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Podcast für Rückengesundheit:
Tipps gegen Rückenschmerzen & für mehr Bewegung

Rückenschmerzen verstehen und aktiv etwas dagegen tun: Im AGR-Podcast erhalten Sie verständliche Tipps, Expertenwissen und alltagstaugliche Impulse für einen gesunden Rücken. Jetzt reinhören und Schritt für Schritt mehr Bewegung und Wohlbefinden in Ihren Alltag bringen.

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Ob Workshops und Kurse, Mitmach-Aktionen, Testtage oder Vorträge. Hier können Sie Ihre Veranstaltung kostenlos eintragen und
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Unabhängig geprüft & empfohlen

Das AGR-Gütesiegel „Geprüft & empfohlen" steht für echten Rückenschutz im Alltag – bewertet von unabhängigen Medizinern und Fachexperten.

Was bedeutet „AGR-geprüft"?

Hinter dem Siegel steckt eine strenge Prüfung: Eine unabhängige Kommission aus Experten verschiedener Fachverbände bewertet jedes Produkt danach, wie es sich auf Haltung, Wirbelsäule und Muskulatur auswirkt. Nur wer diese Anforderungen erfüllt, darf das Siegel tragen. Kein Marketingversprechen – sondern ein echtes Qualitätsurteil.

Alle Produktkategorien im Überblick

Über 1.000 geprüfte Produkte in 9 Kategorien – klicken Sie sich durch und entdecken Sie zertifizierte Empfehlungen.

Häufige Fragen zum AGR-Gütesiegel

Was bedeutet das AGR-Gütesiegel „Geprüft & empfohlen"?

Das AGR-Gütesiegel wird vom gemeinnützigen Verein Aktion Gesunder Rücken e. V. vergeben und kennzeichnet Produkte, die nach medizinisch-wissenschaftlichen Kriterien als rückenfreundlich eingestuft wurden. Die Bewertung erfolgt durch eine unabhängige Kommission aus Medizinern und Ergonomie-Experten.

Welche Produktkategorien gibt es mit AGR-Zertifizierung?

Aktuell umfasst das AGR-Produktverzeichnis über 1.000 Produkte in 9 Kategorien: Auto & Lkw Sitze, Babys & Kinder, Büro & Homeoffice, Industrie & Handwerk, Schlafen & Liegen, Schuhe, Sport & Freizeit, Therapie & Pflege sowie Zuhause & Garten.

Ist das AGR-Gütesiegel kostenlos für Hersteller?

Nein. Hersteller beantragen die Zertifizierung und tragen die Prüfkosten. Die Vergabe erfolgt jedoch ausschließlich nach fachlichen Kriterien – nicht aufgrund kommerzieller Interessen. Aktion Gesunder Rücken e. V. ist als gemeinnützig anerkannt.

Welche Produkte helfen konkret bei Rückenschmerzen?

AGR-geprüfte Bürostühle, ergonomische Matratzen sowie korrekt angepasste Schuhe können Rückenbeschwerden lindern. Wichtig ist die individuelle Passform – ein AGR-Gütesiegel garantiert geprüfte Ergonomie-Standards, ersetzt aber nicht eine ärztliche Beratung.

Gesunde Füße, Gesunder Rücken

So wichtig ist die richtige Schuhwahl

Schuhe sind für viele eine Leidenschaft: mit Absatz oder ohne, bunt oder einfarbig, Schnürsenkel oder Reißverschluss – es gibt sie in allen Varianten. Doch Optik ist nicht alles. Im Gegenteil: Wichtiger als das Aussehen ist die Passform und der Komfort.

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Urlaub ohne Rückenschmerzen

Der lang ersehnte Urlaub steht vor der Tür – doch vielleicht fragen Sie sich: Werde ich die lange Reise gut überstehen und die Auszeit genießen können? Diese Tipps helfen Ihnen, rückenfreundlich zu reisen und die kleinen Hürden zu umgehen, die im Urlaub lauern und Rückenschmerzen verursachen können.

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Schlafstudie: Besserer Schlaf – besserer Tag

Als Testschläfer bewerben und Lattoflex testen und behalten

Wussten Sie es? Durchschnittlich 24 Jahre unseres Lebens verbringen wir schlafend. Umso wichtiger, dass unser Schlaf so erholsam wie möglich ist. Also sorgt guter Schlaf für ein gutes Leben. Aber stimmt das tatsächlich? Das wollen die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und der Matratzenhersteller Lattoflex herausfinden. In Zusammenarbeit mit dem Fachhandel in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird in diesem Jahr darum zum dritten Mal gemeinsam eine der größten Schlafstudien erhoben - diesmal aber mit einem thematisch erweiterten Fokus. Unter dem Motto „Besserer Schlaf - besserer Tag“ wird erstmals nicht nur untersucht, wie sich die AGR-zertifizierten Lattoflex-Bettsysteme auf den Schlaf und die Rückengesundheit auswirken, sondern auch, wie entspannter Schlaf im richtigen Bett das Befinden und die Leistungsfähigkeit am Tag beeinflusst.

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Schulranzen und Co.

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20 Jahre ExpoEvent Zukunft Personal Europe

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im Rücken-Produktdschungel mit dem AGR-Gütesiegel

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Klug ist, wer proaktiv vorgehen will und sich beispielsweise nach rückenfreundlichen Möbeln umguckt. Oder nach ergonomischen Stühlen, passenden Tischen, rückensympathischen Betten oder Werkzeugen. Doch der Produktdschungel ist riesig. Fühlen auch Sie sich davon überfordert? Klüger ist deshalb, wer sich einen smarten Guide nimmt, damit er sich in dem ganzen Wirrwarr nicht verläuft. Denn woher sollen Sie sich als Laie auskennen? Woher wissen, was Ihren Rücken entlastet, wie Sie Rückenschmerzen vernünftig vorbeugen können, was für Sie sinnvoll ergonomisch ist? Aber das zu wissen ist wichtig, um Vorsorge und Abhilfe zu schaffen.

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Babywippen

Babywippen

Rückenfreundlich von Geburt an - mit der richtigen Babywippe

Wer sich ein wenig mit dem Rücken auskennt, weiß, dass unsere erwachsene Wirbelsäule eine doppelte S-Form hat. Ein genialer Schachzug der Natur, denn so ist sie in der Lage Stöße und Erschütterungen abzufedern. Babys jedoch weisen diese Form erst mit Beginn des Laufens auf und selbst dann ist die endgültige Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Nach der Geburt bis zu den ersten eigenen Schritten sind Wirbelsäule, Becken und Beine in ihrer Funktion und Ausprägung an das Getragen-werden angepasst.

Frisch gebackene Eltern wünschen sich nichts sehnlicher als ihren Nachwuchs jederzeit nah an ihrem Körper zu haben. Doch das ist natürlich nicht rund um die Uhr möglich. Natürlich müssen Eltern z.B. auch mal essen und duschen. Deshalb gehören Babywippen mittlerweile zur gängigen Erstausstattung für Babys. Damit sich die neuen Erdenbewohner in der Schaukel-, Wipp- oder Wiegeeinheit auch wirklich wohl und sicher fühlen, ist es wichtig, dass eine Babywippe bestimmte Merkmale aufweist.

