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Der rückengerechte Schulranzen

Schulkinder 260Checkliste für den Ranzenkauf

Der Schulanfang ist etwas ganz besonders für die Kleinen. Häufig fiebern sie schon lange vorher darauf hin, denn der Schulstart birgt viele neue Abenteuer. Meist wird schon der Kauf des Schulranzens zu einem großen emotionalen Erlebnis. Für die Kinder steht vor allem eins im Mittelpunkt: das Aussehen. Eltern hingegen achten vorrangig auf die gesundheitlichen Aspekte. Insbesondere die Rückenfreundlichkeit ist bei der Kaufentscheidung ein wichtiges Thema, denn der Schulranzen wird fast jeden Tag getragen und der Kinderrücken sollte dadurch nicht falsch belastet werden. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. hat sich auf die ergonomischen Eigenschaften von Produkten spezialisiert und gibt Tipps worauf es wirklich ankommt.


In vielen Köpfen herrscht die Vorstellung: je leichter, desto besser. Allerdings darf man das nicht pauschalisieren. Das Gewicht allein ist nicht ausschlaggebend, wenn Beschwerden auftreten. Jedes Kind hat eine individuelle Belastungsverträglichkeit. Diese wird auch durch die Belastungsdauer, das Trageverhalten, die Muskulatur und die ergonomische Qualität des Ranzens beeinflusst. Aus einem Schutzbedürfnis gegenüber den Heranwachsenden heraus wird jedoch jedes zusätzliche Gewicht kritisch betrachtet. Wissenschaftlich fundierte Belege, dass Rückenschmerzen bzw. Haltungsschwächen ausschließlich dem Tragegewicht geschuldet sind, gibt es nicht. Aktuelle Ergebnisse zeigen, dass es bei durchschnittlich fitten Heranwachsenden auch bei einem Tragegewicht von 20 % ihres Körpergewichtes keine Hinweise auf Überlastung (lt. Kid-Check Studie der Universität des Saarlandes 2008) gibt, wohingegen körperlich schwächere Kinder durchaus schon bei 12 % Tragegewicht entsprechende Anzeichen aufweisen. Normwerte verleiten somit zu irreführenden Kaufentscheidungen und lenken den Blick von eigentlich komplexeren Problemen ab.

Es finden bereits vielerorts wieder Ranzenpartys statt, auf denen die aktuellen Modelle den zukünftigen Erstklässlern und ihren Eltern präsentiert werden. Um bei der Ranzenparty gut informiert und gerüstet zu sein, gibt die AGR die folgenden wichtigen Hinweise:

1. Gewicht: Oftmals wird bei sehr leichten Ranzen an wichtigen ergonomischen Details gespart, denn irgendwo muss das fehlende Gewicht kompensiert werden. Deswegen sollte das Gesamtpaket stimmen. Allzu schwer sollte er dennoch nicht sein: Im leeren Zustand sind maximal 1,3 Kilogramm empfehlenswert.

2. Fächeraufteilung: Ein rückengerechter Schulranzen sollte es ermöglichen, dass schwere Gegenstände, beispielsweise durch ein Bücherfach, besonders nah am Rücken verstaut werden. So zieht der Ranzen nicht nach hinten.

3. Rückenpolsterung: Die Rückenkonstruktion ist aus ergonomischer Sicht von großer Bedeutung. Sie muss stabil sein und sich gleichzeitig der natürlichen Form der Wirbelsäule anpassen. Der Ranzen sollte möglichst mittig am Rücken platziert werden. Zudem muss die Polsterung atmungsaktiv und rutschfest sein.

4. Brust-, Hüftgurt und Tragegriff: Für einen optimalen Sitz am Körper ist ein Brustgurt wichtig. So wird das Herunterrutschen der Träger vermieden. Ebenfalls sinnvoll zur zusätzlichen zentrierten Fixierung ist ein Hüftgurt. Zum bequemen Hochheben sollte der Ranzen zudem über einen Tragegriff verfügen.

