Rückenschmerzen können in jedem Alter auftreten. Trotzdem gibt es Lebensphasen, in denen das Risiko erhöht ist. Eine dieser Phasen ist bei der Frau die Zeit während der Wechseljahre. Die Hormonzusammensetzung im Körper verändert sich und das kann zu verschiedenen körperlichen und emotionalen Beschwerden führen. Rückenschmerzen können leider aus unterschiedlichen Gründen dazugehören. Aber zum Glück gibt es einiges, dass du dagegen tun kannst.

Wieso kann es in den Wechseljahren zu Rückenschmerzen kommen?

Es gibt mehrere mögliche Zusammenhänge zwischen der Hormonumstellung der Wechseljahre und Rückenschmerzen:

  • Osteoporose: Der Östrogenspiegel hat einen wichtigen Einfluss auf die Knochendichte. Während der Wechseljahre reduziert sich das Östrogen im Körper und das erhöht die Gefahr von Osteoporose. Bei dieser Erkrankung werden die Knochen brüchiger, wodurch auch Rückenschmerzen entstehen können.

  • Muskel- und Gelenkprobleme: Hormonveränderungen können Muskelschwäche und Gelenkprobleme verursachen. Dies kann zu Verspannungen und damit auch zu Rückenschmerzen führen.

  • Gewichtszunahme: Viele Frauen nehmen während der Wechseljahre zu. Dieses zusätzliche Gewicht erhöht die Belastung auf die Wirbelsäule.

  • Veränderungen im Bindegewebe: Östrogenmangel kann sich auf das Bindegewebe auswirken und es weniger flexibel machen. Dies kann zu einer geringeren Unterstützung der Wirbelsäule führen, wodurch dann Rückenschmerzen entstehen.

  • Stress und emotionale Belastung: Die Wechseljahre gehen nicht nur mit körperlichen Anzeichen einher. Sie können auch Stress, Unruhe, Niedergeschlagenheit und ähnliche psychische Probleme auslösen. Gerade von Stress weiß man, dass er Rückenschmerzen auslösen oder verstärken kann.

Was kann ich gegen Rückenschmerzen in den Wechseljahren tun?

Mit diesen Tipps kommst du gut durch die Wechseljahre:

  • Bleibe in Bewegung! Regelmäßige körperliche Aktivität ist eine der wichtigsten Maßnahmen gegen Rückenschmerzen. Wenn du sofort loslegen möchtest, schau dich doch mal bei den Rückenübungen auf unserer Website um! Sie sind in jedem Alter geeignet, um unkompliziert den Rücken zu stärken und Schmerzen loszuwerden.

  • Achte auf dein Gewicht! Passe deine Ernährung und Bewegung so an, dass du möglichst nicht zunimmst. Wenn du Übergewicht hast, solltest du jetzt versuchen, es abzubauen, um die Belastung für den Rücken zu reduzieren.

  • Ernähre dich gesund! Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium und Proteinen kann die Knochen- und Rückengesundheit unterstützen.

  • Reduziere Stress! Finde individuelle Möglichkeiten, um deinen Stress zu reduzieren und dich besser zu entspannen. Meditation, Entspannungstechniken oder Selfcare können dich unterstützen.

  • Trage geeignete Schuhe! Um die Belastung für deinen Rücken zu reduzieren, solltest du Schuhe mit ausreichender Unterstützung und Dämpfung tragen. Das gilt besonders dann, wenn du viel stehen oder gehen musst.

  • Nimm Vorsorgeuntersuchungen wahr! Regelmäßige ärztliche Untersuchungen helfen, Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

  • Informiere dich über Phytopräparate oder Hormonersatztherapien! Wenn die Wechseljahres-Symptome sehr belastend sind, kommen unter Umständen Phytopräparate oder eine Hormonersatztherapie für dich infrage. Diese können auch die Rückenschmerzen verbessern. Lass dich bei einer Therapie allerdings gut beraten, denn sie kann auch Risiken und Nebenwirkungen haben!

Fazit

Die Hormonumstellung in den Wechseljahren kann auf verschiedene Weise zu Rückenschmerzen beitragen. Aber du bist deinen Hormonen nicht hilflos ausgeliefert! Du kannst eine ganze Menge unternehmen, um die Wechseljahressymptome zu kontrollieren und Rückenschmerzen zu verbessern. Werde jetzt aktiv und finde deinen Weg zu besserer Rückengesundheit!