Ganz natürlich

Eine besondere Rolle spielt dabei die Ergonomie fürs Kind. Es dauert rund ein Jahr, bis sich die Wirbelsäule eines Babys zur doppelten S-Form entwickelt. Dies ist eine in unseren Genen fest verankerte Entwicklung, die sich vom symmetrischen Ellenbogenstütz (Bauchlage) bis zum Stand, mit anschließendem Laufen, immer gleich vollzieht. Da ist es nachvollziehbar, dass diese Aufrichtung ein fortschreitender Prozess ist, der zu jedem Zeitpunkt, auch bei der Verwendung einer Babywippe, alters- und entwicklungsgerecht unterstützt werden sollte. Vor allem geht es darum, dass der Rücken eines neugeborenen Babys durch seine leichte Wirbelsäulenrundung nicht für das Liegen auf einer ebenen Unterlage gemacht ist. Daher unterstützen ergonomische Babywippen eine natürliche Haltung: das Becken geht in eine physiologische Aufrichtung, d.h. die Beckenkämme richten sich auf, das Steißbein kommt nach vorne und eine übermäßige Krümmung der Lenden- und Halswirbelsäule schwächt sich ab – die Brustwirbelsäule kommt aus der überstarken Rundung heraus. Bezüglich der Beine sprechen Experten von der Anhock-Spreiz-Haltung, was bedeutet, dass wir hier eine Haltung aus Flexion (Beugung), Abduktion (Abspreizung) und Außenrotation (Knie zeigen nach außen) haben sollten.

Mit Köpfchen

Ein besonderes Augenmerk ist auf die Kopfhaltung des Babys zu legen. Denn in den ersten drei Monaten kann es seinen Kopf nur bis zu einem Winkel von 45 Grad zur Seite drehen. Das liegt am Atlanto-Axial-Gelenk. Das ist das Gelenk zwischen dem ersten (Atlas) und zweiten (Axis) Halswirbel. Nachteil vieler Babywippen: Sie bieten dem Kopf des Babys zu wenig Platz für das ausladende Hinterhaupt. Die Folge: Die Kleinen drücken das Kinn auf die Brust, was gleichzeitig zur einer Schiefhaltung des Kopfes führt und eine Drehung unmöglich macht. Im schlimmsten Fall kann sogar die Atmung eingeschränkt werden. Gute Babywippen haben diesen Bereich besonders im Fokus und ermöglichen dem Kopf ausreichend Platz zur Drehung.

In der Ruhe liegt die Kraft

Eine Babywippe sollte zudem so konstruiert sein, dass sie eine Selbstregulation des Kindes ermöglicht. Warum ist das so wichtig? Das Kind braucht besonders im ersten Lebensjahr die Hilfe seiner Eltern, um zu lernen, wie man sich selbst reguliert und beruhigt. Zu viele Reize von außen können schnell zu einer Überforderung führen und genau das Gegenteil bewirken. In diesem Fall ist dann ein immer stärkerer Reiz von außen notwendig, um das Baby zur Ruhe kommen zu lassen. Daher sind elektrische Wippen nicht ratsam. Besser ist es, wenn das Kind durch eigene Bewegungen der Arme und Beine die Babywippe zum Wippen bringt und den Reiz von außen so gezielt selbst steuern kann.

Rückenfreundlich - auch für die Eltern

Natürlich sollten auch Sicherheit und Ergonomie für Eltern bei einem täglich benutzten Produkt nicht zu kurz kommen, damit diese die Babywippe einfach und verlässlich bedienen können. Mit leicht und schnell zu bedienenden Schnallen haben Sie Ihr Baby zum einen gut gesichert, zum anderen können Sie es jederzeit zügig wieder auf den Arm nehmen. Ein breites und gut erreichbares Fußpedal ermöglicht eine schnelle und einfache Verstellung der Liegeflächenneigung und schützt gleichzeitig Ihren Rücken. Achten Sie bitte auch darauf, dass sich die Babywippe zudem leicht und sicher aufstellen lässt, von allen Seiten frei zugänglich ist und nicht versehentlich zusammenklappen kann. Ideal ist, wenn dies durch einen doppelten Sicherheitsmechanismus verhindert wird. Ein weiteres Must-have ist, dass Sie Ihr Baby jederzeit gut im Blick haben und auf seine Bedürfnisse reagieren können.

Die Abwechslung bringt's

Generell gilt, dass ständiges Sitzen und Liegen, auch in perfekten Babywippen, der kindlichen Entwicklung entgegenwirken kann. Deshalb ist immer empfehlenswert, eine bunte Mischung von unterschiedlichen Möglichkeiten zu haben, um das Baby optimal in seiner Entwicklung zu fördern. Auch das Tragen, mit oder ohne Tragehilfe, das Liegen (in Rückenlage) im Bett zum Schlafen, das Stillen und Füttern auf dem Arm, das Spielen auf dem Boden (gerne täglich auch in Bauchlage) und die Pflegezeit auf Wickeltisch und Co haben ihre Berechtigung und tun gut. Lassen Sie einfach Ihr Kind und Ihr individuelles Bauchgefühl entscheiden, was gerade passt.

Checkliste für rückengerechte Babywippen

      Ergonomischer Komfort und Entwicklungsförderung
      für das Kind durch…

  • eine leichte Positionierung des Kindes in der Babywippe, die auf die Größe des Kindes abstimmbar ist. Für termingeborene Neugeborene ab etwa 2,5 kg Körpergewicht bis etwa zum 4. bis 6. Lebensmonat (Kopfkontrolle muss gegeben sein) ist ein Neugeborenen-Einsatz erforderlich oder eine Lagerung durch andere konstruktive Lösungen muss möglich sein.
  • eine Anhock-Spreiz-Haltung der Beine. Diese ist für eine gesunde Entwicklung der Hüftgelenke (M-Position der Beine) und der Wirbelsäule des Kindes wichtig.
  • eine ergonomische Stützung der Wirbelsäule, wie beispielsweise durch einen ergonomischen Neugeborenen-Einsatz in den ersten Monaten oder eine ergonomische Konstruktion der Babywippe, die genügend Platz zur Entwicklung des kleinen Körpers bei gleichzeitiger Seitstützung bietet.
  • eine entwicklungsgerechte Stützung des Kopfes. Dabei muss der Kopf bei der Streckung nach hinten (Reklination) genügend Platz haben und das auch bei der Kopfdrehung. So wird das Kinn des Babys nicht auf dessen Brust gedrückt. Das gewährleistet zudem die uneingeschränkte Atmung des Kindes.
  • eine komfortable Sitz- und Liegeposition nach Alters- und Entwicklungsstand. Dieses ist beispielsweise durch unterschiedliche entwicklungsgerechte Positionen von Liegeposition für Neugeborene bis Sitzposition für ältere Babys bzw. das Kleinkind möglich.
  • Vermeidung von Überstimulation und Förderung der Selbstregulation. Zu viele Reize können das Kind schnell überfordern und je mehr Reize von außen auf das Kind einwirken, desto mehr Reize benötigt es, um sich zu beruhigen. Manchmal ist weniger mehr.
  • eine natürliche Wippbewegung. Wobei sich der Kopf des Kindes grundsätzlich in höchster Position befinden muss. So wird Reflux oder das Spucken des Kinds verhindert bzw. gehemmt.
  • ein optimales Klima (z. B. durch Atmungsaktivität) in der Babywippe.

      Die Babywippe muss…

  • ergonomisch, einfach, schnell, sicher und allein bedienbar sein. Das gelingt unter anderem durch unverwechselbare Bedienelemente und eine von allen Seiten zugängliche Liegefläche.
  • durch ein geringes Eigengewicht und kompakte Maße einen leichten und platzsparenden Transport gewährleisten.
  • jederzeit eine freie Sicht auf das Baby ermöglichen.