5. Schulterträger: Eine gute Polsterung und eine Mindestbreite von vier Zentimetern sind bei den Schulterträgern wichtig, denn auf den Schultern lastet ein Großteil des Gewichts. Außerdem müssen die Schulterträger in ihrer Länge verstellbar sein, um sie individuell anpassen zu können. Die Länge sollte so eingestellt werden, dass der Schulranzen nah an den Schulterblättern getragen wird.

Besonders rückenfreundliche Schulranzen lassen sich am Gütesiegel der AGR auf den ersten Blick erkennen. Alle Modelle von Step by Step sowie Ergo Style, Ergo Style Fun und Ergo Style plus von Die Spiegelburg erfüllen die genannten Kriterien und wurden deswegen von der AGR zertifiziert.

 

Der rückenfreundliche Schulrucksack

Oftmals finden die Kids im Laufe der Schuljahre den klassischen Schulranzen zu uncool und wünschen sich einen Schulrucksack. Die gute Nachricht: Auch Rucksäcke gibt es mit AGR-Gütesiegel. Sie müssen grundsätzlich die gleichen Kriterien erfüllen wie Schulranzen auch. Zusätzlich ist eine Rückenlängenanpassung wichtig, damit der Rucksack mit dem Kind mitwachsen kann. Bei den größeren Kindern kann zudem das Gewicht über einen Beckengurt besser verteilt werden. Außerdem muss der Rucksack durch einen Tunnelzug manuell nah an den Rücken herangebracht werden und stabil auf dem Boden stehen können. Die folgenden Modelle sind AGR-zertifiziert:

• Flexline und 2in1 von Step by Step, sehen aus wie Schulrucksäcke und wurden für Kinder ab der 1. Klasse entwickelt.

• Flex Style und Flex Style Fun von Die Spiegelburg

• EvverClevver 2 von Coocazoo.

Weitere Informationen unter: www.agr-ev.de/schulranzen.

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Étiquettes: Schulranzen

Gesunder Rücken ab Klasse 1

Schulranzen 260Mit dem richtigen Schulranzen Kindern den Rücken stärken
Der Kauf des ersten Schulranzens ist für die künftigen Erstklässler meist ein ganz besonderes Ereignis. Oft wird er gemeinsam mit den Großeltern ausgesucht und nicht selten darf das Kind völlig frei entscheiden, welchen Ranzen es möchte. Doch aus gesundheitlichen Aspekten ist es ratsam, die Eltern oder Großeltern bei der Entscheidungsfindung einzubeziehen. Denn gerade bei Kindern, die sich noch im Wachstum befinden, ist die Wirbelsäule noch sehr empfindlich und kann durch Fehlhaltungen oder einseitige Belastungen großen Schaden nehmen. Um Eltern und Großeltern beim Schulranzenkauf zu unterstützen, zeigt die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V., worauf es ankommt und welche Modelle für den Kinderrücken besonders gut geeignet sind. Unter www.agr-ev.de/veranstaltungen finden Interessierte außerdem eine bundesweite Übersicht von Schulranzenpartys AGR-zertifizierte Fachhändler.

Checkliste „Schulranzen“ – Darauf kommt es an:

- Das Gewicht des Ranzens spielt zwar eine wichtige Rolle, denn die kindliche Wirbelsäule sollte nicht zu stark belastet werden, ist jedoch nicht alleiniges Merkmal für einen adäquaten Ranzen und unter anderem abhängig von der Kraft des Kindes. Faustregel: Ein Ranzen mit einem Volumen von 15 Litern sollte leer nicht mehr wiegen als 1,3 Kilogramm. Für eine rückenschonende Gewichtsverteilung sollten schwere Gegenstände in einem Fach nah an der Wirbelsäule verstaut werden.

- Rückenkonstruktion: Entscheidend ist eine stabile Kontur des Ranzens, die sich der natürlichen Form der Wirbelsäule anpasst, ohne dass sich dessen Inhalt durchdrückt. Eine atmungsaktive und rutschfeste Polsterung mit seitlicher Führung sorgt außerdem für einen optimalen, mittigen Sitz des Ranzens, der die Wirbelsäule entlastet.

