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RÜCKENSCHMERZEN!

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Aktives Sitzen hält Kopf und Rücken fit!

Konventionelles Sitzen ist starres Sitzen. Starres Sitzen bedeutet angespannte - verspannte - Rückenmuskulatur, monotone Belastung der Bandscheiben und die Erschlaffung des ganzen Halteapparates. Das ist besonders für den Becken- und den Rumpfbereich gefährlich. Gleichzeitig führt starres Sitzen zu Müdigkeit und Sauerstoffarmut im Blut, die Konzentration lässt nach. Deshalb fordern moderne Orthopäden: „Auch im Sitzen soll man sich sehr viel bewegen.“ Mit Aktivsitzmöbeln, die zu häufigen Positions- und Haltungswechseln animieren, ist das möglich.

Die autochthone Muskulatur braucht Bewegung

Warum die sogenannten dreidimensionalen Sitzkonzepte für den Rücken so gut sind, zeigt ein Blick auf die Anatomie: Unsere Wirbelsäule ist ein kippeliger Turm aus 24 übereinander gestapelten Wirbelkörpern, zusammengehalten von zahleichen Muskeln. Sie bilden ein Geflecht dünner Muskelbänder, die sämtliche Wirbel kreuz und quer miteinander verbinden. Eine besondere Rolle spielt dabei die sogenannte autochthone Muskulatur (= Aufrichter und Stabilisator der Wirbelsäule), die unseren Körper ständig ausbalanciert, ohne dass wir etwas davon bemerken.

Diese Stützbänder arbeiten immer im Duo: Während ein Muskelstrang zieht, gibt sein Gegenspieler haltend nach – und umgekehrt. Dieses komplizierte System kann aber nur dann optimal funktionieren, wenn alle Muskel-Mitspieler kräftig und gleich stark sind. Sonst agieren nur die Cracks und die Schwachen klinken sich aus.

Anpassung des Stuhls an die Bewegungen

Heute weiß man: Eine zu schwache autochthone Muskulatur ist eine der Hauptursachen für Rückenbeschwerden. Aber genau diese so wichtigen kleinen Muskeln lassen sich durch das dreidimensionale Sitzen optimal trainieren. So ganz nebenbei, während der Arbeit. Weiterer Vorteil: Der Stuhl passt sich den Bewegungen des Sitzenden an, der Rücken bleibt immer aufrecht, selbst dann, wenn man sich dem Tisch zuneigt. Das beugt nicht nur Rückenproblemen vor, sondern fördert die Ernährung der Bandscheiben, entlastet die Organe, regt den Kreislauf an und steigt dadurch auch die Leistungsfähigkeit, die Konzentration und die Stimmung.

Hinweise

Bei einem Aktivsitzmöbel ist eine Rückenlehne nicht zwingend erforderlich. Eine solche kann aber sinnvoll sein, um den Wechsel zwischen aktiv-dynamischem und relaxtem Sitzen zu ermöglichen. Informationen zum Aktiv-Bürostuhl mit Rückenlehne finden Sie hier.

Um die gesunde Entwicklung von Körper und Geist zu fördern ist auch bei „den Kleinen“ schon darauf zu achten, dass sie aktiv sitzen.

Checkliste für rückengerechte Aktivsitzmöbel

Aktivsitzmöbel sollten sich an den Grundeigenschaften des Sitzballs orientieren. Sie bieten Bewegungsmöglichkeit in allen drei Dimensionen, d. h., Schwingen in der Vertikalen und horizontale Bewegungen in allen Richtungen sind möglich. Dies bringt eine ganze Reihe positiver Effekte mit sich, u. a. kontinuierliche Be- und Entlastung der Bandscheiben und der Muskulatur (Vermeidung von Verspannungen), ein Training der Rücken- und Bauchmuskulatur, der Kreislauf wird angeregt und Ermüdung wird vorgebeugt.

Alternativ können sich Aktivsitzmöbel auch an den Bewegungen nach dem Pendelprinzip orientieren. Es greift die Bewegungsimpulse des Menschen auf und gibt sie an ihn zurück. Die elastischen, schwingend gelagerten Elemente unter der Sitzfläche erzeugen im Wechselspiel mit kleinsten Körperbewegungen hochwirksame Bewegungsreize. Diese wirken direkt auf die Rezeptoren in Muskeln, Sehnen, Gelenken und Gleichgewichtsorganen. Diese Rezeptoren geben die Bewegungsinformationen an das Gehirn weiter, das seinerseits Bewegungsimpulse zurückschickt. Das Pendelprinzip verstärkt also nicht nur die körpereigenen Bewegungen, sondern regt darüber hinaus zu mehr Muskelaktivität an. Die Muskeln werden gestärkt und können helfen Rückenschmerzen zu vermeiden.

Das Sitzmöbel sollte über einen sicheren Stand verfügen. Aus Sicherheitsgründen ist ein unkontrolliertes Umkippen und Wegrollen unbedingt zu verhindern. Außerdemist es sinnvoll die seitliche Auslenkung zu begrenzen, denn dadurch erhalten auch schwerere oder rekonvaleszente Personen sowie Personen, die nicht mehr reaktionsschnell sind oder deren Koordinationsfähigkeit eingeschränkt ist, mehr Sicherheit.

Der Sitz muss zur optimalen Nutzung höheneinstellbar sein. Der Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel sollte zwischen 90 und 110 Grad betragen, d. h., die Oberschenkel fallen dabei leicht nach vorne ab.

Ein flexibles Arbeiten erfordert eine gewisse Beweglichkeit des Sitzmöbels. Diese muss problemlos möglich sein, z. B. durch Rollen oder geeignete Gleitfüße, passend für die jeweiligen Bodenbeläge.

 

Mindestanforderungen

  • Mehrdimensionale gedämpfte Beweglichkeit der Sitzfläche
  • Fester Stand
  • Höhenverstellung

Außerdem sinnvoll

  • Beckenstütze/Rückenlehne (als Option für den zusätzlichen Haltungswechsel)
  • Gewichts- und bedarfsabhängig einstellbare progressive Dämpfung der mehrdimensionalen Beweglichkeit
  • Weg und Widerstand der seitlichen Auslenkungen und Schwingungen sind einstellbar
  • Gebremste Rollen

PRODUKTE MIT DEM AGR-GÜTESIEGEL

Hersteller

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Weitere Informationen

Praxistipp

Für alle, die mit mehr Bewegung, aber nicht ausschließlich auf bewegungsfördernden Stühlen sitzen möchten, hat es sich bewährt, den Wechsel zwischen „klassischem“ Stuhl und dem mobilen Aktivsitzmöbel anzubieten.

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