      Handhabung, Pflege, Sicherheit und Schadstofffreiheit

  • Achten Sie darauf, dass sich der Bezug leicht wechseln bzw. abziehen lässt und waschbar ist.
  • Ähnlich gilt es darauf zu achten, dass die Babywippe pflegeleicht und somit leicht zu reinigen ist. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine gute Hygiene.
  • Ein versehentliches Zusammenklappen der Babywippe darf nicht möglich sein. Achten Sie auf entsprechende Sicherheitsmechanismen, die dies einerseits verhindern, anderseits jedoch eine komfortable Bedienung zulassen.
  • Achten Sie auf eine gute Stabilität, d. h. die Babywippe darf auch auf glatten Flächen nicht leicht verrutschen und muss standfest sein - darf also nicht kippeln.

Mindestanforderungen

  • Einfache, schnelle, sichere und rückenschonende Bedienung
  • Einfacher Transport
  • Leicht wechsel- und waschbare Bezüge
  • Leicht zu reinigen
  • Unverwechselbare und sichere Bedienelemente
  • Gute und sichere Stabilität
  • Freie Sicht auf das Baby
  • Optimale und sichere Platzierung des Babys in der Wippe
  • Anhock-Spreiz-Haltung der Beine
  • Ergonomische und entwicklungsgerechte Stützung der Wirbelsäule

Mindestanforderungen

  • Ergonomische Haltung des Kopfes & freie Kopfbeweglichkeit
  • Uneingeschränkte Atmung
  • Komfortable und entwicklungsgerechte Sitz- und Liegepositionen
  • Vermeidung von Überstimulation und Förderung der Selbstregulation
  • Natürliche, vom Baby gesteuerte Wippbewegung (Kopf höchster Punkt)
  • Optimales Klima in der Babywippe

Außerdem sinnvoll

  • Entwicklungsförderndes Zubehör/Spielzeug.
  • Die Babywippe sollte multifunktional, zum Beispiel durch Umrüstungsmöglichkeiten, einsetzbar sein, so dass sie über eine lange Nutzungsdauer von Geburt an verfügt.
  • Die Babywippe sollte ohne Werkzeug montiert und platzsparend, auf- und zusammengeklappt werden können.
  • Der Neugeborenen-Einsatz sollte eine passgenaue Form aufweisen und einfach an der Babywippe befestigt und gesichert werden können.

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Babytragen

Babytragen

Ganz nah am Körper

Es sind die Hormone, die den Gefühlshaushalt der Menschen massiv beeinflussen. Das gilt insbesondere für die Nähe junger Eltern zu ihrem Baby. Mit dem Liebes- und Bindungshormon Oxytocin hat die Evolution dafür eine perfekte chemische Basis geschaffen. Mütter und Väter kennen das aus eigener Erfahrung. Sie würden ihren Nachwuchs am liebsten den ganzen Tag nah bei sich haben. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass sie in vielen jungen Familien im wahrsten Sinne des Wortes eine tragende Rolle spielen: Babytragen.

Babytragen geeignet für Babys und Kleinkinder ab etwa 3,5 kg.
Informationen zu "Rückentragen für Kinder" finden Sie HIER.

Bindung zwischen Eltern und Kind wird vertieft

Sie sind nicht nur äußerst praktisch, sie ermöglichen es auch unterwegs, den Kontakt zum Kind zu vertiefen. Die Kleinen lieben die Nähe zu den Eltern, fühlen sich sicher und geborgen. Dadurch, dass unsere Liebsten nahe am Körper getragen werden, können auch Väter auf ganz neue Weise eine starke Bindung zum Baby aufbauen.

Anpassung an Kind und Träger

Da aber auch schon Babys einige Kilos auf die Waage bringen, können die falschen Tragehilfen eine Qual für das Kreuz des Trägers werden. Daher ist es wichtig bei der Auswahl der richtigen Babytrage nicht nur auf die Positionierung des Kleinkindes zu achten, sondern auch auf den Tragekomfort des Tragenden. Wie so oft, wenn es um den Rücken geht, muss sich auch hier die Trage an den Nutzer anpassen und nicht umgekehrt. Einstellbare Gurte oder unterschiedliche Passformen sind genauso wichtig wie ein geringes Gewicht der Babytrage selbst, wer will schon gern mehr tragen als nötig. Das Gurtsystem selbst muss ausreichend breit und gut gepolstert sein, damit der Druck auf die Schulterpartie so gering wie möglich ausfällt.

Positionierung des Babys

Schauen wir auf den Komfort für das Kind, so sind hier als wichtigste Punkte zu sehen, das das Kleinkind sicher und leicht in dem Tragesystem zu positionieren ist. Denn nur so macht der Umgang auch Spaß und fördert die Nutzung. Die sogenannte Anhock-Spreiz-Haltung* ist für eine gesunde Entwicklung der Hüftgelenke und der Wirbelsäule sehr wichtig und muss von einer Babytrage ermöglicht werden. Dabei muss der Beinbereich beidseitig gepolstert sein. Nicht zu vergessen ist eine Verstellmöglichkeiten der Kopfabstützung, so dass das Kind ein freies Gesichtsfeld hat und seine Umgebung wahrnehmen kann.

Wenn Sie diese sowie die untenstehenden Punkte bei der Auswahl einer Babytrage beachten, so ergibt sich ein rundum Wohlfühlpaket für Eltern und Kind. Nicht nur die Kleinen auch Ihr Rücken wird es Ihnen danken.

Hinweis: Tragen Sie Ihr Kind nicht über einen längeren Zeitraum in der gleichen Position. Kinder nehmen temporär Umweltreize auf und verarbeiten diese auch unbewusst. Ab etwa dem 5. Monat entwickeln sie auch mehr und mehr ein Interesse an der Umwelt. Beobachten Sie daher, was Ihr Kind Ihnen signalisiert: Strampelt es freudig und schaut es interessiert? Dreht es den Kopf weg oder weint es?

Um die Kleinen auch vor Reizüberflutung zu schützen, tragen Sie Ihr Kind wiederum temporär mit Blickrichtung zu Ihnen.

* Nimmt man ein Neugeborenes hoch, zieht es automatisch die Beine an. Diese natürliche Haltung greift die sogenannte Anhock-Spreiz-Haltung auf, so dass das Kind quasi auf der Hüfte des Tragenden hockt: Die Beine sind in einem Winkel von 90° bis 110° in der Hüfte gebeugt und je nach Alter des Kindes, Umfang des Tragenden und Tragehilfe zwischen 30° und 55° abgespreizt. Ein Zusammenführen der Knie sollte vermieden werden, da es in Kombination mit der Windel zu einem "Hebeleffekt" im Hüftgelenk, das heißt zum Ausrenken der Hüfte, kommen kann.