- Um die Schultern der Kinder nicht unnötig zu belasten, ist eine komfortable Polsterung der Schulterträger sowie deren ergonomische Formung und Mindestbreite von 4 cm entscheidend. Die individuellen Verstellmöglichkeiten sorgen zudem für eine Platzierung des Schulranzens eng an den Schulterblättern.

- Mit Hilfe eines Brustgurts kann der Ranzen zusätzlich am Körper fixiert und das Gewicht dadurch ideal verteil werden.

- Ein komfortabler Tragegriff rundet die Ergonomie des Ranzens ab.

All diese Kriterien erfüllen beispielsweise die Modelle Touch, Flexline, Light und Comfort der Marke Step by Step, die deshalb mit dem AGR-Gütesiegel „Geprüft & empfohlen“ ausgezeichnet wurden. Schulrucksäcke erfüllen ähnliche Kriterien, wie beispielsweise eine Rückenlängenanpassung, die beim neuen 2in1 von Step by Step sogar stufenlos und direkt am Kind eingestellt werden kann. Sie sind, wie der EvverClevver von Coocazoo vor allem für Kinder ab der 5. Klasse geeignet. Alle Anforderungen an Schulranzen und -rucksäcke sowie eine Liste der von der AGR zertifizierten Modelle finden Sie auch unter www.agr-ev.de/schulranzen.

Alltagstipps für Eltern
Auch der beste Schulranzen kann den Kinderrücken belasten, wenn er falsch getragen oder fehlerhaft gepackt ist. Eltern sollten darauf achten, dass der Ranzen auf beiden Schultern getragen wird und nur die Dinge enthält, die das Kind auch wirklich in der Schule benötigt. Das spart Gewicht. Ebenfalls wichtig: Bewegung. Denn mangelnde Bewegung und damit einhergehende Beschwerden wie Rückenschmerzen, Übergewicht und Fehlstellungen sind heutzutage bereits unter Grundschülern ein verbreitetes Problem. Bewegte Pausen und ausreichend körperliche Aktivität am Nachmittag sind ein entscheidender Baustein zur (Rücken-) gesundheit der Kinder.

Über die AGR
Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. arbeitet seit 20 Jahren daran, ein Bewusstsein für die Bedeutung rückengerechter Verhältnisse zu schaffen. Eine wichtige Entscheidungshilfe für Verbraucher stellt das AGR-Gütesiegel „Geprüft & empfohlen“ dar. Von unabhängigen medizinischen Gremien als besonders rückenfreundlich eingestufte Alltagsgegenstände können mit dem Gütesiegel ausgezeichnet werden.

Weiterführendes Informationsmaterial und einen Überblick über aktuelle Broschüren und Bücher finden Sie online unter www.agr-ev.de/patientenmedien.
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Checkliste für den Ranzenkauf

ranzen 200Ahoi und volle Fahrt voraus! Mit einem ergonomischen Ranzen geht's auf zur Schule. Bild: AGR/CoppenrathWelcher Schulranzen passt zu meinem Kind

Selsingen, 06.02.2015 Der erste Schultag ist etwas ganz Besonderes – nicht nur für die künftigen ABC Schützen, sondern meist auch für die Eltern. Da ist klar, dass diese sich die Entscheidung über den richtigen Schulranzen nicht gerade leicht machen. Schwer im Trend sind derzeit Schulranzen-Partys: Veranstaltungen, auf denen verschiedene Hersteller die neuesten Modelle in allen Farben und Formen präsentieren. Allzu leicht kann man dann angesichts dieser Vielfalt aus den Augen verlieren, worauf es wirklich ankommt. Bei den zukünftigen Grundschülern zählt primär das Aussehen: Ein Schulranzen mit Motiven aus ihrem Lieblingsfilm steht in ihrer Gunst ganz weit oben. Eltern hingegen möchten vor allem den Rücken ihres Kindes nicht überbelasten. Die Checkliste der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. zeigt, wie ein rücken- und kindgerechter Schulranzen aussieht und was es sonst noch zu beachten gibt:



