Sprache auswählen

Blog Kategorie → Rückengerecht Trainieren

Zurück zur Übersicht des Rücken-Blogs
Collage mit Astronautinnen und Astronauten beim Training und Arbeiten in einer Raumfähre unter Schwerelosigkeit.

Wusstest du, dass Übungen für die Rumpfmuskulatur zur täglichen Routine von Astronauten gehören? In der Schwerelosigkeit bauen nämlich die Muskeln schnell ab. Dem entgegenzuwirken ist ganz entscheidend für die Gesundheit und Fitness der Astronauten.
Besonders wichtig ist dabei die Rumpfmuskulatur, die Rücken und Wirbelsäule stabilisiert. Bis zu zwei Stunden täglich trainieren Astronauten gezielt die Kraft und Stabilität dieser und weiterer Muskelgruppen, um fit zu bleiben.
Auf der Erde bauen die Muskeln natürlich nicht so leicht ab. Trotzdem lassen sich viele der Prinzipien aus dem Weltall auch auf unseren Alltag übertragen. Wie das geht und welche Übungen du ausprobieren solltest, das erfährst du hier.

Auf einen Blick: Übungen für die Rumpfmuskulatur

  • Astronauten trainieren in der Schwerelosigkeit täglich intensiv Kraft und Stabilität, um dem raschen Muskelabbau entgegenzuwirken.
  • Die Rumpfmuskulatur bildet das Stabilitätszentrum des Körpers, unterstützt die Wirbelsäule und ermöglicht eine aufrechte Haltung.
  • Ein effektives Core-Training beansprucht das funktionelle Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen von den Bauchmuskeln bis zum Becken.
  • Hocheffektive Eigengewichtsübungen wie Mountain Climbers, Bird Dog oder der Seitstütz aktivieren gezielt die stabilisierende Tiefenmuskulatur.
  • Für den Trainingserfolg im Alltag gilt das Astronauten-Prinzip: Kurze, regelmäßige Einheiten sind wirkungsvoller als seltene Höchstleistungen.

Welche Übungen helfen mir, meine Rumpfmuskulatur zu stärken?

Um Bauch, Hüfte, Becken und Rücken zu stärken, gibt es verschiedene Übungen. Besonders effektiv für die Core-Muskulatur sind diese 5 Übungen:

  • Mountain Climbers
  • Bird Dog (Diagonalstrecken im Vierfüßlerstand)
  • Side Plank (Seitstütz)
  • Glute Bridge (Brücke)
  • Dead Bug

Wie funktioniert die Übung Mountain Climbers?

Begib dich für diese Übung in die Liegestützposition. Ziehe jetzt abwechselnd ein Knie in Richtung Brust und wechsle das Bein in einer fließenden Bewegung. Achte darauf, die ganze Zeit den Rücken gerade zu halten und den Rumpf zu stabilisieren!
Besonders praktisch: Bei den Mountain Climbers trainierst du Ober- und Unterkörper gleichzeitig.

Illustration einer Person im Unterarmstütz mit angezogenem Knie zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur.

Wie wird die Übung Bird Dog durchgeführt?

Bird Dog (Diagonalstrecken im Vierfüßlerstand) gehört zu den Klassikern unter den Rumpfmuskulatur-Übungen. So funktioniert er:

  1. Begib dich in den Vierfüßlerstand.
  2. Strecke gleichzeitig einen Arm nach vorne und das gegenüberliegende Bein nach hinten.
  3. Halte kurz und wechsle dann die Seiten.

Der Rücken bleibt möglichst stabil, auch wenn Arme und Beine in Bewegung sind.

Illustration einer Person im Vierfüßlerstand mit ausgestrecktem Arm und Bein zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur.

Wie geht ein Seitstütz?

Ein starker Core hängt auch von den seitlichen Rumpfmuskeln ab und diese werden beim Seitstütz (Side Plank) gut trainiert.

  1. Stütze dich in Seitenlage auf Unterarm und Fuß.
  2. Hebe die Hüfte an, bis Kopf, Oberkörper und Beine eine Linie bilden.
  3. Halte die Position einige Sekunden lang und wechsle anschließend die Seite.
Illustration einer Person im Seitstütz mit ausgestrecktem Arm zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur.

Wie trainiert man mit der Glute Bridge?