Wichtig sind also:
• Wechselhaltungen ermöglichen - für die haltungsphysiologische Entwicklung
• Temporäre Umweltreize erlauben - für die hirnphysiologische Entwicklung
• Reizabschottung - für die Verarbeitung, Ruhe und Entspannung

Checkliste für rückengerechte Babytragen

      Die wichtigsten Kriterien für den Anwender

  • Durch verschiedene Passformen oder verstellbare Gurte kann die Trage an die unterschiedlichen Körperstaturen von Erwachsenen angepasst werden.
  • Das Baby sollte vorzugsweise vor dem Bauch getragen werden können, insbesondere Neugeborene. Ist die Babytrage auch für die Rückentrageweise vorgesehen, so können Sie sie, ab circa dem 6. Monat, auch so einsetzen. Am Ende entscheiden Sie, welche Trageweise für Sie und Ihr Kind am angenehmsten ist und wie Sie sich am wohlsten fühlen.
  • Die Trage hat ein möglichst geringes Eigengewicht (etwa bis ein Kilo) und bietet die Möglichkeit die Trage einfach und sicher an- und abzulegen.
  • Ein ausreichend breites und gut gepolstertes Gurtsystem von mindestens sechs, besser acht Zentimetern Breite dient der Druckminderung. Es muss zudem das körpernahe Tragen ermöglichen und gut sichern.
  • Das Tragesystem muss Druck- und Zugkräfte, die durch das Gewicht des Kindes entstehen, rückenfreundlich auf Schultern, Rumpf und Becken verteilen können.
  • Textilien sollten leicht wechsel- und waschbar und selbstverständlich schadstofffrei sein.
  • Unverwechselbare Bedienungselemente und leicht zugängliche Verstaumöglichkeiten runden die optimale Komforttrage ab.

      Die wichtigsten Kriterien für das Kind

  • Für Babys sollte eine Komforttrage bequem und ergonomisch zugleich sein. Da Neugeborene schnell wachsen, ist es vorteilhaft, wenn die Komforttrage sich dem Entwicklungsstand des Kindes anpasst. 
  • Unterschiedliche Hersteller bieten dazu verschiedene Lösungen an, zum Beispiel in Form von Neugeborenen-Einsätzen oder anderen Verstell-Möglichkeiten an der Trage selbst.
  • Achten Sie darauf, dass die Trage eine Anhock-Spreiz-Haltung gewährleistet. Diese ist für eine gesunde Entwicklung der Hüftgelenke und der Wirbelsäule des Kindes wichtig.
  • Eine Kopf- und Nackenunterstützung ist ab etwa 3,5 kg bis zu einem Alter, in dem sie den Kopf selbst halten können (etwa 5. bis 6. Lebensmonat) notwendig.
  • Der Beinbereich sollte beidseitig druckentlastend gepolstert sein.
  • Die verwendeten, waschbaren Textilien sorgen für ein optimales Sitzklima.
  • Damit das Kind seine Umgebung wahrnehmen kann, sollten umklappbare Kopfstützen für freie Sicht sorgen können.

Mindestanforderungen

  • Anpassbar an Baby und Träger
  • Geeignet zum Tragen auf dem Bauch und/oder dem Rücken je nach Einsatzweck der Babytrage.
  • Geringes Eigengewicht
  • Sicheres Anlegen und Absetzen
  • Leicht handhabbares gepolstertes Gurtsystem
  • Rückenfreundliche Trageweise muss gewährleistet sein
  • Schadstofffreiheit muss nachgewiesen sein
  • leicht zugängliche Verstaumöglichkeiten, sofern vorhanden
  • wechsel- bzw. waschbare Textilien

Mindestanforderungen

  • Gewährleistung der Anhock-Spreiz-Haltung
  • Beinbereich druckentlastend gepolstert
  • Optimales Sitzklima
  • Freie Sicht für das Kind möglich
  • Leichte Handhabung

Außerdem sinnvoll

  • Ein Regencape, das bei Wind, Regen und Schnee Schutz bieten kann.
  • Taschen, die leichte Verstaumöglichkeiten bieten

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Babymatratzen

Von Anfang an rückengerecht gebettet

Guter Schlaf ist für uns alle wichtig und wertvolle Basis für gute Gesundheit. Die Schlafstätte sollte nicht nur eine rückengerechte Lagerung ermöglichen, sondern auch die körperliche und motorische Entwicklung von Säuglingen, Kleinkindern und Schulkindern berücksichtigen.

Für Jugendliche und Kinder, die aus dem Kinderbett „herausgewachsen“ sind, gelten bei der Auswahl eines geeigneten Schlaflagers im Prinzip die gleichen Regeln wie für das Bett des Erwachsenen. Lediglich bei Kleinkindern und Babys gibt es ein paar Punkte, die zusätzlich beachtet werden sollten.

Das eigene Bett und ein gesundes Bettklima sorgen für den notwendigen guten Schlaf

Vom Schlafen in einem gemeinsamen Bett (bed-sharing) mit den Eltern ist dringend abzuraten. Das eigene Kinderbett an einem zugfreien, hellen Platz bei einem Raumklima von 16 bis 18° C und einer Luftfeuchtigkeit von 50 bis 65 % ist optimal. Auch frische Luft gehört zu einem guten Raumklima. Man sollte häufig, aber nur kurz lüften.

Das Baby bzw. Kind darf nachts nicht frieren, aber vor allem sollte es vor zu viel Wärme geschützt werden. Denn diese beeinflusst nicht nur die Schlafqualität negativ, sondern wird unter anderem auch für den „plötzlichen Kindstod“ mitverantwortlich gemacht. Bei der Matratze muss auch auf die optimale Belüftung für das Baby geachtet werden. Senkrechte und waagerechte Klimakanäle oder eine luftdurchlässige Wabenstruktur rundum fördern den Abtransport überschüssiger Wärme und sorgen für ein gesundes und trockenes Bettklima.

Die Gefahr der Überwärmung wird auch durch einen passenden Schlafsack reduziert

Eine Bettdecke ist für das Babybett ungeeignet, da sie eine Überwärmung des Kindes und unter Umständen auch zu einer Überdeckung der Atemwege führen kann. Kopfkissen, Kuscheltiere und Schaffelle gehören ebenfalls nicht ins Babybett.

Mit dem passenden Schlafsack ist die Gefahr der Überwärmung und Überdeckung deutlich kleiner. Das Baby kann sich in einem Schlafsack weniger leicht in die risikoreiche Bauchlage drehen. 

Bei der Wahl des Schlafsackes ist das wichtigste Kriterium die richtige Größe. Das Richtmaß lautet: Körperlänge des Kindes minus Länge des Kopfes plus 10 cm bis maximal 15 cm zum Strampeln und Wachsen. Der wichtigste Grundsatz beim Kauf von Schlafsäcken: „Heraus- statt Hineinwachsen“.

Hals- und Armausschnitte sind dann bei der richtigen Größe entsprechend angepasst. Diese dürfen nicht zu groß sein, damit das Baby/Kind nicht in den Schlafsack hineinrutschen kann.

Der Schlafsack wird auf die Raumtemperatur angepasst, nicht auf die Jahreszeit. Schlafsäcke sind für unterschiedliche Raumtemperaturen und in allen erforderlichen Größen erhältlich, auch schon für Frühgeborene und Neugeborene.

Im Kinderbett spielt die Matratze die entscheidende Rolle

Wie auch beim Bett sollte bei der Auswahl der Matratze darauf geachtet werden, Unfallgefahren zu vermindern und gleichzeitig den kleinen Rücken optimal zu stützen.

Abzuraten ist von zu weichen, aber auch von zu harten Matratzen. Gesäß, Schulter und Hüfte sollten leicht einsinken können. Dann passt sich die Unterlage der Wirbelsäule des Babys an und eine gute Körperlagerung wird unterstützt und ausreichend Halt geboten. So wird der kleine Körper vor einer unangenehmen oder gar schlimmen Druckbelastung geschützt. Auch bei geringem Körpergewicht des Kindes muss sich die Matratze dem Profil des Kindes anpassen.

