- Der vordere Bereich der Schuhe ist besonders breit, sodass die Zehen ausreichend Platz haben, um sich zu bewegen und zu spreizen.
- Barfußschuhe sind sehr leicht, um das natürliche Bewegungsmuster nicht zu beeinträchtigen.
- Zwischen der Ferse und dem Vorfuß besteht bei Barfußschuhen kein Höhenunterschied, sie haben also keinerlei Absatz. Das soll die natürliche Haltung und Gewichtsverteilung unterstützen.
- Minimalistenschuhe bieten kaum Dämpfung. Das soll die natürliche Stoßdämpfung des Körpers wiederherstellen.
Der Grundgedanke von Barfußschuhen ist es, den Fuß so arbeiten zu lassen, als würde man barfuß gehen. Bei konventionellen Schuhen ist die Bewegung des Fußes oft eingeschränkt, das soll bei Minimalistenschuhen aufgehoben werden. Doch ist das immer gesund?
Das sind die Vorteile von Barfußschuhen
Barfußschuhe sind gesund? Zumindest haben sie einige deutliche Vorteile:
- Barfuß zu laufen ist unsere natürliche Fortbewegungsmethode. Füße, Beine, Hüfte und Rücken sind auf diese Bewegung ausgelegt. Barfußschuhe können eine natürliche Fußbewegung unterstützen und damit gesundheitliche Probleme eindämmen.
- Weil Barfußschuhe weniger stützende Elemente haben, muss der Fuß mehr arbeiten. Das hilft, die Fußmuskulatur zu stärken.
- Durch die natürliche Fußbewegung, den fehlenden Absatz und die dünne Sohle kann die Körperhaltung verbessert werden.
- Barfußschuhe ermöglichen ein besseres Gefühl für den Untergrund. Dadurch können sich Balance und Körpergefühl verbessern. Auch das Gehen auf unebenem Gelände kann sicherer werden.
- Die Füße sind mit vielen Sensoren und Nerven verbunden, die aber durch das Tragen von Schuhen kaum noch Reizen ausgesetzt sind. Barfußschuhe ändern das und bieten den Fußsohlen wieder echten Kontakt zum Boden.
- Nach und nach kann der Körper durch Minimalistenschuhe wieder eine natürliche Dämpfung entwickeln und die Muskulatur stärken. Das kann auf Dauer das Verletzungsrisiko verringern.
Das sind die Nachteile von Barfußschuhen
Sollten wir also alle auf Barfußschuhe umsteigen? Nein! Diese können nämlich auch einige Nachteile haben:
- Die Umstellung auf Barfußschuhe braucht Zeit. Muskeln und Sehnen werden durch die dünne, flexible Sohle und die fehlende Stützwirkung stärker belastet. Das kann anfangs zu Schmerzen und sogar zu Verletzungen führen. Um Überlastung zu vermeiden, solltest du deshalb die Schuhe nur für kurze Zeit tragen und die Tragedauer langsam steigern.
- Bei gesunden Füßen und einem starken Bewegungsapparat können Barfußschuhe eine echte Bereicherung sein. Anders kann es aussehen, wenn du Gelenkprobleme, Hallux valgus, Fußfehlstellungen oder andere Probleme hast. Durch die mangelnde Stützfähigkeit und Dämpfung können sich solche Probleme verstärken.
- Die dünne Sohle von Barfußschuhen bietet nur wenig Schutz vor Steinen, Scherben und unebenem Untergrund.
- Außerdem schützen Barfußschuhe kaum vor Kälte.