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Kinder bewegen sich beim Spielen drinnen und draußen mit Balanceübungen, Bewegungsspielen und Seilspringen.

Mal ganz ehrlich: Wann hast du dich zum letzten Mal einfach aus Spaß und Freude bewegt? Für viele Erwachsene ist Bewegung mit anstrengendem Training, dem Gefühl von Verpflichtung und womöglich einem schlechten Gewissen verbunden. Dabei muss das überhaupt nicht so sein!
Beim Thema Bewegung können wir uns ein Beispiel an Kindern nehmen: Sie rennen, toben, klettern und springen nicht aus Vernunft, sondern einfach, weil es ihnen Spaß macht. Das können wir auch als Erwachsene wieder lernen.

Auf einen Blick: Freude an der Bewegung

  • Während Kinder intuitiv aus Entdeckungsdrang toben, ist Bewegung für Erwachsene oft mit Pflichtgefühl oder Leistungsdruck behaftet.
  • Kleine Alltags-Missionen („Sidequests“) verwandeln Spaziergänge oder Radtouren in spielerische Entdeckungstouren ohne Leistungsdruck.
  • Intuitives Bewegen, wie morgendliches freies Strecken oder kurzes Tanzen, bringt die natürliche Dynamik zurück in den Körper.
  • Die richtige Ausstattung – von bequemen, rückengerechten Schuhen bis zu weichen Bodenmatten – schafft den passenden Rahmen für Bewegung zu Hause und unterwegs.
  • Spontanen Impulsen nachzugehen und auch mal albern zu sein (z. B. über Bordsteine balancieren), baut Hemmungen ab und fördert die Bewegungsfreude.

Warum haben Kinder mehr Freude an der Bewegung als viele Erwachsene?

Sich zu bewegen ist für die meisten Kinder eine Selbstverständlichkeit. Sie rennen, springen, klettern, balancieren und drehen sich im Kreis, wie es ihnen gerade gefällt. Bewegung gehört für sie ganz selbstverständlich zum Spielen, Entdecken und Ausprobieren dazu.
Mit den Jahren kann sich der Blick auf Bewegung jedoch ändern: Für viele Erwachsene sind körperliche Aktivitäten nicht mehr positiv belegt.

Familie mit zwei Kindern läuft gemeinsam mit einem Hund über eine Wiese und bewegt sich an der frischen Luft.

Wir wissen zwar, wie viele positive Auswirkungen regelmäßige Bewegung im Alltag hat. Trotzdem gelingt es uns oft nicht, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Dahinter stehen mehrere Effekte:

  • Im anstrengenden Erwachsenen-Leben bleibt nur noch wenig Zeit fürs Ausprobieren, Entdecken und Spielen.
  • Bewegung und Sport sind für Erwachsene meist mit bestimmten Zielen verbunden, wie Abnehmen oder ein ausgeglicheneres Leben führen. Das ist zwar wichtig, aber klingt nicht unbedingt nach Spaß.
  • Viele Menschen machen als Kinder und Jugendliche negative Erfahrungen mit dem Thema Sport. Ihr Körper wird bewertet, ihre Leistung ist für den Verein nicht gut genug, vielleicht ist auch der Sportunterricht wenig motivierend. Das kann die Freude an der Bewegung nachhaltig stören.

Doch es gibt jede Menge Möglichkeiten, die Freude an der Bewegung wieder neu zu entdecken:

Mit welchen Tipps kann man die Freude an der Bewegung wiederfinden?

Die gute Nachricht: Die Freude an der Bewegung ist in den meisten Fällen nicht verschwunden, sondern nur überdeckt oder in den Hintergrund geraten. Wer sich Neugier und Entdeckungsdrang erlaubt, lädt auch den Spaß an der Bewegung wieder in sein Leben ein. Diese Tipps helfen dabei:

  • Verwandle Bewegung in kleine Sidequests
  • Bewege dich so, wie dein Körper es gerade möchte
  • Suche dir Anreize für spielerisches Ausprobieren
  • Mache dir Bewegung so angenehm wie möglich
  • Erlaube es dir, albern zu sein

Wie verwandelt man Bewegung in kleine Sidequests?

Alltags-Missionen zum Thema Bewegung könnten zum Beispiel so aussehen:

  • Gehe so lange spazieren, bis du ein Foto in jeder Farbe des Regenbogens machen konntest.
  • Halte beim Radfahren Ausschau nach unterschiedlichen Tierarten! Wie viele findest du?
  • Mache es dir zur Aufgabe, mindestens einmal pro Woche einen neuen Weg zu erkunden.

Solche Sidequests fühlen sich nicht nach „Sport treiben“ an, sondern nach kleinen Alltagsabenteuern und sind damit ideal für mehr Freude an der Bewegung!
Der Begriff „Sidequest“ kommt übrigens aus dem Bereich der Computerspiele. Dort beschreibt er kleine, zusätzliche Aufgaben, die die Geschichte nicht direkt voranbringen, aber jede Menge zusätzlichen Spaß bedeuten. In den letzten Jahren ist der Begriff auch zum Symbol dafür geworden, sich das Alltagsleben mit kleinen, „unnötigen“ Aufgaben zu verschönern.

Wie kann man sich wieder so bewegen, wie es der Körper gerade möchte?

Kinder wechseln ständig ihre Bewegungen, ganz intuitiv. Sie hüpfen und drehen sich, rennen ein Stück, setzen sich auf den Boden und springen wieder auf, wie es ihnen gerade in den Sinn kommt.

Diese intuitive Form der Bewegung müssen Erwachsene oft erst wieder lernen. Doch das ist möglich! Nimm dir morgens fünf Minuten Zeit, um dich frei zu bewegen! Dehne und strecke dich, tanze vielleicht ein bisschen oder hüpfe ein paarmal auf und ab. Sei kreativ und probiere aus, was dir guttut.

Welche Anreize gibt es für spielerisches Ausprobieren?

Wenn du für das freie Bewegen einen zusätzlichen Anreiz brauchst, dann könnten die neuen AGR-geprüften Stapelsteine genau richtig sein. Sie bieten jede Menge Möglichkeiten zum Stapeln, Bauen, Klettern, Sitzen, Balancieren und Gestalten. Das ist nicht nur für Kinder spannend, sondern auch für Erwachsene.

Kind und Erwachsene balancieren gemeinsam auf Trittsteinen im Wohnzimmer und fördern spielerisch Bewegung im Alltag.

Wie kann man sich Bewegung so angenehm wie möglich machen?

Wenn beim Gehen ständig der Schuh kneift oder zu Hause alles vollsteht, macht Bewegung keinen Spaß. Deshalb lohnt es sich, der grundlegenden Ausrüstung ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.
Besonders wichtig sind gute Schuhe, die den Rücken entlasten und sich auch nach Stunden noch bequem anfühlen. Hier findest du Tipps und Checklisten für Geh- und Laufschuhe, mit denen du den passenden Schuh für dich finden kannst.
Zu Hause können Bodenmatten ein echter Game-Changer sein. Sie schaffen einen Raum, in dem viele unterschiedliche Bewegungen möglich werden.

Warum kann es sich lohnen, von Zeit zu Zeit albern zu sein?

„Wie sieht das denn aus, wenn ich hier einfach über den Bordstein balanciere?“ Egal! Lass die anderen denken, was sie wollen, und gehe so oft wie möglich deinen Impulsen nach. Genau in ihnen liegt die Begeisterung, die ein bewegtes Leben so schön macht.

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