Sobald Kinder größer sind und laufen können, wird das Bett auch gern mal „zweckentfremdet“. Dabei bietet eine zu weiche Matratze zu wenig Halt beim Laufen, Hopsen und Stehen. Die kleinen Füße sinken dann zu tief in die Matratze ein.

Duo-Matratzen mit weicherer Baby- und etwas festerer Kinderseite sowie einem trittfesten Matratzenrahmen beugen dem Einklemmen der kleinen Füßchen zwischen Matratze und Bett bzw. Gitterstäben vor.

 

Weitere Sicherheitsaspekte

Eine Lochplatte im Boden des Bettes ist einem klassischen festen Lattenrost vorzuziehen. Bei zu großem Leistenabstand besteht die Gefahr des Durchrutschens von Füßen beim Herumtoben oder Springen. Einzelne Leisten können gegebenenfalls brechen.

Die Gitterstäbe des Bettes müssen recht eng zusammen stehen, sodass das Kind nicht mit dem Kopf hindurch passt. Sie dürfen allerdings auch nicht zu eng stehen, um jegliche Einklemmgefahr zu vermeiden.

Hygiene und ökologische Unbedenklichkeit ist gerade beim Kinderbett sehr wichtig

Während Matratzen für Erwachsene rund acht Jahre halten, bevor sie aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden sollten, müssen Kindermatratzen häufiger gewechselt werden.

Sie unterliegen einer besonderen Verschmutzung, etwa durch das Einnässen oder aus der Flasche trinken. Diese Tatsache steigert den Anspruch an die Hygiene- und Pflegeeigenschaften. Der Matratzenbezug sollte abnehmbar und bis zu 60° Grad waschbar sein.

Unbedingt ist bei dem gesamten Thema Kinderbett auf ökologisch unbedenkliche Materialien und Farben zu achten. Schützen Sie Ihr Kind vor möglichen Allergien und sonstigen gesundheitlichen Gefahren, die von schadstoffbelasteten Materialien ausgehen. Wir alle sind schon mehr als genügend Umweltgiften ausgesetzt, vor denen wir uns gar nicht oder kaum noch schützen können. Ganz besonders Babys und Kleinkinder sind hier extrem empfindlich, viel empfindlicher als ein gesunder, erwachsener Mensch!

Checkliste für Babymatratzen

  • Die Matratze sollte den kindlichen Körper punktelastisch unterstützen und sich optimal an das Körperprofil anpassen – auch bei geringem Körpergewicht.
  • Aus sicherheitstechnischen Gründen muss ein trittfester Matratzenrahmen vorhanden sein um das Durchtreten durch die Matratze zu verhindern.
  • Um Unfallgefahren durch das Durchrutschen von Füßen oder Brechen von Leisten beim Hopsen oder Stehen zu reduzieren sollte eine stabile Bodenplatte mit Luftlöchern einem Lattenrost vorgezogen werden.
  • Wichtig sind eine gute Luftzirkulation und Atmungsaktivität der gesamten Konstruktion. Ein freier Raum unter dem Bett und ausgewählte Materialien sorgen für ein gesundes Bettklima.
  • Die Matratze muss einen abnehmbaren, waschbaren Bezug haben.
  • Die Matratze muss aus verträglichen Materialien bestehen.
  • Allgemein wird eine Bettgröße von 70 x 140 cm empfohlen.

Mindestanforderungen

  • Anpassung an das Körperprofil des Kindes – auch bei geringem Gewicht
  • Gute Belüftung und Feuchtigkeitsregulierung
  • Abnehmbarer, waschbarer Bezug
  • Human-toxikologisch unbedenkliche Materialien
  • Durchtreten durch die Matratze muss verhindert werden z. B. durch trittfesten Matratzenrahmen

Außerdem sinnvoll

  • Unterschiedliche Matratzenhärten

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Babywippen

Babywippen

Rückenfreundlich von Geburt an - mit der richtigen Babywippe

Wer sich ein wenig mit dem Rücken auskennt, weiß, dass unsere erwachsene Wirbelsäule eine doppelte S-Form hat. Ein genialer Schachzug der Natur, denn so ist sie in der Lage Stöße und Erschütterungen abzufedern. Babys jedoch weisen diese Form erst mit Beginn des Laufens auf und selbst dann ist die endgültige Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Nach der Geburt bis zu den ersten eigenen Schritten sind Wirbelsäule, Becken und Beine in ihrer Funktion und Ausprägung an das Getragen-werden angepasst.

Frisch gebackene Eltern wünschen sich nichts sehnlicher als ihren Nachwuchs jederzeit nah an ihrem Körper zu haben. Doch das ist natürlich nicht rund um die Uhr möglich. Natürlich müssen Eltern z.B. auch mal essen und duschen. Deshalb gehören Babywippen mittlerweile zur gängigen Erstausstattung für Babys. Damit sich die neuen Erdenbewohner in der Schaukel-, Wipp- oder Wiegeeinheit auch wirklich wohl und sicher fühlen, ist es wichtig, dass eine Babywippe bestimmte Merkmale aufweist.

Ganz natürlich

Eine besondere Rolle spielt dabei die Ergonomie fürs Kind. Es dauert rund ein Jahr, bis sich die Wirbelsäule eines Babys zur doppelten S-Form entwickelt. Dies ist eine in unseren Genen fest verankerte Entwicklung, die sich vom symmetrischen Ellenbogenstütz (Bauchlage) bis zum Stand, mit anschließendem Laufen, immer gleich vollzieht. Da ist es nachvollziehbar, dass diese Aufrichtung ein fortschreitender Prozess ist, der zu jedem Zeitpunkt, auch bei der Verwendung einer Babywippe, alters- und entwicklungsgerecht unterstützt werden sollte. Vor allem geht es darum, dass der Rücken eines neugeborenen Babys durch seine leichte Wirbelsäulenrundung nicht für das Liegen auf einer ebenen Unterlage gemacht ist. Daher unterstützen ergonomische Babywippen eine natürliche Haltung: das Becken geht in eine physiologische Aufrichtung, d.h. die Beckenkämme richten sich auf, das Steißbein kommt nach vorne und eine übermäßige Krümmung der Lenden- und Halswirbelsäule schwächt sich ab – die Brustwirbelsäule kommt aus der überstarken Rundung heraus. Bezüglich der Beine sprechen Experten von der Anhock-Spreiz-Haltung, was bedeutet, dass wir hier eine Haltung aus Flexion (Beugung), Abduktion (Abspreizung) und Außenrotation (Knie zeigen nach außen) haben sollten.

Mit Köpfchen

Ein besonderes Augenmerk ist auf die Kopfhaltung des Babys zu legen. Denn in den ersten drei Monaten kann es seinen Kopf nur bis zu einem Winkel von 45 Grad zur Seite drehen. Das liegt am Atlanto-Axial-Gelenk. Das ist das Gelenk zwischen dem ersten (Atlas) und zweiten (Axis) Halswirbel. Nachteil vieler Babywippen: Sie bieten dem Kopf des Babys zu wenig Platz für das ausladende Hinterhaupt. Die Folge: Die Kleinen drücken das Kinn auf die Brust, was gleichzeitig zur einer Schiefhaltung des Kopfes führt und eine Drehung unmöglich macht. Im schlimmsten Fall kann sogar die Atmung eingeschränkt werden. Gute Babywippen haben diesen Bereich besonders im Fokus und ermöglichen dem Kopf ausreichend Platz zur Drehung.