  • Ein wichtiges – aber nicht allein entscheidendes – Kriterium bei der Schulranzenwahl ist das Gewicht, denn die Wirbelsäule von Kindern sollte nicht zu stark belastet werden. Ein Ranzen mit einem Volumen von 15 Litern sollte leer nicht mehr wiegen als 1,3 Kilogramm. Zudem ist die Unterbringung schwerer Gegenstände in einem rückennahen Fach sehr wichtig. Bei der Frage nach dem maximalen Gewicht sollten auch individuelle Faktoren unbedingt berücksichtigt werden. So gibt es Kinder die sich erst dann anstrengen müssen, wenn der Ranzen 1/3 des Körpergewichts wiegt. Schwächere Kinder weisen aber schon bei einem Tragegewicht von 12 % des Körpergewichts Anzeichen einer Überbelastung auf.
  • Rückenkonstruktion: Eine stabile Kontur ist wichtig, die sich der Schwingung der Wirbelsäule anpasst, der Inhalt des Ranzens darf jedoch nicht durchdrücken. Außerdem muss eine atmungsaktive und rutschfeste Polsterung mit seitlicher Führung die Wirbelsäule entlasten und den Ranzen mittig platzieren.
  • Die Schulterträger sollten ebenfalls über eine komfortable Polsterung verfügen, ergonomisch geformt und mindestens 4 cm breit sein. Ihre Verstellbarkeit ermöglicht eine Platzierung des Ranzens dicht an den Schulterblättern. Ein Brustgurt fixiert den Schulranzen zusätzlich am Körper und optimiert die Gewichtsverteilung.
  • Der Schulranzen sollte über einen komfortablen Tragegriff verfügen.


Die Modelle Touch, Light und Comfort von Step by Step, Sammies Premium plus, Sammies Premium und Sammies Optilight sowie Die Spiegelburg Ergo Style, Ergo Style plus und Flex Style erfüllen unter anderem diese Kriterien und wurden bereits mit dem AGR-Gütesiegel ausgezeichnet. Diese Schulranzen sind besonders rückengerecht und gewährleisten, dass die Haltungsentwicklung der Kinder nicht eingeschränkt ist.

Tipp zum richtigen Alltagsverhalten
Wichtig ist außerdem: Auch der beste Ranzen kann zur Belastung werden, wenn er übermäßig gefüllt wird. Der Schulranzen sollte daher jeden Tag neu gepackt werden – und zwar nur mit den Dingen, die in der Schule wirklich gebraucht werden. Alles andere ist nur unnötiger Ballast für die Bandscheiben.

Gibt es einen rückengerechten Rucksack für die Schule?
Die Empfehlung des Ranzens gilt vor allem für die Grundschulzeit. Danach wollen die meisten Kinder den Tornister gegen einen cooleren und sportlicheren Rucksack eintauschen. Die gute Nachricht: Aus Sicht der Rückengesundheit spricht nichts dagegen. Denn mittlerweile gibt es rückengerechte Schulrucksäcke, wie die Modelle EvverClevver und Flexline von Coocazoo und Step by Step, welche die gleichen Kriterien erfüllen wie sie beim Schulranzen gefordert sind. Das AGR-Gütesiegel hilft auch bei den Schulrucksäcken bei der Kaufentscheidung. Alle Anforderungen an Schulranzen und -rucksäcke sowie eine Liste der von der AGR zertifizierten Modelle finden Sie auch unter www.agr-ev.de/schulranzen.

Über die AGR
Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. arbeitet seit 20 Jahren daran, ein Bewusstsein für die Bedeutung rückengerechter Verhältnisse zu schaffen. Eine wichtige Entscheidungshilfe für Verbraucher stellt das AGR-Gütesiegel „Geprüft & empfohlen" dar. Von unabhängigen medizinischen Gremien als besonders rückenfreundlich eingestufte Alltagsgegenstände können mit dem Gütesiegel ausgezeichnet werden.

