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Rückengesund ins neue Jahr

    Tipps der Aktion Gesunder Rücken

    Gute Vorsätze sind so eine Sache: Man startet voller Elan und macht oft schon nach wenigen Wochen schlapp. Der Grund: zu viel Veränderung auf einmal. Trotzdem ist es gut, sich Ziele zu setzen. Denn ohne gute Vorsätze ändert man vielleicht nie etwas. Und gerade in Gesundheitsfragen wäre das nun genau das Falsche. Also: Nehmen Sie sich ruhig etwas vor. Wir haben drei Vorschläge für Sie, die Ihnen besonders guttun werden. Versprochen.

    Spaßbremsen und Miesepeter adieu – so gelingt‘s

    Stress, mangelnde Bewegung oder Übergewicht – drei Spaßbremsen, die für schlechte Laune sorgen. Haben Sie auch keine Lust mehr darauf, sich den Alltag unnötig schwer zu machen? Wenn Sie sich Veränderung wünschen, kommt es darauf an, sich zu überlegen, unter welchen Umständen Sie Ihre neuen Gewohnheiten wohl aufgeben werden. Das sind die Hürden, über die Sie rüber müssen. 
    Angenommen, Sie wissen, dass Sie gerne abends vorm Fernsehen noch naschen und die über Tag eingesparten Kalorien wieder draufschaffen. Mit welchen Tricks können Sie sich davon abhalten? Zu einer bestimmten Uhrzeit ins Bett gehen? Die Naschmenge vorher festlegen? Statt fernsehen lesen? Eine Lösung, die für alle passt, gibt es nicht. Aber man weiß, dass Menschen, die realistische Ziele formulieren und sich damit beschäftigen, dass sie scheitern können, leichter Veränderungen durchhalten. 
    Überlegen Sie bei unseren Vorschlägen also am besten gleich mit, was Sie machen, wenn Sie schwach werden und legen Sie sich für diese Situationen einen Durchhalteplan an. Dazu gehören Belohnungen, aber auch Tricks und Kniffe, wie Sie sich über die Hürde helfen, wenn Sie in alte Gewohnheiten zurückfallen. 

    Drei gute Vorsätze für einen starken Rücken 

    Mehr Bewegung

    Auch wenn es abgedroschen klingt – Bewegungsmangel ist der größte Feind unserer Gesundheit. Sie wissen es: Wer sich zu wenig bewegt, riskiert nicht nur Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und Diabetes Typ 2, sondern auch Gelenkerkrankungen wie Arthrose und Rückenschmerzen. 
    Deshalb müssen Bewegungsanreize her. Eine unkomplizierte Möglichkeit, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen, ist ein Schrittzähler oder eine entsprechenden App fürs Smartphone. Rund 10.000 Schritte täglich lautet die Empfehlung. Wenn Sie keinen Hund haben oder leidenschaftlicher Spaziergänger sind, müssen Sie wahrscheinlich Ihre Gewohnheiten umstellen, wenn Sie auf 10.000 Schritte am Tag kommen möchten.

    Das ist nicht leicht – aber zu schaffen! 

    „Wenn Sie aufs tägliche Autofahren verzichten können, hilft das der Gesundheit enorm. Zumindest für kurze Strecken kann zu Fuß zu gehen oder das Rad zu benutzen eine gute Alternative sein. Aber auch öffentliche Verkehrsmittel bringen mehr Bewegung in den Alltag. Wer zusätzlich noch eine Station früher aus Bus oder Bahn aussteigt, die Mittagspause für einen Spaziergang nutzt und statt des Aufzugs die Treppe nimmt, füllt sein Schrittekonto merklich“, so Detlef Detjen, Geschäftsführer der AGR. 

    Weniger Stress

    Stress und Rückenbeschwerden gehen oftmals Hand in Hand. Ständiger Zeitdruck, Termine und der Spagat zwischen Beruf und Familie können auf Dauer zu Verspannungen in Schultern und Nacken führen, die wiederum Kopf- und Rückenschmerzen zur Folge haben können. 
    Damit Sie gut durch solche Stressphasen kommen, müssen Sie viele Pausen machen. Vor allem gezielte Entspannung ist wichtig. Mehr Bewegung kann auch dafür eine gute Unterstützung sein, vor allem, wenn Sie sich an der frischen Luft bewegen. Denn das ist auch gut für die Stimmung, baut Stress ab und füllt die Vitamin-D-Speicher wieder auf. Wenn Sie in der Mittagspause spazieren gehen oder mit dem Rad zur Arbeit fahren, stärken Sie nicht nur Ihre Rückenmuskeln, sondern auch Ihr Immunsystem. 
    Denken Sie auch darüber nach, wie Sie digitalen Stress reduzieren können. Wenn Sie ab und zu oder regelmäßig bewusst auf Smartphone und Tablet verzichten, beugen Sie nicht nur Verspannungen in Nacken und Schultern und Kopfschmerzen vor, sondern sorgen auch für Entschleunigung. 

    Ausgewogene Ernährung

    Vielleicht sind Sie überrascht, aber nicht nur Herz und Gefäße leiden unter Übergewicht, sondern auch der Rücken. Wenn Sie mehr wiegen als Ihnen guttut, kann das auf Dauer Ihre Bandscheiben stark belasten. Die Zwischenwirbelpuffer können sich bei Dauerdruck nicht ausreichend regenerieren und so steigt das Risiko für Verschleißerscheinungen und einen Bandscheibenvorfall merklich an. 
    Wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren möchten, sollten Sie allerdings nicht auf Radikaldiäten setzen, die bringen oft keinen langfristigen Erfolg. Versuchen Sie lieber, Ihre Ernährungsgewohnheiten langfristig umzustellen. Die Basis dafür bilden viel frisches Obst und Gemüse, Fisch und Vollkornprodukte sowie Hülsenfrüchte. Auch Milchprodukte sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen – allerdings solche, die nicht zu viel Zucker enthalten. 
    Generell gilt: Entscheidend ist die Vielfalt der Lebensmittel. Sie sollten Ihre Mahlzeiten so abwechslungsreich wie möglich gestalten. Außerdem wichtig: Strenger Verzicht ist meist kontraproduktiv. Erlauben Sie sich ruhig kleine Sünden, aber stellen Sie klar, dass sie eine Ausnahme bleiben. Dann essen Sie Ihre süße Belohnung mit Genuss! 
    Für Ihre Bandscheiben ist es außerdem gut, wenn Sie genügend trinken. Denn die Puffer bestehen zu einem Großteil aus Wasser. Sie bleiben nur elastisch, wenn Sie für regelmäßigen Flüssigkeitsnachschub sorgen.

    Viel Erfolg und vor allem viel Freude beim Umsetzen Ihrer guten Vorsätze. Und denken Sie dran: Die Belohnung ist mehr als ein gesunder Rücken. Es ist mehr Lebensfreude!