In der Ruhe liegt die Kraft

Eine Babywippe sollte zudem so konstruiert sein, dass sie eine Selbstregulation des Kindes ermöglicht. Warum ist das so wichtig? Das Kind braucht besonders im ersten Lebensjahr die Hilfe seiner Eltern, um zu lernen, wie man sich selbst reguliert und beruhigt. Zu viele Reize von außen können schnell zu einer Überforderung führen und genau das Gegenteil bewirken. In diesem Fall ist dann ein immer stärkerer Reiz von außen notwendig, um das Baby zur Ruhe kommen zu lassen. Daher sind elektrische Wippen nicht ratsam. Besser ist es, wenn das Kind durch eigene Bewegungen der Arme und Beine die Babywippe zum Wippen bringt und den Reiz von außen so gezielt selbst steuern kann.

Rückenfreundlich - auch für die Eltern

Natürlich sollten auch Sicherheit und Ergonomie für Eltern bei einem täglich benutzten Produkt nicht zu kurz kommen, damit diese die Babywippe einfach und verlässlich bedienen können. Mit leicht und schnell zu bedienenden Schnallen haben Sie Ihr Baby zum einen gut gesichert, zum anderen können Sie es jederzeit zügig wieder auf den Arm nehmen. Ein breites und gut erreichbares Fußpedal ermöglicht eine schnelle und einfache Verstellung der Liegeflächenneigung und schützt gleichzeitig Ihren Rücken. Achten Sie bitte auch darauf, dass sich die Babywippe zudem leicht und sicher aufstellen lässt, von allen Seiten frei zugänglich ist und nicht versehentlich zusammenklappen kann. Ideal ist, wenn dies durch einen doppelten Sicherheitsmechanismus verhindert wird. Ein weiteres Must-have ist, dass Sie Ihr Baby jederzeit gut im Blick haben und auf seine Bedürfnisse reagieren können.

Die Abwechslung bringt's

Generell gilt, dass ständiges Sitzen und Liegen, auch in perfekten Babywippen, der kindlichen Entwicklung entgegenwirken kann. Deshalb ist immer empfehlenswert, eine bunte Mischung von unterschiedlichen Möglichkeiten zu haben, um das Baby optimal in seiner Entwicklung zu fördern. Auch das Tragen, mit oder ohne Tragehilfe, das Liegen (in Rückenlage) im Bett zum Schlafen, das Stillen und Füttern auf dem Arm, das Spielen auf dem Boden (gerne täglich auch in Bauchlage) und die Pflegezeit auf Wickeltisch und Co haben ihre Berechtigung und tun gut. Lassen Sie einfach Ihr Kind und Ihr individuelles Bauchgefühl entscheiden, was gerade passt.

Checkliste für rückengerechte Babywippen

      Ergonomischer Komfort und Entwicklungsförderung
      für das Kind durch…

  • eine leichte Positionierung des Kindes in der Babywippe, die auf die Größe des Kindes abstimmbar ist. Für termingeborene Neugeborene ab etwa 2,5 kg Körpergewicht bis etwa zum 4. bis 6. Lebensmonat (Kopfkontrolle muss gegeben sein) ist ein Neugeborenen-Einsatz erforderlich oder eine Lagerung durch andere konstruktive Lösungen muss möglich sein.
  • eine Anhock-Spreiz-Haltung der Beine. Diese ist für eine gesunde Entwicklung der Hüftgelenke (M-Position der Beine) und der Wirbelsäule des Kindes wichtig.
  • eine ergonomische Stützung der Wirbelsäule, wie beispielsweise durch einen ergonomischen Neugeborenen-Einsatz in den ersten Monaten oder eine ergonomische Konstruktion der Babywippe, die genügend Platz zur Entwicklung des kleinen Körpers bei gleichzeitiger Seitstützung bietet.
  • eine entwicklungsgerechte Stützung des Kopfes. Dabei muss der Kopf bei der Streckung nach hinten (Reklination) genügend Platz haben und das auch bei der Kopfdrehung. So wird das Kinn des Babys nicht auf dessen Brust gedrückt. Das gewährleistet zudem die uneingeschränkte Atmung des Kindes.
  • eine komfortable Sitz- und Liegeposition nach Alters- und Entwicklungsstand. Dieses ist beispielsweise durch unterschiedliche entwicklungsgerechte Positionen von Liegeposition für Neugeborene bis Sitzposition für ältere Babys bzw. das Kleinkind möglich.
  • Vermeidung von Überstimulation und Förderung der Selbstregulation. Zu viele Reize können das Kind schnell überfordern und je mehr Reize von außen auf das Kind einwirken, desto mehr Reize benötigt es, um sich zu beruhigen. Manchmal ist weniger mehr.
  • eine natürliche Wippbewegung. Wobei sich der Kopf des Kindes grundsätzlich in höchster Position befinden muss. So wird Reflux oder das Spucken des Kinds verhindert bzw. gehemmt.
  • ein optimales Klima (z. B. durch Atmungsaktivität) in der Babywippe.

      Die Babywippe muss…

  • ergonomisch, einfach, schnell, sicher und allein bedienbar sein. Das gelingt unter anderem durch unverwechselbare Bedienelemente und eine von allen Seiten zugängliche Liegefläche.
  • durch ein geringes Eigengewicht und kompakte Maße einen leichten und platzsparenden Transport gewährleisten.
  • jederzeit eine freie Sicht auf das Baby ermöglichen.

      Handhabung, Pflege, Sicherheit und Schadstofffreiheit

  • Achten Sie darauf, dass sich der Bezug leicht wechseln bzw. abziehen lässt und waschbar ist.
  • Ähnlich gilt es darauf zu achten, dass die Babywippe pflegeleicht und somit leicht zu reinigen ist. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine gute Hygiene.
  • Ein versehentliches Zusammenklappen der Babywippe darf nicht möglich sein. Achten Sie auf entsprechende Sicherheitsmechanismen, die dies einerseits verhindern, anderseits jedoch eine komfortable Bedienung zulassen.
  • Achten Sie auf eine gute Stabilität, d. h. die Babywippe darf auch auf glatten Flächen nicht leicht verrutschen und muss standfest sein - darf also nicht kippeln.

Mindestanforderungen

  • Einfache, schnelle, sichere und rückenschonende Bedienung
  • Einfacher Transport
  • Leicht wechsel- und waschbare Bezüge
  • Leicht zu reinigen
  • Unverwechselbare und sichere Bedienelemente
  • Gute und sichere Stabilität
  • Freie Sicht auf das Baby
  • Optimale und sichere Platzierung des Babys in der Wippe
  • Anhock-Spreiz-Haltung der Beine
  • Ergonomische und entwicklungsgerechte Stützung der Wirbelsäule

Mindestanforderungen

  • Ergonomische Haltung des Kopfes & freie Kopfbeweglichkeit
  • Uneingeschränkte Atmung
  • Komfortable und entwicklungsgerechte Sitz- und Liegepositionen
  • Vermeidung von Überstimulation und Förderung der Selbstregulation
  • Natürliche, vom Baby gesteuerte Wippbewegung (Kopf höchster Punkt)
  • Optimales Klima in der Babywippe

Außerdem sinnvoll

  • Entwicklungsförderndes Zubehör/Spielzeug.
  • Die Babywippe sollte multifunktional, zum Beispiel durch Umrüstungsmöglichkeiten, einsetzbar sein, so dass sie über eine lange Nutzungsdauer von Geburt an verfügt.
  • Die Babywippe sollte ohne Werkzeug montiert und platzsparend, auf- und zusammengeklappt werden können.
  • Der Neugeborenen-Einsatz sollte eine passgenaue Form aufweisen und einfach an der Babywippe befestigt und gesichert werden können.