Weiterführendes Informationsmaterial und einen Überblick über aktuelle Broschüren und Bücher finden Sie online unter www.agr-ev.de/patientenmedien.

 

Dies ist eine Pressemitteilung der Aktion Gesunder Rücken e. V. Bildmaterial und weitere Meldungen finden Sie in unsererm Presseportal.

 

 

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Schon gewusst? 10 Prozent war gestern! Der Schulranzen darf ruhig schwerer sein

Schulranzen 10 300Der Schulranzen darf höchstes zwischen zehn und zwölf Prozent des eigenen Körpergewichts wiegen." Was früher als Richtwert für Rucksäcke und Ranzen galt, ist laut Experten heute längst überholt. Trotzdem werden jedes Jahr immer wieder Stimmen in den Medien laut, die dieses Gerücht streuen. Doch welches Gewicht ist denn nun die Höchstgrenze? Und welche weiteren Kriterien sollte ein idealer Schulranzen erfüllen? Die Aktion Gesunder Rücken e. V. (AGR) informiert.

Kurz vor Schulstart bewegt kaum ein anderes Thema Eltern, Großeltern und Erziehungsverantwortliche so sehr wie die Fragen nach dem "richtigen" Schulranzen bzw. Schulrucksack. Und Klärungsbedarf gibt es reichlich: Welcher ist für unser Kind am besten geeignet? Welches Gewicht kann ich dem heranwachsenden Rücken wirklich zumuten? Und die wichtigste Frage für die ABC-Schützen in spé: Wie soll er aussehen?

Wer bei der Anschaffung nichts falsch machen möchte, sollte sich an Ratschlägen von Experten orientieren. Und diese wissen genau: Die Empfehlungen für ein Tragegewicht, das zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts nicht überschreiten sollte, sind völlig veraltet. Sie resultieren aus einer wissenschaftlichen Fehl-interpretation. Dr. Dieter Breithecker, Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden, klärt auf: "Die Empfehlung von zehn Prozent stammt aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Sie bezog sich darauf, wie schwer der Tornister eines Rekruten sein durfte, damit bei Langzeitbelastungen keine muskulären Ermüdungen auftraten." Mit Langzeitbelastung waren aber Märsche ab 20 Kilometern gemeint. Heutzutage haben Schulkinder nicht annähernd so einen langen Schulweg, weshalb diese Regel gar nicht auf sie zutrifft. "Diesen Wert auf Ranzen und Schulkinder anzuwenden, ist völlig unrealistisch", kritisiert Breithecker. Auch die "Kid-Check Studie" der Saarland-Universität bestätigt das. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass nicht alle Kinder pauschal über einen Kamm geschert werden können. So gibt es Kinder die sich erst dann anstrengen müssen, wenn der Ranzen 1/3 des Körpergewichts wiegt. Schwächere Kinder weisen aber schon bei 12 % Tragegewicht Anzeichen einer Überbelastung auf. Individuelle Faktoren sollten unbedingt berücksichtigt werden. Das können z. B. die Belastungsverträglichkeit (Kraft und Koordinationsleistung), Belastungsdauer, ergonomische Qualität des Schulranzens/ Schulrucksacks, individuelles Trageverhalten und weitere sogenannte Risikofaktoren wie beispielsweise die Häufigkeit des Sitzens sein. "Auch wenn nach aktuellen Erkenntnissen der Ranzen etwas schwerer sein darf, sollte man nicht versäumen darauf zu achten, unnötiges Gewicht im Ranzen zu vermeiden. Für den Ranzenkauf ist es jedoch wichtig zu wissen, dass nicht immer der leichteste Ranzen auch automatisch der Beste ist" so Detlef Detjen vom Vorstand der Aktion Gesunder Rücken e. V. (AGR).

