Schmerzt das Handgelenk nach dem Schrauben? Dieses Problem kennen viele Handwerker und DIY-Enthusiasten. Kein Wunder: Das Handgelenk ist eines der komplexesten Gelenke unseres Körpers und damit besonders anfällig für Störungen. Wenn dann einseitige und sich häufig wiederholende Bewegungen dazukommen, kann es schnell zu Problemen im Bereich des Handgelenks kommen. Doch was kann man dagegen tun? Wir schauen uns verschiedene Ursachen für Schmerzen im Handgelenk genauer an und geben dir 5 hilfreiche Tipps, wie du diese vermeiden kannst.
Warum schmerzt mein Handgelenk beim Schrauben?
Die komplexe Konstruktion des Handgelenks sorgt für die filigrane Beweglichkeit der Hand, aber sie macht sie auch anfällig für Überlastung und Verletzungen. Unser Handgelenk besteht aus vielen einzelnen Elementen, die perfekt zusammenspielen müssen: kleine Knochen, mehrere Gelenkflächen, Sehnen in engen Kanälen und verschiedene Nerven (zum Beispiel der Nervus medianus oder der Ulnarnerv).
Mögliche Ursachen für Schmerzen im Handgelenk können sein:
- Überlastung der Sehnen und Sehnenscheiden häufig wiederholte Bewegungen
- dauerhafte mechanische Belastung durch ungünstige Bewegungsmuster (zum Beispiel, wenn das Handgelenk oft abgeknickt wird, lange unter Spannung steht oder gegen Widerstand arbeiten muss)
- Nervenreizung, die durch wiederholte Bewegung verstärkt wird (geht häufig auch mit Taubheitsgefühl und Kribbeln einher)
- muskuläre Dysbalancen im Unterarm und Handgelenk
Was kann ich tun, um mein Handgelenk zu schonen? 5 Tipps
Beim Schrauben können Beschwerden in der Hand und im Handgelenk besonders leicht auftreten. Das liegt an der wiederholten Drehbewegung, an der typischen abgeknickten Handgelenksposition und an hoher Kraft bei kleiner Bewegung.
Doch gegen diese Dinge lässt sich einiges tun. Hier kommen unsere 5 Tipps gegen Handgelenksprobleme beim Schrauben:
Tipp 1: Ergonomisches Werkzeug verwenden
Falsches Werkzeug gehört zu den häufigen Auslösern für Handgelenksschmerzen beim Schrauben. Wenn der Schraubendreher nicht gut in der Hand liegt oder die Kraftübertragung nicht stimmt, können leichter Beschwerden in Händen und Handgelenken auftreten.
Gönne dir deshalb Schraubendreher mit ergonomischen Griffen! Sie ermöglichen ein kontrolliertes Arbeiten, bei dem deine Gelenke weniger belastet werden. Damit du weißt, worauf du beim Kauf achten solltest, haben wir eine ausführliche Seite mit Infos für dich zusammengestellt. Dort findest du alle wichtigen Kriterien von ergonomisch ausgeklügelten Schraubendrehern.
Tipp 2: Häufiger zum Akkuschrauber greifen
Viele Handwerker nutzen zu selten einen Akkuschrauber. „Die paar Schrauben kann ich doch schnell von Hand lösen“, hört man dann oft. Doch genau diese „paar Schrauben“ können am Ende zu Belastungen führen. Nutze deshalb häufiger den Akkuschrauber! Der Aufwand, diesen auszupacken und in Betrieb zu nehmen, lohnt sich für dein Handgelenk auf jeden Fall!
Du bist noch auf der Suche nach einem guten und ergonomischen Akkuschrauber? Dann solltest du diese Übersichtsseite genauer in Augenschein nehmen. Dort findest du jede Menge Hintergrundinfos und Tipps.
Tipp 3: Schraubendreher mit elektrischer Unterstützung nutzen
Ist deine Arbeit nicht gut für den Akkuschrauber geeignet, aber durch die wiederholte Bewegung ist dein Handgelenk oft gereizt? Dann könnte ein elektrischer Schraubendreher die Lösung für dich sein.
Dieses Werkzeug sieht aus wie ein ganz gewöhnlicher Schraubendreher, unterstützt dich aber elektrisch bei der Schraubbewegung. Diese Unterstützung ist manuell zuschaltbar, sodass du die Arbeit genau nach deinen Bedürfnissen ausführen kannst.
Tipp 4: Hand und Handgelenk trainieren
Wie belastbar deine Hände und Handgelenke sind, ist nicht unveränderbar. Wenn keine ernsthaften Erkrankungen vorliegen, kannst du mit einfachen Übungen deine Flexibilität und Belastbarkeit verbessern. Probiere diese Übungen aus, bevor du mit der Arbeit beginnst:
- Kreise deine Handgelenke langsam in beide Richtungen!
- Schließe und öffne die Faust 10- bis 15-mal hintereinander!
- Drücke die Handfläche sanft nach unten gegen einen Widerstand, um den Unterarm zu dehnen!
Tipp 5: Richtige Arbeitstechnik kennen und Pausen einplanen
Beschwerden treten nicht nur durch falsches Werkzeug auf, sondern unter Umständen auch durch die Art, wie du arbeitest. Achte deshalb auf diese Punkte:
- Halte dein Handgelenk möglichst neutral, knicke es also nicht übermäßig ab!
- Ändere regelmäßig deine Handposition oder wechsle zwischen Werkzeugen mit verschiedenen Griffen!
- Plane häufig kurze Pausen ein! Schon 30 Sekunden Entlastung alle paar Minuten können für eine spürbare Entlastung sorgen.
Welchen unserer Tipps probierst du als erstes aus?