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Babytragen

Babytragen

Ganz nah am Körper

Es sind die Hormone, die den Gefühlshaushalt der Menschen massiv beeinflussen. Das gilt insbesondere für die Nähe junger Eltern zu ihrem Baby. Mit dem Liebes- und Bindungshormon Oxytocin hat die Evolution dafür eine perfekte chemische Basis geschaffen. Mütter und Väter kennen das aus eigener Erfahrung. Sie würden ihren Nachwuchs am liebsten den ganzen Tag nah bei sich haben. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass sie in vielen jungen Familien im wahrsten Sinne des Wortes eine tragende Rolle spielen: Babytragen.

Babytragen geeignet für Babys und Kleinkinder ab etwa 3,5 kg.
Informationen zu "Rückentragen für Kinder" finden Sie HIER.

Bindung zwischen Eltern und Kind wird vertieft

Sie sind nicht nur äußerst praktisch, sie ermöglichen es auch unterwegs, den Kontakt zum Kind zu vertiefen. Die Kleinen lieben die Nähe zu den Eltern, fühlen sich sicher und geborgen. Dadurch, dass unsere Liebsten nahe am Körper getragen werden, können auch Väter auf ganz neue Weise eine starke Bindung zum Baby aufbauen.

Anpassung an Kind und Träger

Da aber auch schon Babys einige Kilos auf die Waage bringen, können die falschen Tragehilfen eine Qual für das Kreuz des Trägers werden. Daher ist es wichtig bei der Auswahl der richtigen Babytrage nicht nur auf die Positionierung des Kleinkindes zu achten, sondern auch auf den Tragekomfort des Tragenden. Wie so oft, wenn es um den Rücken geht, muss sich auch hier die Trage an den Nutzer anpassen und nicht umgekehrt. Einstellbare Gurte oder unterschiedliche Passformen sind genauso wichtig wie ein geringes Gewicht der Babytrage selbst, wer will schon gern mehr tragen als nötig. Das Gurtsystem selbst muss ausreichend breit und gut gepolstert sein, damit der Druck auf die Schulterpartie so gering wie möglich ausfällt.

Positionierung des Babys

Schauen wir auf den Komfort für das Kind, so sind hier als wichtigste Punkte zu sehen, das das Kleinkind sicher und leicht in dem Tragesystem zu positionieren ist. Denn nur so macht der Umgang auch Spaß und fördert die Nutzung. Die sogenannte Anhock-Spreiz-Haltung* ist für eine gesunde Entwicklung der Hüftgelenke und der Wirbelsäule sehr wichtig und muss von einer Babytrage ermöglicht werden. Dabei muss der Beinbereich beidseitig gepolstert sein. Nicht zu vergessen ist eine Verstellmöglichkeiten der Kopfabstützung, so dass das Kind ein freies Gesichtsfeld hat und seine Umgebung wahrnehmen kann.

Wenn Sie diese sowie die untenstehenden Punkte bei der Auswahl einer Babytrage beachten, so ergibt sich ein rundum Wohlfühlpaket für Eltern und Kind. Nicht nur die Kleinen auch Ihr Rücken wird es Ihnen danken.

Hinweis: Tragen Sie Ihr Kind nicht über einen längeren Zeitraum in der gleichen Position. Kinder nehmen temporär Umweltreize auf und verarbeiten diese auch unbewusst. Ab etwa dem 5. Monat entwickeln sie auch mehr und mehr ein Interesse an der Umwelt. Beobachten Sie daher, was Ihr Kind Ihnen signalisiert: Strampelt es freudig und schaut es interessiert? Dreht es den Kopf weg oder weint es?

Um die Kleinen auch vor Reizüberflutung zu schützen, tragen Sie Ihr Kind wiederum temporär mit Blickrichtung zu Ihnen.

* Nimmt man ein Neugeborenes hoch, zieht es automatisch die Beine an. Diese natürliche Haltung greift die sogenannte Anhock-Spreiz-Haltung auf, so dass das Kind quasi auf der Hüfte des Tragenden hockt: Die Beine sind in einem Winkel von 90° bis 110° in der Hüfte gebeugt und je nach Alter des Kindes, Umfang des Tragenden und Tragehilfe zwischen 30° und 55° abgespreizt. Ein Zusammenführen der Knie sollte vermieden werden, da es in Kombination mit der Windel zu einem "Hebeleffekt" im Hüftgelenk, das heißt zum Ausrenken der Hüfte, kommen kann.

Wichtig sind also:
• Wechselhaltungen ermöglichen - für die haltungsphysiologische Entwicklung
• Temporäre Umweltreize erlauben - für die hirnphysiologische Entwicklung
• Reizabschottung - für die Verarbeitung, Ruhe und Entspannung

Checkliste für rückengerechte Babytragen

      Die wichtigsten Kriterien für den Anwender

  • Durch verschiedene Passformen oder verstellbare Gurte kann die Trage an die unterschiedlichen Körperstaturen von Erwachsenen angepasst werden.
  • Das Baby sollte vorzugsweise vor dem Bauch getragen werden können, insbesondere Neugeborene. Ist die Babytrage auch für die Rückentrageweise vorgesehen, so können Sie sie, ab circa dem 6. Monat, auch so einsetzen. Am Ende entscheiden Sie, welche Trageweise für Sie und Ihr Kind am angenehmsten ist und wie Sie sich am wohlsten fühlen.
  • Die Trage hat ein möglichst geringes Eigengewicht (etwa bis ein Kilo) und bietet die Möglichkeit die Trage einfach und sicher an- und abzulegen.
  • Ein ausreichend breites und gut gepolstertes Gurtsystem von mindestens sechs, besser acht Zentimetern Breite dient der Druckminderung. Es muss zudem das körpernahe Tragen ermöglichen und gut sichern.
  • Das Tragesystem muss Druck- und Zugkräfte, die durch das Gewicht des Kindes entstehen, rückenfreundlich auf Schultern, Rumpf und Becken verteilen können.
  • Textilien sollten leicht wechsel- und waschbar und selbstverständlich schadstofffrei sein.
  • Unverwechselbare Bedienungselemente und leicht zugängliche Verstaumöglichkeiten runden die optimale Komforttrage ab.

      Die wichtigsten Kriterien für das Kind

  • Für Babys sollte eine Komforttrage bequem und ergonomisch zugleich sein. Da Neugeborene schnell wachsen, ist es vorteilhaft, wenn die Komforttrage sich dem Entwicklungsstand des Kindes anpasst. 
  • Unterschiedliche Hersteller bieten dazu verschiedene Lösungen an, zum Beispiel in Form von Neugeborenen-Einsätzen oder anderen Verstell-Möglichkeiten an der Trage selbst.
  • Achten Sie darauf, dass die Trage eine Anhock-Spreiz-Haltung gewährleistet. Diese ist für eine gesunde Entwicklung der Hüftgelenke und der Wirbelsäule des Kindes wichtig.
  • Eine Kopf- und Nackenunterstützung ist ab etwa 3,5 kg bis zu einem Alter, in dem sie den Kopf selbst halten können (etwa 5. bis 6. Lebensmonat) notwendig.
  • Der Beinbereich sollte beidseitig druckentlastend gepolstert sein.
  • Die verwendeten, waschbaren Textilien sorgen für ein optimales Sitzklima.
  • Damit das Kind seine Umgebung wahrnehmen kann, sollten umklappbare Kopfstützen für freie Sicht sorgen können.