Worauf es beim Schulranzen/ -rucksack ankommt

Solange sich das Haltungs- und Bewegungssystem noch in der Entwicklung befindet, sollte grundsätzlich von einer besonderen Empfindlichkeit gegenüber Fehlbelastungen ausgegangen werden. Umso wichtiger ist es, schon im Kindesalter auf ergonomische Alltagsgegenstände wie Schulranzen Wert zu legen. Wichtige Anforderungen sind z. B. ein ergonomisch geformtes, rutschfestes Rückenteil, das sich der natürlichen Form der Wirbelsäule anpasst. Achten Sie beim Kauf auch darauf, ob der Ranzen eng am Körper anliegt. Sitzt er vielleicht zu hoch oder zu niedrig? Gut gepolsterte Tragegurte, die mindestens vier Zentimeter breit und verstellbar sein sollten, erhöhen ebenfalls den täglichen Tragekomfort. Schwere Inhalte, wie Bücher, sollten in körpernahen Fächern verstaut werden können. Weitere wichtige Tipps und Hinweise sowie Kriterien für einen rückenfreundlichen Schulranzen gibt es im Internet unter www.agr-ev.de/schulranzen
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Der große Schulranzen-Check

Blog ranzen2013Die Aktion Gesunder Rücken gibt Tipps für den Ranzenkauf

Um künftige ABC-Schützen über das vielfältige Angebot an Schulranzen zu informieren, finden jetzt wieder in Kindergärten, Kitas und Fachgeschäften zahlreiche Schulranzenpartys statt. Die Auswahl an Ranzen ist groß, doch worauf kommt es an? Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. gibt Tipps für einen rückengerechten Schulanfang.

Auch wenn für Kinder meist nur das Design des neuen Ranzens eine Rolle spielt, sollten Eltern auch gesundheitliche Aspekte berücksichtigen. Denn Grundschulkinder befinden sich noch im Wachstum und die Wirbelsäule ist besonders anfällig für außergewöhnliche Belastungen. Wie wichtig das Thema "gesunder Kinderrücken" ist, belegen folgende Fakten: Schon heute leiden 48 Prozent aller 11- bis 14-Jährigen unter Haltungsstörungen und 44 Prozent aller Viertklässler klagen gelegentlich, 8 Prozent der Viertklässler sogar ständig über Rückenschmerzen. Die AGR stärkt daher das Bewusstsein von Eltern und Pädagogen für die Rückengesundheit ihrer Schützlinge im Schulalltag. Neben aktiver Aufklärungsarbeit, zeichnet die AGR besonders rückenfreundliches Schulequipment mit dem Gütesiegel "Geprüft & empfohlen" aus.

Darauf kommt es bei einem Schulranzen an:

Als täglicher Begleiter sollte der Ranzen zwar über ausreichend Stauraum, allerdings gleichzeitig über ein geringes Gewicht (maximal 1,3 Kilo Leergewicht) verfügen. Für einen perfekten Sitz werden zudem Schulranzen mit einem ergonomisch geformten, rutschfesten Rückenteil, das sich der natürlichen Form der Wirbelsäule anpasst, empfohlen. Bei der Fächeraufteilung gilt es zu beachten, dass zur Unterbringung schwerer Gegenstände stabile Fächer dicht am Rücken vorhanden sind. Gut gepolsterte Tragegurte (mindestens vier Zentimeter breit) die stets parallel eingestellt sind, erhöhen ebenfalls den täglichen Tragekomfort.

Tipp:

Die mit dem AGR-Gütesiegel ausgezeichnete Schulranzen-Serie Sammies von Samsonite (www.sammies-schulranzen.de) vereint ergonomische Ansprüche mit beliebten, farbenfrohen Motiven. Die optimale Lösung für einen gesunden Kinderrücken. AGR geschulte und zertifizierte Fachgeschäfte findet man im Internet unter www.agr-ev.de/fachgeschaefte

Pressemitteilung vom 15.02.2013

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