Die Brücke, die manche auch unter Glute Bridge kennen, stärkt Po, Oberschenkel und Rückenstrecker.

  1. Lege dich auf den Rücken und stelle die Füße hüftbreit auf.
  2. Hebe das Becken an, bis Oberkörper und Oberschenkel eine Linie bilden.
  3. Halte kurz und senke das Becken dann langsam wieder ab.
Illustration einer Person in Rückenlage mit angehobenem Becken bei einer Glute Bridge zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur.

Was bringt die Übung Dead Bug?

Bei dieser Core-Übung sprichst du die tiefe Bauchmuskulatur und die Koordination zwischen Armen und Beinen an. So funktioniert die Übung:

  1. Lege dich auf den Rücken und hebe die Arme und Beine an.
  2. Strecke nun langsam einen Arm nach hinten und das gegenüberliegende Bein nach vorne, ohne den Rücken vom Boden zu lösen!
  3. Kehre in die Ausgangsposition zurück und wechsle die Seite.
Illustration einer Person in Rückenlage mit diagonal ausgestrecktem Arm und Bein bei der Dead-Bug-Übung zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur.

Suchst du noch mehr Übungen für den Rücken und den Rumpf? Auf unserer Internetseite haben wir effektiver Rückenübungen zusammengestellt, aus denen du dir dein perfektes Core-Training zusammenstellen kannst.

Welche Trainingsprinzipien aus dem Weltall funktionieren auch im Alltag?

Diese Grundsätze und Prinzipien aus dem Astronautentraining sind auch für dein eigenes Training wichtig:

  • Die Tiefenmuskulatur ist wichtiger als die sichtbaren Muskeln. Wenn Menschen an einen starken Rumpf denken, haben sie oft einen Sixpack vor Augen. Für Astronauten ist jedoch vor allem die stabilisierende Muskulatur rund um Wirbelsäule und Becken wichtig. Im Alltag bedeutet das: Trainiere nicht nur die großen Bauchmuskeln, sondern wähle vor allem Übungen, die die Stabilität fördern!
  • Regelmäßigkeit schlägt Höchstleistungen. Astronauten trainieren nicht einmal pro Woche besonders hart, sondern nahezu täglich. Auch hier auf der Erde sind kurze, aber regelmäßige Einheiten wirkungsvoller als seltene intensive Trainings.
  • Der Körper funktioniert als Ganzes. Im Weltraum trainiert niemand isoliert nur den Rücken oder nur den Bauch. Das Ziel ist immer ein stabiles Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen. Deine Core-Übungen (Core ist das englische Wort für Rumpf) sollten deshalb Bauch, Rücken, Becken und Hüfte gleichermaßen mit einbeziehen. Und: Funktionelle, dynamische Übungen sind oft sinnvoller als reine Isolationsübungen.
  • Bewegungsmangel baut die Muskulatur schneller ab, als viele denken. In der Schwerelosigkeit wird dieser Effekt besonders sichtbar, aber er spielt auch hier auf der Erde eine Rolle: Wenn Muskeln nicht ausreichend gefordert werden, bauen sie ab. Deshalb ist gezieltes Core-Training mehrmals pro Woche so hilfreich.

Warum ist die Rumpfmuskulatur so wichtig?

Die Rumpfmuskulatur ist das Kraft- und Stabilitätszentrum des Körpers. Sie unterstützt die Wirbelsäule, sorgt für eine aufrechte Haltung und hilft dabei, Bewegungen kontrolliert auszuführen. Dazu tragen viele verschiedene Muskelgruppen bei: die geraden und schrägen Bauchmuskeln, der Rückenstrecker, die tiefliegenden Bauch- und Rückenmuskeln, die Beckenbodenmuskulatur, das Zwerchfell und noch einige weitere Muskelgruppen.
Gemeinsam stabilisieren sie den Oberkörper, unterstützen die Wirbelsäule und sorgen dafür, dass Bewegungen wie Drehen, Beugen, Strecken oder das Heben von Lasten kontrolliert ausgeführt werden können. Eine schwache Rumpfmuskulatur kann all diese Tätigkeiten und Bewegungen erschweren. Deshalb sind gezielte Übungen für Rumpf und Rücken so wichtig.

Mehr aus der Rückenwelt