Mindestanforderungen

  • Anpassbar an Baby und Träger
  • Geeignet zum Tragen auf dem Bauch und/oder dem Rücken je nach Einsatzweck der Babytrage.
  • Geringes Eigengewicht
  • Sicheres Anlegen und Absetzen
  • Leicht handhabbares gepolstertes Gurtsystem
  • Rückenfreundliche Trageweise muss gewährleistet sein
  • Schadstofffreiheit muss nachgewiesen sein
  • leicht zugängliche Verstaumöglichkeiten, sofern vorhanden
  • wechsel- bzw. waschbare Textilien

Mindestanforderungen

  • Gewährleistung der Anhock-Spreiz-Haltung
  • Beinbereich druckentlastend gepolstert
  • Optimales Sitzklima
  • Freie Sicht für das Kind möglich
  • Leichte Handhabung

Außerdem sinnvoll

  • Ein Regencape, das bei Wind, Regen und Schnee Schutz bieten kann.
  • Taschen, die leichte Verstaumöglichkeiten bieten

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Eine Bettdecke ist für das Babybett ungeeignet, da sie eine Überwärmung des Kindes und unter Umständen auch zu einer Überdeckung der Atemwege führen kann. Kopfkissen, Kuscheltiere und Schaffelle gehören ebenfalls nicht ins Babybett.

Mit dem passenden Schlafsack ist die Gefahr der Überwärmung und Überdeckung deutlich kleiner. Das Baby kann sich in einem Schlafsack weniger leicht in die risikoreiche Bauchlage drehen. 

Bei der Wahl des Schlafsackes ist das wichtigste Kriterium die richtige Größe. Das Richtmaß lautet: Körperlänge des Kindes minus Länge des Kopfes plus 10 cm bis maximal 15 cm zum Strampeln und Wachsen. Der wichtigste Grundsatz beim Kauf von Schlafsäcken: „Heraus- statt Hineinwachsen“.

Hals- und Armausschnitte sind dann bei der richtigen Größe entsprechend angepasst. Diese dürfen nicht zu groß sein, damit das Baby/Kind nicht in den Schlafsack hineinrutschen kann.

Der Schlafsack wird auf die Raumtemperatur angepasst, nicht auf die Jahreszeit. Schlafsäcke sind für unterschiedliche Raumtemperaturen und in allen erforderlichen Größen erhältlich, auch schon für Frühgeborene und Neugeborene.

Im Kinderbett spielt die Matratze die entscheidende Rolle

Wie auch beim Bett sollte bei der Auswahl der Matratze darauf geachtet werden, Unfallgefahren zu vermindern und gleichzeitig den kleinen Rücken optimal zu stützen.

Abzuraten ist von zu weichen, aber auch von zu harten Matratzen. Gesäß, Schulter und Hüfte sollten leicht einsinken können. Dann passt sich die Unterlage der Wirbelsäule des Babys an und eine gute Körperlagerung wird unterstützt und ausreichend Halt geboten. So wird der kleine Körper vor einer unangenehmen oder gar schlimmen Druckbelastung geschützt. Auch bei geringem Körpergewicht des Kindes muss sich die Matratze dem Profil des Kindes anpassen.

Sobald Kinder größer sind und laufen können, wird das Bett auch gern mal „zweckentfremdet“. Dabei bietet eine zu weiche Matratze zu wenig Halt beim Laufen, Hopsen und Stehen. Die kleinen Füße sinken dann zu tief in die Matratze ein.

Duo-Matratzen mit weicherer Baby- und etwas festerer Kinderseite sowie einem trittfesten Matratzenrahmen beugen dem Einklemmen der kleinen Füßchen zwischen Matratze und Bett bzw. Gitterstäben vor.

 

Weitere Sicherheitsaspekte

Eine Lochplatte im Boden des Bettes ist einem klassischen festen Lattenrost vorzuziehen. Bei zu großem Leistenabstand besteht die Gefahr des Durchrutschens von Füßen beim Herumtoben oder Springen. Einzelne Leisten können gegebenenfalls brechen.

Die Gitterstäbe des Bettes müssen recht eng zusammen stehen, sodass das Kind nicht mit dem Kopf hindurch passt. Sie dürfen allerdings auch nicht zu eng stehen, um jegliche Einklemmgefahr zu vermeiden.

Hygiene und ökologische Unbedenklichkeit ist gerade beim Kinderbett sehr wichtig

Während Matratzen für Erwachsene rund acht Jahre halten, bevor sie aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden sollten, müssen Kindermatratzen häufiger gewechselt werden.

Sie unterliegen einer besonderen Verschmutzung, etwa durch das Einnässen oder aus der Flasche trinken. Diese Tatsache steigert den Anspruch an die Hygiene- und Pflegeeigenschaften. Der Matratzenbezug sollte abnehmbar und bis zu 60° Grad waschbar sein.

Unbedingt ist bei dem gesamten Thema Kinderbett auf ökologisch unbedenkliche Materialien und Farben zu achten. Schützen Sie Ihr Kind vor möglichen Allergien und sonstigen gesundheitlichen Gefahren, die von schadstoffbelasteten Materialien ausgehen. Wir alle sind schon mehr als genügend Umweltgiften ausgesetzt, vor denen wir uns gar nicht oder kaum noch schützen können. Ganz besonders Babys und Kleinkinder sind hier extrem empfindlich, viel empfindlicher als ein gesunder, erwachsener Mensch!

Checkliste für Babymatratzen

  • Die Matratze sollte den kindlichen Körper punktelastisch unterstützen und sich optimal an das Körperprofil anpassen – auch bei geringem Körpergewicht.
  • Aus sicherheitstechnischen Gründen muss ein trittfester Matratzenrahmen vorhanden sein um das Durchtreten durch die Matratze zu verhindern.
  • Um Unfallgefahren durch das Durchrutschen von Füßen oder Brechen von Leisten beim Hopsen oder Stehen zu reduzieren sollte eine stabile Bodenplatte mit Luftlöchern einem Lattenrost vorgezogen werden.
  • Wichtig sind eine gute Luftzirkulation und Atmungsaktivität der gesamten Konstruktion. Ein freier Raum unter dem Bett und ausgewählte Materialien sorgen für ein gesundes Bettklima.
  • Die Matratze muss einen abnehmbaren, waschbaren Bezug haben.
  • Die Matratze muss aus verträglichen Materialien bestehen.
  • Allgemein wird eine Bettgröße von 70 x 140 cm empfohlen.

Mindestanforderungen

  • Anpassung an das Körperprofil des Kindes – auch bei geringem Gewicht
  • Gute Belüftung und Feuchtigkeitsregulierung
  • Abnehmbarer, waschbarer Bezug
  • Human-toxikologisch unbedenkliche Materialien
  • Durchtreten durch die Matratze muss verhindert werden z. B. durch trittfesten Matratzenrahmen

Außerdem sinnvoll

  • Unterschiedliche Matratzenhärten

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