwerwiegend: Zu langes Sitzen geht mit einem erhöhten Risiko für Stoffwechselerkrankungen und Übergewicht einher. Mit dem Wettbewerb soll ein verstärktes Problembewusstsein an den Schulen geschaffen und auf die Dringlichkeit des Themas aufmerksam gemacht werden.

Mehr Informationen zu dem Thema finden Sie unter www.pebonline.de

Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) ist ein Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Über 100 Partner setzen sich aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein.

BildungsCent e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Förderung der Lehr- und Lernkultur in Deutschland voranzutreiben und arbeitet im gesamten Bundesgebiet mit mehr als 3.000 Schulen aller Schularten zusammen. Alle Programme verfolgen das Ziel, die Schule als einen Lebensraum zu entwickeln, in dem die Schülerinnen und Schüler ihre Potenziale entfalten und an der Gestaltung des Schullebens und -umfelds aktiv teilhaben.

Quelle Text: Pressemitteilung Plattform Ernährung und Bewegung e. V.
Quelle Bild: Fotolia
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Klassenzimmer gesundheits- und lernfördernd gestalten

Blog sichere schule2013Musterbeispiel im Internetportal www.sichere-schule.de veröffentlicht

Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen (UK NRW) hat in ihrem Internetportal www.sichere-schule.de ein Musterbeispiel für ein gesundheits- und lernförderndes Klassenzimmer veröffentlicht. Das Klassenzimmer ist Teil der virtuellen Schule, die die UK NRW in ihrem Internetportal anbietet. Der Auftritt richtet sich an Lehrkräfte, aber auch Sachkostenträger, Bauplaner und Architekten. Sie können hier Empfehlungen zur Gestaltung von Beleuchtung, Akustik, Belüftung und Möblierung finden. Die Empfehlungen sind das Ergebnis eines Projektes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Eine optimale Gestaltung von Unterrichtsräumen kann dazu beitragen, die Motivation und Gesundheit von Schülern und Lehrern zu fördern. So ist beispielsweise die Akustik bei der Planung und Veränderung von Unterrichtsräumen ein wichtiger Punkt. Ist es in den Klassen leiser, dann haben sowohl Schülerinnen und Schüler als auch das Lehrpersonal weniger Stress und die Lernleistungen können verbessert werden. Eine gute und ausreichende Belüftung hilft gegen Müdigkeit und sorgt für ein gutes Raumklima. Eine flexible Möblierung wiederum ermöglicht wechselnde Lernsituationen und unterstützt somit unterschiedliche Unterrichtskonzepte.

Ausführliche Informationen hierzu finden Interessierte in der virtuellen Schule im Internetportal der UK NRW. Diese virtuelle Schule können sie Raum für Raum betreten. Mit Klicks auf einzelne Bauteile oder Gegenstände erhalten sie eine Fülle von Informationen zu den baulichen und gesundheitsförderlichen Standards von modernen Lern- und Unterrichtsräumen sowie zu zahlreichen Fachräumen und den Außenflächen von Schulen.

Das gesundheits- und lernförderliche Klassenzimmer ist das Ergebnis eines Projektes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Daran beteiligt waren das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG), das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA), die Unfallkasse Sachsen und die UK NRW. Die im virtuellen Klassenzimmer nachzuvollziehenden Ergebnisse wurden auch ganz real gebaut. In einer Grundschule in Sachsen und einer Hauptschule in NRW wurde jeweils ein Klassenzimmer baulich verändert und nach den oben genannten Kriterien umgestaltet.

Weitere Informationen zum Thema sowie zum Portal "Lernen und Gesundheit" und zum Filmprojekt "Gold Du kannst mehr als Du denkst" gibt es am Stand der DGUV und der UK NRW auf der Bildungsmesse didacta. Der Stand befindet sich in Halle 6.1, Stand A058 B059 und Stand A060 B061. Die didacta findet in diesem Jahr vom 19. bis 23. Februar in Köln statt.

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Februar 2013Quelle Grafik: Unfallkasse Nordrhein-Westfalen (UK NRW)

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