Je früher eine Skoliose erkannt wird, desto erfolgversprechender und schonender ist ihre Behandlung
Eine wichtige Orientierungshilfe in der Früherkennung für Eltern bietet der sogenannte Vorneigetest. Auch Nichtmediziner können so eine erste grobe Einschätzung treffen. Auf was du achten solltest:
- Weicht die Wirbelsäule vom Lot ab?
- Steht die eine Schulter höher als die andere?
- Steht das Becken gerade oder sinkt eine Beckenseite ab?
- Ist ein Taillendreieck größer als das andere?
Klingt im ersten Moment etwas fachlich, auf der Internetseite des Deutschen Skoliose Netzwerks (DSN) findest du aber einen Flyer mit genauer Anleitung. Solltest du tatsächlich Auffälligkeiten feststellen, kann ein Kinderarzt oder Orthopäde bei der Abklärung helfen. Falls du bei der Suche nach einem erfahrenen Arzt, Therapeuten oder einer Klinik unsicher bist, unterstützt dich das DSN gerne. Alle Beratungsangebote sind kostenlos.
Das DSN Deutsches Skoliose Netzwerk ist eine bundesweit tätige, gemeinnützig anerkannte Selbsthilfeorganisation und gilt als eine erste Anlaufstelle für Ratsuchende. Das Netzwerk klärt auf, informiert und unterstützt an Skoliose erkrankte Erwachsene sowie Eltern betroffener Kinder und Jugendliche bei allen Fragen zu konservativen-, operativen- und rehabilitativen Behandlungsmöglichkeiten. Die Organisation arbeitet kompetenzübergreifend mit Kinder- und Jugendärzten, Orthopäden, Physiotherapeuten, Korsettbautechnikern, Skoliose OP-Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen zusammen und hilft bei sozialrechtlichen Fragen.
Dem Skoliose Kompetenzzentrum angeschlossen ist eine Dauerausstellung ergonomisch-orthopädischer Systeme. Das Ziel ist es, den Rücken nicht nur medizinisch-therapeutisch zu behandeln, sondern vor allem auch im Alltag zu unterstützen.